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Systematische Schneedeckendiagnose (SSD)

Professionelle Lawinenbeurteilung im Einzelhang

Die „Systematischen Schneedeckendiagnose“ (SSD) zielt darauf ab, die Gefahr von Schneebrettlawinen an einem bestimmten Hang systematisch zu bewerten um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Methode ist der „Kleine Blocktest“ (KBT), der dazu dient, gezielt Informationen über Schwachstellen und das potenzielle Schneebrett zu erfassen. Die SSD wurde im Jahr 1996 von Georg Kronthaler entwickelt. Nach zwei Testwintern wurde sie zusammen mit Dr. Bernhard Zenke, dem früheren Leiter der Lawinenwarnzentrale Bayern, in die Ausbildung für Lawinenkommissionen integriert. Später wurde sie auch in die Ausbildung von Heeres- und Polizeibergführern aufgenommen. Verschiedene alpine Vereine und Bergführerverbände übernahmen die Methode ebenfalls in ihre Ausbildungsprogramme.

Die Idee hinter der SSD basiert auf einer simplen Frage: „Gibt es in der Schneedecke Eigenschaften, deren Zusammentreffen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Schneebrettauslösung führt?“

Die zweitägige Weiterbildung widmet sich dem Thema mit einem theoretischen und praktischen Teil.

 

Einführung in LawinenartenGrundlagen der Bruchentstehung / -FortsetzungKleiner Blocktest und vereinfachte Schneedeckendiagnose (vSSD)Systematische Schneedeckendiagnose (SSD)Prozessdenken (Übertragung der Testergebnisse auf die Fläche)Umgang mit dem Graubereich

Für wen ist die Reise geeignet

Schwierigkeit

3.0

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Der Kurs eignet sich grundsätzlich für alle Personen die im Rahmen ihrer Tätigkeit Gruppen im winterlichen Hochgebirge führen und hierbei auf eine Beurteilung der Schneedeckensituation angewiesen sind.

Reiseablauf

Tourbeginn:

07.00 Uhr ist am Parkplatz Hinterbrand vor den Toilettenanlagen

Tourende:

17.00 Uhr ist am Parkplatz Hinterbrand vor den Toilettenanlagen

1. Tag – Die Systematischen Schneedeckendiagnose in Theorie und Praxis

07:00 - 09:00 Uhr: Begrüßung, gemeinsamer Aufstieg und Beziehen der Hütte.

09:15 - 12:15 Uhr: Theorievortrag Systematische Schneedeckendiagnose (SSD). Wir tauchen ein in die Welt der SSD, u.a. Thematik der verschiedenen Lawinenarten, der Bruchentstehung und Fortpflanzung, sowie den Themenbereichen kleiner Blocktest, Prozessdenken und dem Umgehen mit Graubereichen. Einführung in die LARA APP.

12:15 - 13:15 Uhr: Mittagspause

13:15 - 17.45 Uhr: PraxisSystematische Schneedeckendiagnose (SSD) Im Gelände setzen wir das Erlernte vom Vormittag um, darunter kleiner Blocktest in der Praxis, Prozessdenken und Umgang mit Graubereichen, sowie praktische Anwendung der LARA App. Eigene Anwendung der SSD und gemeinsame Besprechung der Ergebnisse.

17:45 - 19:30 Uhr: Pause/ Abendessen

19:30 - 20.30 Uhr: Reflexion und Ausblick Wir reflektieren den Tag und diskutieren, wie wir das Gelernte in unseren beruflichen Alltag, u.a. in den Aufbau eines Lawinenkurses integrieren können. Außerdem werfen wir einen kurzen Blick auf den kommenden Tag.

Auf- und Abstieg:

600 hm

Gehzeit

1-2 h

2. Tag – Die Systematischen Schneedeckendiagnose in Theorie und Praxis

07:00 - 08:30 Uhr: Gemeinsames Frühstück

08:30 - 13:00 Uhr: PraxisSystematische Schneedeckendiagnose (SSD) Der Schwerpunkt besteht in der Erstellung von Blocktests in verschiedensten Hangexpositionen, sowie deren Beurteilung mittels Prozessdenken und unter Anwendung der LARA App. Ziel ist die Erstellung eines eigenen Lawinenlageberichts anhand der SSD. Hierzu werden in Kleingruppen Messungen im gesamten Gebiet vorgenommen und zusammen getragen.

13:00 - 14:00 Uhr: Mittagspause

14:00 - 16:00 Uhr: PraxisSystematische Schneedeckendiagnose (SSD) Besprechung der Ergebnisse und Thematisierung des Graubereichs. Erstellung eines Lawinenlageberichts für das Gebiet.

16:00: Verabschiedung

Auf- und Abstieg:

850 hm

Gehzeit

4-5 h

Highlights auf dieser Reise

See 603 m

Königssee

Der Königssee liegt auf 603 m zwischen den steilen Wänden von Watzmann und Hagengebirge. Der fjordartige See ist mit 190 m Tiefe einer der saubersten Deutschlands. Mit der Elektrobootfahrt nach St. Bartholomä ist er Ausgangspunkt für Touren ins Steinerne Meer.

Gipfel 2.275 m

Schneibstein

Der Schneibstein erhebt sich auf 2.276 m im Hagengebirge an der deutsch-österreichischen Grenze. Als leichtester Zweitausender der Berchtesgadener Alpen bietet er einen mittelschweren Bergweg zum Gipfel. Der markante Aussichtsberg gilt als beliebtes Ziel für Ski- und Wandertouren.

Gipfel 2.713 m

Watzmann-Mittelspitze

Die Watzmann-Mittelspitze erreicht 2.713 m und bildet den höchsten Punkt im deutschen Teil der Berchtesgadener Alpen. Der markante Gipfel erhebt sich über der berühmten Watzmann-Ostwand, der höchsten Felswand der Ostalpen. Als Teil des Watzmanngrates verbindet er Hocheck und Südspitze zur klassischen Überschreitung.

Stadt 572 m

Berchtesgaden

Berchtesgaden (572 m) liegt im Talkessel der gleichnamigen Alpen und bildet das strategische Basecamp für Watzmann, Hochkönig und Steinernes Meer. Der historische Markt ist Ausgangspunkt für Klettersteige, Hochtouren und alpine Wanderungen.

See 1.601 m

Funtensee

Der Funtensee liegt auf 1.601 m in einer Karstsenke des Steinernen Meeres. Der abflusslose Bergsee ist bekannt für extreme Kälteereignisse und gilt als kältester Ort Deutschlands. Das nahegelegene Kärlingerhaus dient als Stützpunkt für Wanderungen durch das Steinerne Meer.

Dorf 630 m

Schönau am Königssee

Schönau am Königssee liegt auf 630 m am nördlichen Ufer des fjordartigen Königssees. Der Ort ist wichtigster Ausgangspunkt für Touren in die Berchtesgadener Alpen und zum Watzmann. Die Gemeinde umfasst auch die berühmte Wallfahrtskirche St. Bartholomä.

Kirche

St. Bartholomä

Die barocke Wallfahrtskirche liegt auf der Halbinsel Hirschau am Westufer des Königssees. Mit ihren zwei Zwiebeltürmen und roten Kuppeldächern gleicht ihr Grundriss dem Salzburger Dom. Die 1134 geweihte Kirche ist Ziel der ältesten Gebirgswallfahrt Europas.

Gipfel 1.874 m

Jenner

Der Jenner erhebt sich auf 1.874 m als seilbahnerschlossener Gipfel des Göllstocks in den Berchtesgadener Alpen. Die Jennerbahn führt von Schönau am Königssee zur Bergstation auf 1.800 m. Vom Gipfel reicht der Blick über den Watzmann und 1.200 m tiefer zum Königssee.

Gipfel 1.304 m

Grünstein

Der Grünstein erhebt sich auf 1.304 m nordöstlich des Watzmannstocks in den Berchtesgadener Alpen. Der Berg bietet mehrere Klettersteige unterschiedlicher Schwierigkeit, darunter den Isidor-Klettersteig im Grad C und schwierigere Varianten bis Grad D/E. Vom Gipfel reicht der Blick über den Berchtesgadener Talkessel bis zu Göll, Untersberg und Lattengebirge.

See 789 m

Hintersee

Der Hintersee liegt auf 789 m in der Gemeinde Ramsau bei Berchtesgaden. Ein Felssturz aus dem Hochkaltermassiv staute vor 3.500 Jahren den Klausbach und schuf gleichzeitig den Zauberwald. Das 16,4 Hektar große Gewässer erreicht eine maximale Tiefe von 18 Metern.

Dorf 615 m

Bischofswiesen

Bischofswiesen liegt auf 615 m im Berchtesgadener Talkessel. Die Gemeinde dient als strategischer Ausgangspunkt für Wanderungen zum Watzmann und in den Nationalpark Berchtesgaden. Der Bahnhof verbindet das Dorf mit Bad Reichenhall und dem Königssee.

Sattel 2.117 m

Dießbachscharte

Die Dießbachscharte liegt auf 2.117 m im Steinernen Meer an der deutsch-österreichischen Grenze. Die Scharte bildet den Standort des Ingolstädter Hauses mit 360-Grad-Panorama. Der Pass verbindet das Steinerne Meer mit dem Hochkönigstock.