Bergwanderungen

Wandern im Zillertal | Dreiländertour

Wandern am Alpenhauptkamm | "Dreiländertour"

Die eindrucksvolle und abwechslungsreiche Wanderung führt Dich vom Zillertal ins größte Schutzgebiet der Alpen, den Nationalpark Hohe Tauern. Die Landesgrenzen auf dem hochalpinen Fernwanderweg bilden Tirol, Salzburg und Südtirol. Wir wandern tief hinein in den Nationalpark Hohe Tauern mit seinen wildromantischen Bergseen, tiefen Tälern, majestätischen und vergletscherten Bergen, phantastischen Ausblicken sowie idyllischen Berghütten. Die geführte Wanderung in den Hohen Tauern ist nicht so viel begangen, so dass es hier noch sehr viele "ruhige Plätze" abseits der bekannten Routen zu finden gibt.

Reiseablauf

Tourbeginn:

09.30 Uhr Bushaltestelle vor dem Bahnhof Mayrhofen

Tourende:

17.00 Uhr Bushaltestelle vor dem Bahnhof Mayrhofen

1. Tag – Anstieg zur Plauener Hütte

Wir treffen uns am Morgen vor dem Bahnhof in Mayrhofen. Von dort fahren wir gemeinsam mit dem Bus zum Startpunkt unserer Wanderung an der Bärenbadalm auf 1.450 m Höhe. Der Aufstieg zur Plauener Hütte und zum Fernwanderweg Dreiländertour führt über weite Almwiesen bis zum Rand der Staumauer des Speichers Zillergründl. Anschließend wandern wir über den sogenannten "alten Weg" hinauf zur Plauener Hütte, wo uns eine eindrucksvolle Aussicht erwartet. Auf 2.363 m Höhe verbringen wir die erste Nacht unserer geführten Bergwanderung.

Auf- und Abstieg:

950 hm

Gehzeit

3-4 h

2. Tag – Über die Zillerplattenscharte zur Richterhütte

Früh starten wir auf diese atemberaubende und lange Etappe, die auf dem Hannemannweg über die Zillerplattenscharte führt. Zu Beginn geht es gemütlich los, bis sich zum Schluss der Weg aufsteilt und durch Blockgelände bis in die Scharte auf 2.874 m Höhe führt. Die Aussicht auf die umliegenden Gipfel und hinunter auf den Eissee ist grandios und belohnen alle Anstrengungen des Aufstiegs! Über alpines Gelände geht es unterhalb der Zillerplattenspitze weiter zum nächsten Übergang, der Windbachscharte. Die Richterhütte ist jetzt nicht mehr weit und damit das Ziel unserer zweiten Etappe auf der Dreiländertour.

Auf- und Abstieg:

900 hm

Gehzeit

6 h

3. Tag – Wandern im Nationalpark Hohe Tauern

Der Tag beginnt mit einem kurzen Abstieg in Richtung Keesboden, bevor wir die Querung unterhalb des Gabler auf 2.200 m beginnen. Der Weg führt auf dem Peter-Obholzer-Weg vorbei an kleinen Gletscherseen, die Höhe haltend in Richtung der Roßkarscharte. Je näher die Scharte rückt, desto steiler führt der Weg schließlich bergan. Auf 2.689 Metern wird der höchste Punkt des heutigen Tages erreicht. Eine Möglichkeit bei gutem Wetter ist die Gipfelbesteigung des Roßkopf (2.845 m), der ein gigantisches Panorama bietet. Der Umweg von knapp einer Stunde lohnt sich auf jeden Fall! Nach einer Brotzeit geht es über Gletscherschliffe bis zur wunderschön am Wildgerlossee gelegenen Zittauer Hütte (2.328 m), wo wir heute übernachten.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

5 h

4. Tag – Abstieg zum Krimmler Tauernhaus

Ein kurzes Wegstück geht es auf bekanntem Weg zurück und hinauf zum Oberen Gerlossee, der auf knapp 2.500 m liegt. Die Rainbachscharte wird über einige kurze Serpentinen erreicht und ist mit 2.700 m der höchste Punkt für heute. Der erste Teil des Abstiegs führt steil nach unten bis zum Rainbachsee. Ab hier wird es flacher und die Wanderwege führen durch große Latschenfelder und später durch einen schönen Zirbenwald ins Krimmler Achental zurück in die Vegetation. Das heutige Ziel ist das idyllisch gelegene Krimmler Tauernhaus auf 1.631 m Höhe. Hier lassen wir den Tag ausklingen und verbringen eine weitere Nacht im Nationalpark Hohe Tauern.

Auf- und Abstieg:

400 hm

Gehzeit

5 h

5. Tag – Durch das Krimmler Achental zur Birnlückenhütte

Die heutige Wanderung im Nationalpark Hohe Tauern beginnt zunächst sehr gemütlich mit dem idyllischen Weg durch das Krimmler Achental. Immer weiter in Richtung Talschluss haben wir die Dreitausender Simonyspitze und Maurerkees im Blick. Schließlich biegen wir ab hinauf bis zur Birnlücke auf 2.666m. Dieser Übergang ist die Grenze zwischen Österreich und Italien und oben angekommen eröffnet sich der Blick zurück auf die hohen 3.000er Gletscherberge der Hohen Tauern. Die gleichnamige Birnlückenhütte liegt auf 2.441 m am Fuße der Dreiherrnspitze und ist bereits von der Birnlücke aus zu sehen. Hier verbringen wir die Nacht weit über dem bekannten Südtiroler Ahrntal.

Auf- und Abstieg:

1050 hm

Gehzeit

6 h

6. Tag – Abschluss auf der Dreiländertour

Der letzte Tag auf dem Fernwanderweg hat es noch einmal in sich und wird zugleich der längste Abschnitt unserer sechstägigen Tour. Wir starten früh auf der italienischen Seite und folgen dem Lausitzer Weg bis zur Neugersdorfer Hütte, bevor der Anstieg zum Heilig-Geist-Jöchl auf knapp 2.700 Metern Höhe beginnt. Von dort führt der Weg zurück in Richtung Plauener Hütte und weiter hinab ins Zillergründl. Entlang des Stausees wandern wir bis zur Staumauer und zur Bushaltestelle, von wo aus wir mit dem Bus zurück zu unserem Ausgangspunkt in Mayrhofen fahren. Hier endet unsere eindrucksvolle und naturgewaltige Hüttentour durch die Hohen Tauern.

Auf- und Abstieg:

750 hm

Gehzeit

8 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Gipfel 2.749 m

Rostocker Eck

Das Rostocker Eck erhebt sich auf 2.749 m als markante Kuppe im Ostgrat der Nördlichen Malhamspitze in der Venedigergruppe. Der Berg gilt als Hüttenberg der Essener-Rostocker Hütte und bietet Aussicht auf über 20 Dreitausender der Umgebung.

Gipfel 2.960 m

Mullwitzköpfl

Das Mullwitzköpfl erhebt sich auf 2.960 m in den Hohen Tauern. Der Gipfel liegt am Anstiegsweg zum Großvenediger über das spaltenreiche Mullwitzkees. Das nahe Defreggerhaus dient als wichtiger Stützpunkt für hochalpine Skitouren.

Gipfel 3.290 m

Schlieferspitze

Die Schlieferspitze erhebt sich auf 3.290 m als höchster Gipfel des Krimmler Kamms in der Venedigergruppe. Der markante Berg gilt als einer der schönsten Gipfel der Venedigergruppe und sendet vier ebenmäßige Grate von jeweils zwei Kilometern Länge aus. Umgeben von drei Gletschern dominiert er sowohl das Krimmler Achental als auch das Obersulzbachtal.

Gipfel 3.291 m

Keeskogel

Der Keeskogel erhebt sich 3.291 m hoch in der Venedigergruppe nordwestlich des Großvenedigers. Der gletscherfreie Normalanstieg von der Kürsinger Hütte erfordert Trittsicherheit und etwa 2 Stunden Gehzeit. Vom Gipfel eröffnet sich ein eindrucksvoller Blick auf die Nordseite des Großvenedigers und die Gletscherlandschaft des Ober- und Untersulzbachkeeses.

Gipfel 3.470 m

Kleinvenediger

Der Kleinvenediger erhebt sich als 3.468 m hoher, stark vergletscherter Gipfel im Zentrum der Venedigergruppe. Nur durch die Venedigerscharte vom Großvenediger getrennt, verfügt er über ein hohes Gletscherdach mit schräger Firnfläche. Der Normalweg führt von der Venedigerscharte über einen Schneerücken in rund 30 Minuten zum mäßig geneigten Firngipfel.

Gipfel 3.310 m

Kristallwand

Die Kristallwand erhebt sich auf 3.310 m als östlicher Eckpfeiler des Venedigermassivs in den Hohen Tauern. Der markante Gipfel zeigt eine 550 m hohe Nordostwand und sanfte Gletscheranstiege von Süden. Vier Gletscher umgeben den Berg: Schlatenkees, Äußeres Mullwitzkees, Frosnitzkees und Kristallwandkees.