Bergwanderungen

Wandern in den Nationalparks Sächsische Schweiz und Böhmische Schweiz

Spektakuläre Felslandschaften und atemberaubende Aussichten

Die Sächsische Schweiz im Osten Deutschlands unweit von Dresden bildet gemeinsam mit der angrenzenden Böhmischen Schweiz in Tschechien das Elbsandsteingebirge - eine beeindruckende, grenzübergreifende Landschaft aus bizarren Sandsteinformationen, imposanten Tafelbergen, tiefen Schluchten und weiten Tälern. Zahlreiche Aussichtspunkte bieten phantastische Ausblicke über die einzigartige Landschaft am Ufer der Elbe. Die Nationalparks bieten eine Vielzahl an Wanderwegen unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade, darunter die bekannte Bastei, die Schwedenlöcher, der Kuhstall und der Malerweg. Auch kleine Dörfer und historische Bauwerke wie die Festung Königstein tragen zur besonderen Atmosphäre der Region bei und laden zu einem Abstecher ein.

Reiseablauf

Tourbeginn:

10.00 Uhr ist am Großraumparkplatz in Oberrathen.

Tourende:

16.00 Uhr ist am Großraumparkplatz in Oberrathen.

1. Tag – Über die Schwedenlöcher zur Bastei - das Markenzeichen der Sächsischen Schweiz

Unser Treffpunkt ist auch gleichzeitig Ausgangspunkt für unsere erste Wanderung: das malerische Örtchen Rathen, idyllisch an der Elbe gelegen. Auf dem Weg zum Amselsee lassen wir uns bereits von der malerischen Landschaft verzaubern. Der See, umgeben von den imposanten Felsen "Talwächter" und "Lokomotive", bietet eine romantische Kulisse und lädt zum Verweilen ein. Weiter gehts in die Schwedenlöcher, wo uns ein steiler Aufstieg über 700 Stufen erwartet. Die Anstrengung lohnt sich, denn oben erwarten uns bereits die ersten atemberaubenden Aussichtspunkte. Schon bald ist es nicht mehr weit bis zur berühmten Bastei, die spektakulär über den Sandsteinfelsen thront und uns mit einem unglaublichen Panorama belohnt. Die Elbe liegt uns an der Basteibrücke zu Füßen, die sich tief unter uns durchs Tal schlängelt. Der Blick schweift über die umliegenden Felsen wie Lilienstein und Bärenstein sowie die Festung Königstein bis weit in die Böhmische Schweiz in der Tschechischen Republik, wo wir den Schneeberg ausmachen können, mit 722 m die höchste Erhebung des Elbsandsteingebirges. Nach einer wohlverdienten Pause setzen wir unseren Weg durch die Felsenburg Neurathen fort und steigen zurück ins Tal. Zurück am Parkplatz geht es schließlich zu unserer Unterkunft für die kommenden Tage.

Auf- und Abstieg:

300 hm

Gehzeit

4 h

2. Tag – Zum Raubschloss - Kühnes Ziel hoch über dem Kirnitzschtal

Wir starten heute am Beuthenfall und überqueren dort die Kirnitzsch. Ziemlich schnell sieht man die ersten Sandsteinberge der Affensteine. Wir folgen dem Königsweg mit wunderschönen Blicken hinauf zur abenteuerlichen Felskulisse der Oberen Affensteinpromenade. Weiter geht es zum Frienstein, auch als Vorderes Raubschloss bezeichnet. Der auf einem Felsband verlaufende Weg zur Idagrotte, die ein grandioses Panorama bereit hält, ist nur einen guten halben Meter breit und zusätzlich mit Eisengriffen gesichert. Trotzdem sollte man für diesen kleinen Abstecher schwindelfrei sein. Zurück am Wanderweg geht es weiter in Richtung Kuhstall und zwischen den engen Felswänden hindurch, über Metallleitern und Stufen hinauf auf den Neuen Wildenstein. Das Felsentor des Kuhstalls ist ebenso beeindruckend wie der Aufstieg über die Himmelsleiter. Oben angekommen genießen wir eine phantastische Aussicht über die hintere Sächsische Schweiz mit den Affensteinen und Schrammsteinen. Am Kuhstall bietet das idyllisch gelegene Gasthaus eine schöne Einkehrmöglichkeit, die wir uns verdient haben. Im Anschluss steigen wir ins Kirnitzschtal zum Lichtenhainer Wasserfall ab und fahren mit der historischen Kirnitzschtalbahn zurück. Den Abend lassen wir gemütlich in unserer Unterkunft ausklingen.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

5-6 h

3. Tag – Über die Schrammsteine zur Hohen Liebe

Die heutige Tour entführt uns mitten in die imposanten Schrammsteine. Typisch für das Elbsandsteingebirge erwarten uns hier mystisch anmutende Felsformationen, die steil aus einer grünen Landschaft hervorragen. Vom Tal aus liegen direkt einige Höhenmeter und Holzstufen vor uns, über die wir zu den Felstürmen der Schrammsteine aufsteigen. Durch das beeindruckende Große Schrammtor gelangen wir in eine außergewöhnliche, abwechslungsreiche und spannende Landschaft. Der Schrammsteinweg führt uns zunächst durch den Wald entlang der Felswände, bis wir auf den Wildschützensteig einbiegen. Hier geht es über Leitern, Metallstufen und Holzbohlen, teilweise mit Geländern versichert, direkt in die steilen und engen Felsen hinauf auf die Schrammsteinaussicht und den Gratweg. Die Aussicht ist gigantisch und belohnt für die Mühen des Aufstiegs. Über die Hohe Liebe, einen kleinen Tafelberg, der nochmals wunderbare Ausblicke über die felsige und bewaldete Landschaft bietet, gelangen wir zurück zu unserem Ausgangspunkt und ein weiterer grandioser Wandertag geht zuende.

Auf- und Abstieg:

500 hm

Gehzeit

5 h

4. Tag – Prebischtor im Nationalpark Böhmische Schweiz

Heute fahren wir in die Tschechische Republik, um die Region rund um das Prebischtor im Nationalpark Böhmische Schweiz zu erkunden. Von Hrensko, direkt an der Elbe gelegen, wandern wir durch den engen Talkessel, der von steil aufragenden Sandsteinfelsen umrahmt ist. Durch den schattigen Wald steigen wir zum Prebischtor auf, der größten natürlichen Felsbrücke Europas. Zwischen den Bäumen können wir die Umrisse des riesigen Felsentors bereits ausmachen. Über eine Brücke und vorbei am Gasthaus Falkennest stehen wir schließlich direkt vor dem Prebischtor, einem der herausragendsten Naturdenkmäler des Elbsandsteingebirges. Über Stufen, die direkt in den Sandstein gehauen sind, geht es auf die Felsen und den benachbarten Edmundstein, der uns fast noch einen spektakuläreren Blick auf das Prebischtor bietet. Unser Rückweg führt uns über Mezni Louka in die wildromantische Wilde Klamm. Die Kahnfahrt über die Kamnitz durch die Klamm bietet ein beeindruckendes Naturerlebnis, bevor wir durch die Edmundsklamm zurück nach Hrensko gelangen. Hier endet unsere 4-tägige-Wanderung im Elbsandsteingebirge und wir verabschieden uns voneinander. Anschließend Heimfahrt oder individuelle Verlängerung.

Auf- und Abstieg:

600 hm

Gehzeit

6 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel

Schrammsteine

Die Schrammsteine bilden eine langgestreckte, stark zerklüftete Felsgruppe östlich von Bad Schandau. Mit 80 Gipfeln ist der Hohe Torstein mit 425 m der höchste Punkt. Der Gratweg verbindet die markanten Felstürme und Schrammtore.

Gipfel 455 m

Frienstein

Der Frienstein ist ein 455 m hoher Sandsteinfels in der Sächsischen Schweiz, auch als Vorderes Raubschloss bekannt. Am Nordabhang des Großen Winterbergs gelegen, diente er im Mittelalter als Burgwarte der Herrschaft Wildenstein. Heute zählt er zu den beliebtesten Klettergipfeln der Region.

Wasserfall

Beuthenfall

Der Beuthenfall liegt im Kirnitzschtal der Sächsischen Schweiz und dient als Ausgangspunkt für alpine Wanderungen. Der künstlich angelegte Wasserfall wurde im 19. Jahrhundert zur Förderung der Wildbienenzucht errichtet. Von hier führt der Königsweg zu den spektakulären Affensteinen und zur Idagrotte.

Wasserfall

Lichtenhainer Wasserfall

Der Lichtenhainer Wasserfall entsteht durch ein aufziehbares Stauwehr am Dorfbach kurz vor der Mündung in die Kirnitzsch. Seit 1830 wird das Wasser alle 30 Minuten schwallartig über die Sandsteinfelsen geleitet. Nach schweren Schäden durch Starkregen 2021 ist die historische Anlage seit 2024 wieder in Betrieb.

Gipfel 401 m

Hohe Liebe

Die Hohe Liebe ist ein 401 m hoher Tafelberg im Nationalpark Sächsische Schweiz. Der bewaldete Gipfel bietet Ausblicke zu den Affensteinen und Schrammsteinen. Auf dem Gipfel steht ein Bergsteigerehrenmal von 1920.

Ruine

Felsenburg Neurathen

Die Felsenburg Neurathen ist die größte mittelalterliche Felsenburg der Sächsischen Schweiz. Sie thront auf den Basteifelsen oberhalb des Elbtales bei Rathen im Elbsandsteingebirge. Nach ihrer Zerstörung 1469 wurde sie als Freilichtmuseum rekonstruiert.

Nationalpark

Nationalpark Böhmische Schweiz

Der Nationalpark Böhmische Schweiz erstreckt sich über 79 km² im Norden Tschechiens. Mit der Pravčická brána beherbergt er die größte natürliche Sandsteinbrücke Europas. Das Schutzgebiet bildet gemeinsam mit dem deutschen Nationalpark Sächsische Schweiz das Elbsandsteingebirge.

Gipfel 305 m

Bastei

Die Bastei erhebt sich 305 m über der Elbe als markanteste Felsformation der Sächsischen Schweiz. Die Aussichtsplattform mit der berühmten Basteibrücke bietet den klassischen Blick über das Elbtal. Der Zustieg führt von Rathen durch die Schwedenlöcher mit über 700 Steinstufen.

Gipfel

Talwächter

Der Talwächter erhebt sich 50 m hoch oberhalb des Amselsees am Fuß der Honigsteine. Der markante Sandsteinfelsen zählt zu den frühesten bestiegenen Klettergipfeln der Sächsischen Schweiz. Sein L-förmiger Grundriss und die senkrechten Wände prägen die Landschaft des Amselgrunds.

Gipfel 337 m

Neuer Wildenstein

Der Neue Wildenstein ist eine Sandsteinfelsformation im Elbsandsteingebirge nahe Schmilka. Die Ruine einer mittelalterlichen Felsenburg thront auf dem markanten Gipfel. Der Aufstieg erfolgt über die spektakuläre Himmelsleiter mit Metallleitern.

Gipfel

Königsspitze

Die Königsspitze erhebt sich als markanter Sandsteinfels in der Sächsischen Schweiz. Der Gipfel gehört zu den klassischen Kletterzielen des Elbsandsteingebirges. Als Teil der über 150-jährigen sächsischen Klettertradition verkörpert er die Wiege des Freikletterns.

Burg/Schloss 240 m

Festung Königstein

Die Festung Königstein thront auf einem 240 m hohen Sandsteinfelsen über der Elbe. Die historische Bergfestung gilt als eine der größten Europas und bietet Panoramablick über das Elbsandsteingebirge bis zur Böhmischen Schweiz.