Steinbocktour - Durchquerung der Allgäuer Alpen
Im Revier der Allgäuer Steinböcke
Von Oberstdorf aus durchqueren wir den Allgäuer Hauptkamm – eine abwechslungsreiche Bergwanderung, die von blumenreichen Almwiesen über exponierte Pfade bis hin zu schroffen Berggipfeln alles zu bieten hat. Nicht nur beeindruckende Felsformationen und atemberaubende Bergpanoramen, sondern auch eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt kann hier bestaunt werden. Neben Edelweiß und Enzian sowie Adlern und Murmeltieren, sind hier aber insbesondere Steinböcke zu beobachten. Steinböcke waren Mitte des 20. Jahrhunderts fast im gesamten Alpenraum ausgestorben, worauf hin einige Tiere aus anderen Ländern in die Allgäuer Alpen umgesiedelt wurden. Inzwischen hat sich der Bestand erholt und es leben wieder einige Hundert Tiere im Allgäuer Hauptkamm. Unsere Wanderung, die Steinbocktour, führt dabei mitten durch das Revier der Steinböcke und die Chancen stehen durchaus sehr gut welche zu sehen zu bekommen. Manchmal kommt man an die beeindruckenden Tiere sogar bis auf nur wenige Meter heran.
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
11.00 Uhr ist die Talstation der Fellhornbahn in Oberstdorf.
Tourende:
14.00 Uhr ist die Talstation der Fellhornbahn in Oberstdorf.
1. Tag – Über die Kanzelwand zur Fiderepasshütte
Wir treffen uns mittags an der Talstation der Fellhornbahn, mit der wir bis zur Mittelstation (1.765 m) auffahren. Hier beginnt unsere Steinbocktour, die uns auf unserer ersten Etappe über den Blumenweg aufs Fellhorn (2.038 m) und zur Kanzelwand (2.058 m) führt. Der Weg ist bekannt für seine großen im Frühsommer blühenden Alpenrosenfelder. Entlang des Grates genießen wir eine phantastische Aussicht über die Allgäuer Alpen und das Alpenvorland. Von der Kanzelwand geht es durch eine große Mulde zum Kuhgerensattel und über Almwiesen hinab zur Kuhgerenalpe. Durch Wald und Wiesen wandern wir vorbei an der Wannenalpe und genießen unterhalb der Hochgehrenspitze traumhafte Blicke ins idyllische Wildental. Einige Kehren führen uns schließlich hoch zur Fiderepasshütte (2.070 m), wo wir auf der Aussichtsterrasse mit einem wunderbaren Bergpanorama belohnt werden – ideal, um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen!
Auf- und Abstieg:
920 hm
Gehzeit
4 h
2. Tag – Krumbacher Höhenweg zur Enzianhütte
Am zweiten Tag starten wir bergauf Richtung Fiderescharte, von hier haben wir einen tollen Ausblick ins vor uns liegende Rappenalptal und auf den beeindruckenden Allgäuer Hauptkamm. Weiter geht es über den Saubuckel bis wir dann auf dia Via Alpina gelangen. Über die Taufersbergalpe geht es dem Talboden entgegen. Von dort steigen wir nach einer Pause die letzten 600 Höhenmeter zu unserer Unterkunft empor. In der Nähe der Hütte lassen sich mit etwas Glück Steinböcke beobachten, die dort heimisch sind.
Auf- und Abstieg:
830 hm
Gehzeit
5 h
3. Tag – Aufstieg zum Rappensee | Hohes Licht
Nach einem gemütlichen Frühstück queren wir von der Enzianhütte ohne großen Höhenverlust taleinwärts über eine Rinne, hier kann uns bis in den Sommer hinein ein Schneefeld erwarten. Weiter geht es unter der Materialseilbahn der Rappenseehütte hindurch und über den Rappenbach. In Serpentinen steigen wir die letzten Höhenmeter zur Rappenseehütte (2.092 m) hinauf, die am gleichnamigen See gelegen ist. An warmen Tagen lädt der Bergsee zu einer Abkühlung ein, bevor wir am Abend einen phantastischen Sonnenuntergang von der Hütte aus genießen können.
Optional besteigen wir nach einer kleinen Stärkung im Anschluss mit leichtem Gepäck das "Hohe Licht" (2651 m) und steigen wieder zur Hütte ab.
Auf- und Abstieg:
800 hm
Gehzeit
6 h
4. Tag – Über den Heilbronner Weg
Heute geht es über den Heilbronner Weg, ein Klassiker im Allgäu und einer der schönsten Höhenwege der Alpen. Der alpine Steig führt uns durchs "Heilbronner Törle" und über eine gesicherte Leiter auf aussichtsreichem Weg zur Bockkarscharte (2.164 m). In den schroffen, steil aufragenden Felsformationen der Scharte sind häufig Steinböcke zu sehen. Alpines Gelände und ein paar steile Kehren sind noch zu meistern, bis wir unser heutiges Etappenziel, das neu erbaute Waltenbergerhaus (2.084 m) erreichen. Wir lassen den erlebnisreichen Tag gemütlich ausklingen und beobachten die Steinböcke die in der Regel an der Hütte vorbeiziehen.
Der Heilbronner Weg ist gut mit Drahtseilen gesichert, erfordert aber dennoch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Auf- und Abstieg:
550 hm
Gehzeit
4 h
5. Tag – Über den Höhenweg zur Kemptner Hütte
Noch einmal steigen wir hinauf zur Bockkarscharte und werden belohnt mit einem phantastischen Bergpanorama in Richtung Lechtaler Alpen. Wir folgen dem Höhenweg entlang der Hochfrottspitze und Mädelegabel und queren das kleine Gletschergebiet der Schwarzen Milz. Dort geht der schroffe Fels in ein grasbewachsenes Hochplateau über, wo wiederum häufig Steinböcke anzutreffen sind. Es folgt der steinige und schroffe Abstieg zum Mädelejoch, wo der Weg durch einen grasbewachsenen Kessel zur Kemptner Hütte (1.846 m) weiterführt. Wer nach einer Pause noch Reserven hat, kann noch den Muttlerkopf (ca. Gz 1,5 h, ↑↓ 450 Hm mehr) besteigen. Auf der Kemptner Hütte verbringen wir die letzte Nacht unserer Bergwanderung und lassen die Erlebnisse der vergangenen Tage noch einmal Revue passieren.
Auf- und Abstieg:
500 hm
Gehzeit
4 h
6. Tag – Abstieg nach Oberstdorf
Wir steigen durch den Sperrbachtobel ab in die Spielmannsau, von wo wir mit dem Bus zurück nach Oberstdorf fahren. Hier endet unsere Durchquerung der Allgäuer Alpen mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck.
Gehzeit
3 h