Wandern in Georgien | Wildes und ursprüngliches Swanetien
Die Bergriesen des Großen Kaukasus im Blick
Die swanische Bergwelt ist eine der majestätischsten und erhabensten ganz Europas: unberührt vom Massentourismus und in den Höhenlagen von nur wenigen Menschen bewohnt. Auf unserer Wandertour von Mestia nach Ushguli fühlen wir uns ins Mittelalter versetzt und genießen reizvolle Ausblicke auf die Bergriesen des Kaukasus. In den ursprünglichen Dörfern übernachten wir in einfachen Unterkünften und erleben die warmherzige Gastfreundschaft der Einheimischen. Auch die georgische Küche ist die abwechslungsreichste im ganzen Kaukasus! Das Essen ist einfach, aber unglaublich lecker – dafür sorgen die Frauen der Familienclans, die mit vereinten Kräften in der Küche den Kochlöffel schwingen und nicht eher aufhören, bis man die Tischplatte vor lauter Köstlichkeiten kaum noch sieht.
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
00.00 Uhr ist am Flughafen Kutaisi am Ausgang aus dem Sicherheitsbereich
Tourende:
14.00 Uhr ist am Flughafen Kutaisi am Ausgang aus dem Sicherheitsbereich
1. Tag – Flug nach Kutaissi in Georgien
Unser Abflugort ist sicher ungewöhnlich, jedoch von unschätzbarem Vorteil. Mit einem rund vierstündigen Direktflug geht es am Abend von Memmingen (andere Abflugorte auf Anfrage) nach Kutaissi im Herzen Georgiens. Dadurch verkürzen wir die Anreise in die Berge Swanetiens um mehrere Stunden gegenüber dem Flug über Tiflis. Wir landen um Mitternacht und fahren vom Flughafen direkt in unser Hotel.
2. Tag – Fahrt nach Mestia
Nach dem Frühstück erwartet uns bereits unser georgischer Fahrer und mit dem Minibus geht es in Richtung Mestia. Während der langen Fahrt nach Swanetien im südlichen Kaukasus erhalten wir bereits einen Eindruck, was uns in der vor uns liegenden Woche erwarten wird. Nach etwa Hälte der Strecke erreichen wir den aufgestauten Enguri, dessen Ufer wir für etliche Kilometer folgen. Es eröffnen sich dabei immer wieder schöne Aussichten auf den See, eingerahmt von Bergen, die hier bereits gut 2.000 m und höher sind. Am Mittag machen wir eine Pause in einer kleinen Gaststätte nahe der Staumauer, in der wir die warmherzige Gastfreundschaft kennenlernen und einen typisch georgischen Imbiss genießen können. Hier kommen immer wieder unterschiedlichste Menschen zusammen - Einheimische wie Durchreisende und Touristen, und die Atmosphäre ist immer sehr herzlich. Die Straße, die uns weiter nach Mestia führt, wird zunehmend kleiner und wir kommen etwas langsamer voran, erreichen unser Ziel aber am späten Nachmittag. Vor dem Abendessen haben wir noch etwas Zeit, um durch die Ortschaft mit kleinen Geschäften und Cafés zu schlendern, bevor wir die köstliche georgische Küche zum Abendessen genießen.
3. Tag – Wanderung zu den Koruldi-Seen
Heute steht unser erster Wandertag auf dem Programm! Wir starten nach dem Frühstück und es geht in nördlicher Richtung bergauf. Auf dem Weg nach oben eröffnet sich ein immer großartigeres Panorama. Nach Verlassen der Baumgrenze erreichen wir das Mestia Cross auf 2.350 m Höhe. Die Aufstiegsmühen werden belohnt von fantastischen Ausblicken auf Ushba, Banguriani, Daligora und Tetnuldi. Weiter geht es über offenes Gelände bis zu den Koruldi-Seen, in denen sich auf zauberhafte Weise die grandiose Bergwelt spiegelt. Abendessen in einem Restaurant in Mestia und weitere Übernachtung in unserem Hotel.
Auf- und Abstieg:
1200 hm
Gehzeit
7-8 h
4. Tag – Von Mestia über schmale Pfade nach Zabeshi
Nach einem guten Frühstück brechen wir auf Richtung Zabeshi. Zunächst auf einem Feldweg, später auf einem schmalen Bergpfad, erklimmen wir die Höhenmeter des Tages. Oben angekommen, erwartet uns eine riesige Wiese mit tollem Ausblick auf die dahinterliegenden Berge. Von hier laufen wir am Hang entlang durch die Dörfer, bis wir den Fluss und später Zabeshi erreichen. Abendessen und Übernachtung in einem Gästehaus in Zabeshi.
Auf- und Abstieg:
750 hm
Gehzeit
6 h
5. Tag – Über den Höhenweg nach Adishi
Über einen sehr schönen Pfad geht es über blühende Bergwiesen stetig bergauf. Es eröffnen sich immer wieder fantastische Ausblicke auf die mit Schnee bedeckten Gipfel des Kaukasus. Wir durchqueren ein neu erbautes Skigebiet und erreichen einen Höhenweg, von dem aus die Kaukasusriesen ganz nah erscheinen. Ewig könnte man so weiter Wandern, aber irgendwann sind wir in Adishi angekommen und freuen uns dort auf ein köstliches Abendessen. Übernachtung in einem Gästehaus.
Auf- und Abstieg:
1200 hm
Gehzeit
7 h
6. Tag – Mit dem Kaukasus im Blick bis nach Iprali
Nach dem Frühstück folgen wir dem Pfad in das wunderschöne Tal. An diesem Tag erreichen die Ausblicke neue Höhepunkte, da sich hinter den blühenden Hängen der grünen Hügel die schneebedeckten Gipfel der 5.000-er in die Höhe strecken. Auch werden wir heute einen Fluss überqueren – mangels Brücke zu Pferd. Durch weite Rhododendronfelder zieht sich der Weg immer weiter hinauf bis zum Chkhutnieri-Pass, der uns zur wohlverdienten Mittagspause einlädt. Der Ausblick auf den Adishi Gletscher ist unbeschreiblich schön! Danach geht es auf grünen Almen bergab und von dort dem Flusslauf des Khaldechala folgend wieder aus dem Tal hinaus. Khalde ist einer der kleinsten Orte in der Region - bestehend aus nur einem Haus, das Speisen und Getränke bietet. Von dort sind es noch etwa 30 Minuten bis nach Iprali, wo wir in einem Gästehaus zu Abend essen und übernachten.
Auf- und Abstieg:
850 hm
Gehzeit
8 h
7. Tag – Wir erreichen das UNESCO Weltkulturerbe Ushguli
Ushguli galt noch bis vor kurzem als das höchstgelegene dauerhaft bewohnte Dorf Europas. Der Titel wurde ihm von einem Dorf in Tuschetien abgeluchst. Dennoch ist Ushguli vor der Kulisse des höchsten Berges Georgiens, dem Mount Shkhara gelegen, ein ganz besonderer Ort und lädt zum Träumen ein. Seit 1996 gehört Ushguli mit seinen Wehrtürmen zum UNESCO Weltkulturerbe, die wir natürlich besichtigen. Von hier verläuft unser Weg gemütlich entlang des Flusses Enguri Richtung Ushguli. Abendessen und Übernachtung im Hotel.
Auf- und Abstieg:
400 hm
Gehzeit
4 h
8. Tag – Panoramatour zum Gorvashi Pass
Gut gestärkt vom Frühstück steigen wir heute von Ushguli unterhalb der Festung vorbei auf den Gvibari (2.943 m). Hier folgen wir einem herrlichen Panoramaweg weiter über den Gorvashi Pass (2.899 m), der uns immer wieder wunderschöne Ausblicke bietet. Vorbei an einem kleinen See erreichen wir den 3.065 m hohen Mount Rama, einen kleinen Gipfel vor dem Lathpari-Pass. In dieser wunderbaren Umgebung haben wir uns eine feine Mittagsrast verdient, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Am Gvibari vorbei nehmen wir noch einen unbenannten Gipfel mit und steigen schließlich zur Festung und nach Ushguli wieder ab.
Auf- und Abstieg:
1300 hm
Gehzeit
8 h
9. Tag – Wanderung zum Shkhara-Gletscher
Nach den vielen langen Bergtagen steht heute noch einmal eine eher einfache Wanderung auf dem Programm, bei der wir auch ab und zu den Enguri Fluss zu Fuß durchqueren. Am Ende des Hinwegs erwartet uns die phantastische Gletscherwelt am Fuße des Shkhara, dem mit 5.201 m höchsten Berg Georgiens. Nach einem gemütlichen Picknick kehren wir auf dem selben Weg nach Ushguli zurück.
Sind die Bedingungen gut und noch ausreichend Kräfte vorhanden - das entscheiden wir gemeinsam innerhalb der Gruppe, können wir optional auch direkt von Ushguli über einen langen Rücken auf den Chubedishi mit 3.015 m Höhe aufsteigen und somit einen weiteren 3.000er mitnehmen. Die Ausblicke auf die umliegenden, vergletscherten Bergriesen sind phantastisch. Der Abstieg erfolgt in Richtung Shkhara Gletscher und Rückkehr wie oben genannt. Dies ist jedoch eine lange, anstrengende Wanderung mit zusätzlich 1.000 Hm und 4 h Gehzeit.
Auf- und Abstieg:
300 hm
Gehzeit
4 h
10. Tag – Zurück nach Mestia und Stadtbesichtigung
Bevor wir Ushguli verlassen, haben wir noch etwas Zeit für eine kleine Dorfbesichtigung mit Besteigung eines Swanenturms. Im Anschluss bringt uns unser Fahrer über die kleine, ruppige Bergstraße zurück nach Mestia. Am Nachmittag besteht unter Umständen noch die Möglichkeit, das Heimatmuseum in Mestia zu besuchen. Hier erfahren wir Interessantes über die Geschichte und die Kultur der einst so kriegerischen Swanen. Abendessen in einem Restaurant und Übernachtung im Hotel in Mestia.
11. Tag – Rückfahrt nach Kutaissi und Heimflug
Heute heißt es leider Abschied nehmen von Swanetien. Von Mestia fahren wir zurück nach Kutaissi, das wir am frühen Nachmittag rechtzeitig für unseren Heimflug erreichen. Mit vielen wunderbaren Erlebnissen und Erinnerungen im Gepäck werden wir sicher noch lange von dieser Reise zehren!