Skitourenkurs

Tiefschnee- und Skitourenkurs im Pitztal

Tiefschneekurs und Skitourenwoche im Pitztal

Im Pitztal finden sich ab Ende Dezember perfekte Bedingungen, um in die bevorstehende Skitourensaison zu starten. Der Kombikurs aus Tiefschneekurs und Skitourenkurs bereitet Dich ideal auf erste Skitouren vor oder vertieft Deine Kenntnisse im Bereich Skitourengehen. Flexibilität ist die Stärke des Pitztals. In der Gletscherwelt der Ötztaler Alpen kann optimal trainiert werden. Hochgelegene Seilbahnen und die Gletscherregion bieten auch dann beste Möglichkeiten, wenn im Tal nur wenig Schnee liegt. Untergebracht bist Du in einer komfortablen Unterkunft im Pitztal, von der aus die Kursorte gut erreichbar sind. So kannst Du Dich voll und ganz auf das Training, die Touren und die Erholung konzentrieren. Die gute Lage, die Verpflegung und die Möglichkeit zur Entspannung nach den Kursen schaffen die idealen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Woche. Das Highlight der Skitourenwoche und des Tiefschneekurses kann, bei passenden Verhältnissen, die Skibesteigung der 3.772 m hohen Wildspitze sein. Dabei schnupperst Du bereits Gletscher- und Skihochtouren-Luft!

Für wen ist die Reise geeignet

Schwierigkeit

2.2

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Skitechnisch solltest Du sicher auf Skipisten unterwegs sein und bei Abstechern ins ungespurte Gelände keine großen Probleme haben. Erste Erfahrungen im Skitourenbereich sind von Vorteil, aber nicht zwingend notwendig.

Reiseablauf

Tourbeginn:

09.00 Uhr ist im Hotel an der Rezeption.

Tourende:

16.00 Uhr ist im Hotel an der Rezeption.

1. Tag – Skitechnik verbessern im Pitztaler Skigebiet

Persönliche Anreise (idealerweise bereits am Vortag). Früh morgens Begrüßung mit dem Bergführer im Hotel und Start in die Tiefschneekurs- und Skitourenwoche. Wir starten ins Skigebiet Rifflsee. Hier wird die Grundlage der Skitechnik im Gelände abseits der Piste trainiert und verfeinert. Sehr wichtig ist auch eine erste Einheit mit dem LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät), welches essentiell ist für Skitouren und Skifahren abseits von gesicherten Skipisten. Am Abend folgt dazu auch eine lockere Theorie-Einheit.

2. Tag – Skitechniktraining am Pitztaler Gletscher

Verfeinern der Skitechnik steht heute auf dem Tiefschneekurs-Programm. Genauso wichtig ist uns aber auch das Üben der Lawinenverschüttetensuche, denn diese Fertigkeiten sind ab morgen unverzichtbar. Der Bergführer gibt hier viele Tipps aus der Praxis. Mit der Pitztaler Gletscherbahn geht es am Mittag hoch hinauf ins Pitztaler Skigebiet. Auf 3.440 m liegt das Bergrestaurant Brunnenkogel. Die Aussicht zur Wildspitze ist beeindruckend und für eine Pause ist Zeit. Anschließend starten wir hier die erste "wirkliche Abfahrt" im freien Gelände. Hinab geht es über den Taschachferner und vorbei am bekannten Taschachhaus ins Tal. Die Oberschenkel brennen und Relaxen im SPA Bereich des Hotels tut gut! Am Abend gibt es eine theoretische Vorbereitung für den ersten Skitourentag.

3. Tag – Erste Skitour während des Skitourenkurses

Die beiden Skitage haben eine gute Basis für unseren ersten Skitourentag gelegt. Mit Liftunterstützung geht es hinauf zum Riffelsee und über den mittleren Löcherferner. Wichtiger als ein erster Skitourengipfel ist heute das Erlernen der Skitourentechnik. So werden An- und Abfellen genauso geübt wie Spitzkehren, Bogentreten und das geländeangepasste Legen einer guten Aufstiegspur. Wenn alles rund läuft, dann kann heute ein erster 3.000-er Gipfel bestiegen werden. Die erste Skitouren-Abfahrt im Pitztal genießen wir in vollen Zügen. Am Abend wieder Theorie, diesmal zu den Themen Tourenplanung und Lawinenbeurteilung.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

4-6 h

4. Tag – Vertiefung der Skitourentechnik

Aufsteigen, Abfahren und Techniktraining stehen heute auf dem Programm. Wichtig bei Skitouren ist das Einschätzen der Lawinengefahr, und darauf wird heute besonderes Augenmerk gelegt. Dazu gilt es "Gefahrenanzeichen" einzuschätzen, z. B. Windzeichen, Wächten, Triebschnee und viele weitere. Lernen im Gelände macht am meisten Sinn, deshalb wird das Ganze in der Praxis draußen auf Tour vermittelt. Dabei besteht auch heute wieder die Möglichkeit auch zur Akklimatisierung einen 3.000-er, wie z. B. den Fernerkogel mit 3.278 m, zu besteigen. Am Abend geht es um die Tourenplanung für die Abschlusstour auf die Wildspitze.

Auf- und Abstieg:

650 hm

Gehzeit

4-6 h

5. Tag – Abschlusstour auf die Wildspitze (3.772 m)

Wenn alles gut läuft, dann besteigst Du heute die Wildspitze mit Tourenski. Die Gletscherbahn bringt uns zum Mittelbergjoch auf 3.166 m Höhe. Auf bekanntem Weg geht es hinunter zum Taschachferner. Hier wird aufgefellt und dann geht es über den Gletscher zum markanten Gipfel der Wildspitze. Der Gipfelaufbau wird ohne Ski begangen. Nach dem Skidepot geht es meist mit Steigeisen bis zum Gipfel auf 3.772 m. Die Aussicht auf die Gletscherberge der Ötztaler Alpen ist grandios! Wir genießen diesen Moment ausgiebig. Im Anschluss geht es per Ski bis ins Tal, wo wir uns nach einer lehrreichen, anstrengenden, aber auch eindrucksvollen und spaßigen Kurswoche voneinander verabschieden.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

4-6 h

Highlights auf dieser Reise

Gletscher

Taschachferner

Der Taschachferner liegt nördlich der Wildspitze in den Ötztaler Alpen und besteht aus einem östlichen und westlichen Teil. Seit 1970 zog sich die Gletscherzunge um über 250 m zurück. Am Zungenende bildete sich seit 2003 ein Gletschersee.

Gipfel 3.768 m

Wildspitze

Die Wildspitze erhebt sich mit 3.768 m als höchster Berg Nordtirols und der Ötztaler Alpen. Nach dem Großglockner bildet sie den zweithöchsten Gipfel Österreichs. Der markante Doppelgipfel thront zwischen Pitztal und Venter Tal.

Stadt

Meran

Meran liegt im Burggrafenamt zwischen Vinschgau, Passeiertal und Etschtal am Fuße der Texelgruppe. Die Kurstadt war bis 1420 Hauptstadt der Grafschaft Tirol und entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert zum internationalen Kurort. Heute ist sie nach Bozen die zweitwichtigste Stadt Südtirols.

Dorf

Vent

Vent liegt auf 1.895 m am Ende des Venter Tales unterhalb der Wildspitze. Das Bergsteigerdorf des ÖAV gilt als Wiege des Alpinismus in Tirol. Hier wirkte Franz Senn, Mitgründer des Deutschen Alpenvereins.

Seilbahn 2.011 m

Gletscherbahn

Die Gletscherbahn auf 2.011 m erschließt das Pitztaler Gletscherskigebiet und dient als Ausgangspunkt für Skihochtouren. Sie ermöglicht den direkten Zugang zum Mittelbergjoch und den umliegenden Gletschern. Als Liftunterstützung verkürzt sie den Anstieg zu hochalpinen Zielen erheblich.

Sattel 3.414 m

Brochkogeljoch

Das Brochkogeljoch liegt auf 3.414 m zwischen Vernagtferner und Taschachferner in den Ötztaler Alpen. Der Pass verbindet als Schlüsselstelle die beiden großen Gletschersysteme. Von hier führt der Anstieg zur Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols.

Sattel 3.166 m

Mittelbergjoch

Das Mittelbergjoch liegt auf 3.166 m zwischen Österreich und Italien in den Ötztaler Alpen. Der vergletscherte Sattel dient als strategischer Durchgangspunkt zum Taschachferner und zur Wildspitze. Über eine Gletscherbahn ist der Pass direkt erreichbar.

Sattel 2.590 m

Spronserjoch

Das Spronserjoch auf 2.590 m verbindet die Ötztaler Alpen mit der Texelgruppe zwischen Pfelders und dem Meraner Raum. Der seit alters her genutzte Übergang führt zur seenreichen Spronser Seen Platte im Naturpark Texelgruppe.

Gipfel 3.475 m

Hinterer Seelenkogel

Der Hinterer Seelenkogel erhebt sich mit 3.475 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel gilt als aussichtsreicher Dreitausender mit Panoramablick von den Hohen Tauern bis zur Bernina. Die Besteigung erfolgt meist als Skitour von der Langtalereckhütte.

Sattel 3.375 m

Schalfkogeljoch

Das Schalfkogeljoch liegt auf 3.375 m in den Ötztaler Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Niedertal bei Vent mit dem Gurgler Ferner bei Obergurgl. Das Joch bildet einen zentralen Übergangspunkt für anspruchsvolle Skitouren und die klassische Ötztaler Skidurchquerung.

Gipfel 3.514 m

Finailspitze

Die Finailspitze erhebt sich auf 3.514 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Ötztaler Alpen. Der Gipfel liegt in der Bergkette zwischen Weißkugel und Similaun. Von hier reicht der Blick über die vergletscherten Hauptkämme der Ötztaler Alpen.

Gipfel 3.597 m

Similaun

Der Similaun erhebt sich auf 3.597 m im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien. Der Gipfel wurde 1834 erstbestiegen und erlangte durch die Entdeckung der Ötzi-Mumie 1991 Weltberühmtheit. Die Normalroute führt von der Similaunhütte über den Westgrat zum Gipfel.