Klettersteigtouren

Zugspitze über die Wiener Neustädter Hütte

Über den Stopselzieher zur Zugspitze

Über die Wiener Neustädter Hütte und das österreichische Schneekar. Von Garmisch fahren wir mit der Zahnradbahn vorbei am tiefblauen Eibsee bis kurz vor den Beginn des Zugspitztunnels. Von der Station Riffelriss geht es Richtung Westen und über leichte, versicherte Passagen zur wunderschön gelegenen Wiener-Neustädter-Hütte (2.209 m). Nach einer Pause mit Blick auf die Ammergauer Alpen geht es weiter durch das Schneekar zum Einstieg des Stopselzieher Klettersteiges. Ohne große Schwierigkeiten (A / B) zieht der Steig dem Gipfel entgegen. Nach 400 Hm Klettersteig erreichen wir den Gipfel des höchsten Berges Deutschlands und genießen die Aussicht auf die umliegenden Berge und den tiefblauen Eibsee.

Für wen ist die Reise geeignet

Schwierigkeit

2.3

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Für den Klettersteig auf die Zugspitze benötigst Du feste Wanderschuhe oder leichte Bergschuhe. Ideal sind sogenannte Zustiegsschuhe.

Reiseablauf

Tourbeginn:

07.45 Uhr ist am Materiallager der Bergsteigerschule Zugspitze.

Tourende:

17.00 Uhr ist am Materiallager der Bergsteigerschule Zugspitze.

1. Tag – Über den Stopselzieher Klettersteig auf die Zugspitze

Mit der Zahnradbahn geht es bis zur Station Riffelriss. Von dort steigen wir in etwa 2 Stunden zur Hütte auf (teilweise versichert). Von der Hütte (2.209 m) geht es über den ältesten Klettersteig, den Stopselzieher, auf die Zugspitze (2.962 m) hinauf. Der Blick auf die Wiener Neustädter Hütte und den großartigen Felsenkessel ist atemberaubend. Die ersten rund 100 steilen Meter des Klettersteigs sind mit Trittstäben und Stahlseilen versichert. Sie ziehen durch eine Art Kamin (Stopselzieher genannt) und es macht großen Spaß, gut gesichert immer mehr Höhe zu gewinnen. Im weiteren Verlauf durch die breite und sehr zerklüftete Westflanke der Zugspitze gibt es immer mal wieder Stahlseile, richtig steil wird es aber nicht mehr. Dann erreichen wir den Westgrat zur Zugspitze. Durch ihre Südflanke geht es die letzten versicherten Meter zur Bergstation hinauf. Den letzten, kurzen Mini-Klettersteig zum vergoldeten Kreuz von Deutschlands höchstem Berg lassen wir uns natürlich nicht nehmen. Nach 1.420 Hm lassen wir uns auf der Terrasse des Münchner Hauses Radlerhalbe und Apfelschorle schmecken und uns von den mit der Gondel hinaufgefahrenen Tagesgästen bewundern. Ein bisschen Held sein ist erlaubt. Der Abstieg erfolgt mit der Eibseeseilbahn und zurück zum Parkplatz.

Auf- und Abstieg:

1420 hm

Gehzeit

8 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 2.962 m

Zugspitze

Die Zugspitze ist mit 2.962 m der höchste Berg Deutschlands und des Wettersteingebirges. Der Gipfel markiert die Grenze zwischen Bayern und Tirol. Drei Normalwege führen über Höllental, Reintal und das österreichische Schneekar zum Gipfel.

Gipfel 2.628 m

Alpspitze

Die Alpspitze (2.628 m) erhebt sich als pyramidenförmiger Gipfel im Wettersteingebirge. Der markante Berg gilt als Wahrzeichen von Garmisch-Partenkirchen und zählt zu den bekanntesten Berggestalten der Nördlichen Kalkalpen.

Gipfel 2.144 m

Bernadeinkopf

Der Bernadeinkopf erhebt sich auf 2.144 m im Alpspitz-Massiv und bildet einen beliebten Ausbildungsgipfel. Die Nordwand durchzieht der Mauerläufersteig, ein anspruchsvoller Klettersteig der Schwierigkeit D-E.

Gipfel 2.060 m

Osterfelderkopf

Der Osterfelderkopf (2.057 m) ist ein Nebengipfel der Alpspitze im Wettersteingebirge. Die Bergstation der Alpspitzbahn macht ihn zum zentralen Ausgangspunkt für Klettersteige, Skitouren und den Jubiläumsgrat zur Zugspitze. Von der AlpspiX-Plattform reicht der Tiefenblick bis nach Garmisch.

Sonstige

Kreuzeckbahn

Die Kreuzeckbahn erschließt das Kreuzeck im Wettersteingebirge oberhalb von Garmisch-Partenkirchen. Die Luftseilbahn führt zum Kreuzeckhaus auf 1.652 m und dient als Aufstiegshilfe für alpine Touren. Von der Bergstation erreicht man die Alpspitze und weitere Gipfel des Wettersteins.

Sonstige

Alpspitzbahn

Die Alpspitzbahn ist eine Pendelbahn mit zwei 80-Personen-Kabinen von 748 m auf 2.033 m zum Osterfelderkopf. Sie erschließt das Skigebiet Garmisch Classic und bietet Zugang zu Wanderwegen, Klettersteigen und der Aussichtsplattform AlpspiX.

Stadt 708 m

Garmisch-Partenkirchen

Garmisch-Partenkirchen liegt auf 708 m im Wettersteingebirge zwischen Zugspitze und Alpspitze. Der Markt entstand 1935 aus den Gemeinden Garmisch und Partenkirchen. Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1936 und wichtigster Stützpunkt für Touren im Werdenfelser Land.

Sattel 2.024 m

Gatterl

Das Gatterl liegt auf 2.024 m zwischen den Gatterlköpfen und dem Hochwanner im Wettersteinkamm. Der Pass bildet die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Er dient als wichtiger Übergang auf dem weniger begangenen Zugspitzweg von der österreichischen Seite.

Sattel 2.045 m

Feldernjöchl

Das Feldernjöchl liegt auf 2.045 m an der deutsch-österreichischen Grenze im Wettersteingebirge. Der Pass verbindet die Ehrwalder Alm mit dem Zugspitzplatt und der Knorrhütte. Eine drahtseilgesicherte Passage am Gatterl erfordert Trittsicherheit.

Sattel 1.750 m

Hupfleitenjoch

Das Hupfleitenjoch liegt auf 1.750 m im Wettersteingebirge und verbindet das Höllental mit der Kreuzeckbahn-Bergstation. Der Pass ist zentraler Punkt des historischen Knappensteigs, eines alten Minenwegs mit unbewirtschafteten Knappenhäusern. Vom Joch bietet sich ein direkter Blick ins Höllental und zur Zugspitze.

Gipfel 1.924 m

Stuibenkopf

Der Stuibenkopf erhebt sich auf 1.924 m im Wettersteingebirge nahe Garmisch-Partenkirchen. Der Berg gilt als idealer Ausbildungsgipfel für Bergwandern und Skitouren. Vom Gipfel reicht der Blick über das Reintal zum Wettersteingrat.

Sonstige

Ehrwald

Ehrwald liegt am Fuß des Wettersteingebirges mit der Zugspitze. Der österreichische Ort am Lermooser Moos ist zentraler Ausgangspunkt für Bergwanderungen und Hochtouren. Die Tiroler Zugspitzbahn erschließt das hochalpine Gelände.