Bergwanderungen

Verwallrunde

Geführte Hüttentour im Verwall

Zwischen den bekannten Orten St. Anton und Ischgl liegt dieses einsame und wenig bekannte Gebirge. Das Verwall – tief eingeschnittene Täler, die durch spektakuläre Wanderwege miteinander verbunden sind und von steilen Felswänden, scharfen Graten und markanten Gipfeln überragt werden. Gesäumt von grünen Wiesen, durchzogen von bunten Bergblumen und ruhigen, klaren Bergseen. Die Verwallrunde verbindet diese landschaftlichen Kontraste zu einer anspruchsvollen, aber ausgewogenen Hüttentour, die über alpine Übergänge, Scharten und Grate führt – ideal für erfahrene Bergwanderer mit Freude an abwechslungsreichem Gelände und ursprünglicher Hüttenatmosphäre.

Reiseablauf

Tourbeginn:

11.00 Uhr Wellnesspark Pettneu am Arlberg

Tourende:

15.00 Uhr Wellnesspark Pettneu am Arlberg

1. Tag – Aufstieg zur Edmund-Graf Hütte

Treffpunkt der Verwallrunde ist in Pettneu am Arlberg. Nach der Begrüßung und einem Ausrüstungscheck wandern wir hinein in das Malfontal. Zunächst geht es über einen Wirtschaftsweg in einigen Kehren entlang des Malfonbach hinein ins Tal. Leicht ansteigend führt uns der breite Weg zur Vorderen Malfonalpe wo eine ordentliche Brotzeit auf uns wartet. Vorbei an Alpenrosen steigen wir steil und in zahlreichen Kehren der Edmund-Graf-Hütte entgegen. Wohlverdient genießen wir den Hüttenabend und besprechen den weiteren Tourenverlauf.

Auf- und Abstieg:

1200 hm

Gehzeit

4 h

2. Tag – Hoch über dem Patznauntal zur Niederelbehütte

Nach unserem gemeinsamen Frühstück starten wir über den Schmalzgrubensee zur Schmalzgrubenscharte 2.697 m. Hier eröffnet sich uns ein herrlicher Blick über das Patznauntal. Wir folgen dem Kieler Weg mit einer langen Querung und einem stetigen Ausblick auf die gegenüberliegende Samnaun Gruppe. Auf der Sonnenterasse der Niederelbehütte angekommen lassen wir diesen Wandertag ausklingen.

Auf- und Abstieg:

550 hm

Gehzeit

4 h

3. Tag – Der Hoppe-Seyler-Weg

Heute steht uns mit dem Hoppe-Seyler-Weg ein anspruchsvoller, aber großartiger Übergang zur Darmstädter Hütte bevor. Über den Sessgrat kommen wir in das weite Becken des Fatlarkar, bevor es steil über Geröll zur Oberen Fatlasscharte geht. Hier steht die Kieler Wetterhütte, die Platz für bis zu 5 Personen bietet und als Notunterkunft gedacht ist. Mit erhöhter Konzentration geht es auf die andere Seite und drahtseilgesichert wieder bergab. An den Südwänden der Fatlarspitze entlang wandern wir zum Schneidjöchli. Unser Tagesziel, die Darmstädter Hütte ist bereits zum Greifen nahe. Noch einmal geht es steil über Geröll bergab, über den Advokatenweg zu unserer Unterkunft.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

5 h

4. Tag – Über das Kuchenjöchli zur Konstanzer Hütte

Nach dem Frühstück folgen wir dem Apothekerweg, vorbei an der mächtigen Nordwand der Kuchenspitze und dem Großen Kuchenferner steigen wir anschließend über zuletzt drahtseilgesichertes Gelände zum Kuchenjöchl hinauf. Ein herrlicher Blick eröffnet sich nun zum "Matterhorn des Verwall", dem Patteriol mit 3.056 m. Vom Jöchli bietet sich die noch Möglichkeit einen Abstecher zum Scheibler (2.978 m) zu machen. Nach einer Gipfelrast begeben wir uns auf den langen Abstieg in das Fasultal und zur Konstanzer Hütte.

Auf- und Abstieg:

400 hm

Gehzeit

4 h

5. Tag – Konstanzer Hütte – Neue Heilbronner Hütte

Wir wandern ein kleines Stück das Fasultal zurück und kommen bald zur Abzweigung zum Wannenjoch mit 2.633 m Höhe. Steil geht es den schmalen Steig hoch, zuletzt über Geröll, zum Joch. Hier oben genießen wir erst einmal eine verdiente Pause bevor wir über den kleinen Wannensee und den Bruckmannweg in das Ochsental absteigen. Mit etwas Glück können wir auf dieser Etappe einige Steinböcke beobachten. Unser heutiges Ziel, die Neue Heilbronner Hütte erreichen wir über sanftes Gelände und dem Winterjöchl. Die Hütte liegt gleich neben dem Scheidsee auf 2.308 m.

Auf- und Abstieg:

1200 hm

Gehzeit

5 h

6. Tag – Der Wormser Weg zur Wormser Hütte

Heute steht uns die Königs-Etappe bevor! Der lange Wormser Weg erfordert einen frühen Aufbruch. Im ständigen auf und ab überschreiten wir dabei fünf Jöcher. Das Valschavieljöchl das bald erreicht ist, ist das Erste. Der Höhenweg bietet stets eine hervorragende Aussicht auf die Silvretta und das Rätikon sowie den Blick über das Montafon. An der Station Furka angekommen beginnt der letzte Aufstieg zur Wormser Hütte. Die Belohnung ist ein gigantischer Ausblick über das Montafon.

Auf- und Abstieg:

1150 hm

Gehzeit

8 h

7. Tag – Abstieg nach Schruns

Nach einem ausgiebigen Frühstück steigen wir eine Stunde gemütlich ab, zur Bergstation der Zamangbahn. Mit der Seilbahn geht es wieder hinab in die Zivilisation. Am Bahnhof von Schruns angekommen fahren wir mit dem Zug und Bus zurück nach Pettneu am Arlberg. Am Ausgangspunkt verabschieden wir uns von der großartigen Verwallrunde und begeben uns auf die Heimreise.

Gehzeit

1 h

Highlights auf dieser Reise

Sattel 2.730 m

Kuchenjöchli

Das Kuchenjöchli liegt auf 2.730 m und verbindet das Schönverwalltal mit dem Moostal in der Verwallgruppe. Der drahtseilgesicherte Anstieg führt vorbei an der Nordwand der Kuchenspitze und dem Großen Kuchenferner. Vom Pass eröffnet sich der Blick zum markanten Patteriol.

Sattel 2.841 m

Schneidjöchli

Das Schneidjöchli liegt auf 2.841 m zwischen Saumspitze und Seeköpfen in der Verwallgruppe. Der Pass bildet einen zentralen Übergang auf dem anspruchsvollen Hoppe-Seyler-Weg zwischen Niederelbehütte und Darmstädter Hütte.

Sattel 2.697 m

Schmalzgrubenscharte

Die Schmalzgrubenscharte liegt auf 2.697 m zwischen Edmund-Graf-Hütte und Niederelbehütte in der Verwallgruppe. Der Pass bildet einen zentralen Punkt am Kieler Weg mit Ausblicken über das Patznauntal. Trittsicherheit ist für die steilen An- und Abstiege erforderlich.

Dorf

Schruns

Schruns liegt auf 690 m im Montafon und gilt als Hauptort des Tales. Der Marktort dient als zentraler Ausgangspunkt für Touren in Verwall, Silvretta und Rätikon. Die Montafonerbahn verbindet seit 1905 den Ort mit Bludenz.

See 2.020 m

Kartellspeicher

Der Kartellspeicher liegt auf 2.020 m in der Verwallgruppe nahe St. Anton am Arlberg. Der Stausee erstreckt sich über 32 Hektar mit einem Nutzinhalt von 7,8 Millionen Kubikmetern. Das türkisblaue Wasser spiegelt die umgebenden Gipfel wider.

Seilbahn 695 m

Zamang Bahn

Die Zamang Bahn verbindet auf 695 m Höhe das Montafon mit der hochalpinen Verwallgruppe. Die Seilbahn dient als wichtiger Zubringer für Wanderungen in die umliegenden Berge und als Abstiegshilfe nach mehrtägigen Touren.

Gipfel 2.978 m

Scheibler

Der Scheibler erhebt sich auf 2.978 m in der östlichen Verwallgruppe und gehört zur Kuchenspitzgruppe. An seinem Nordhang liegen die Reste des Scheiblerferners, wo heute eine alpine Seenlandschaft entstanden ist. Der Gipfel ist ein beliebter Abstecher vom nahen Kuchenjöchli.

Dorf 1.051 m

Partenen

Partenen liegt auf 1.051 m im hinteren Montafon und bildet den östlichsten bewohnten Punkt vor der Bielerhöhe. Der Ort dient als Ausgangspunkt für die Vermuntbahn zur winterfreien Silvretta-Hochalpenstraße. Von hier erreichen Skitourengeher und Bergsteiger die hochalpinen Ziele der Silvretta und des Verwall.

Gipfel 3.056 m

Patteriol

Der Patteriol erhebt sich mit 3.056 m als markanter Dreitausender in der Verwallgruppe. Der Berg wird aufgrund seiner charakteristischen Pyramidenform als "Matterhorn des Verwall" bezeichnet. Vom Gipfel reicht der Blick bis zu den Berner Alpen und dem Weisshorn im Wallis.

Gipfel 3.148 m

Kuchenspitze

Die Kuchenspitze erhebt sich auf 3.148 m im Verwall zwischen Stanzer Tal und Paznaun. Nach dem Hohen Riffler bildet sie den zweithöchsten Gipfel der Verwallgruppe. Der vergletscherte Berg wird heute nur selten begangen und erfordert alpine Klettererfahrung.

Gipfel 2.986 m

Fatlarspitze

Die Fatlarspitze erhebt sich auf 2.986 m in der Verwallgruppe in Tirol. Der Berg liegt innerhalb der Kartellgruppe mit dem Kartellferner im Nordwesten. Der Normalweg führt von der Kieler Wetterhütte in einer Stunde auf den Gipfel.

Seilbahn 2.320 m

Albonabahn II

Die Albonabahn II ist eine moderne 10er-Kabinenbahn in Stuben am Arlberg, die von 1.636 m auf 2.320 m führt. Sie verbindet das Vorarlberger Klostertal mit dem Tiroler Arlberggebiet und bildet einen wichtigen Baustein des größten zusammenhängenden Skigebiets Österreichs. Die Bergstation liegt direkt an der Landesgrenze zwischen Vorarlberg und Tirol.