Stützpunkt am Eigergletscher
Die Schreckhornhütte liegt auf 2.530 m Höhe am unteren Grindelwaldgletscher in den Berner Alpen. Der SAC-Stützpunkt thront in exponierter Lage zwischen den gewaltigen Viertausendern Schreckhorn und Lauteraarhorn – eine moderne Berghütte inmitten der hochalpinen Gletscherwelt. Als wichtiger Ausgangspunkt für anspruchsvolle Hochtouren zählt sie zu den bedeutenden Hütten im zentralen Berner Oberland.
Die Schreckhornhütte wurde 1980/81 als Ersatz für die durch Lawine beschädigte Strahlegghütte erbaut. Ihre Vorgängerbauten – die Schwarzegghütte von 1877 und die Strahlegghütte von 1910 – dokumentieren die lange alpine Tradition dieses exponierten Standorts, während der moderne Bau heute als zentraler Stützpunkt für die Besteigung der umliegenden Viertausender dient.
Übernachten auf der Schreckhornhütte
Die Berghütte bietet 56 Schlafplätze und ist als SAC-Hütte bestens für Hochtourengeher ausgestattet. Von hier starten geführte Touren auf das Schreckhorn (4.078 m) und den Eiger (3.967 m) – zwei der anspruchsvollsten Gipfelziele der Berner Alpen. Auch die Fiescherhörner (4.049 m) und das Lauteraarhorn (4.042 m) gehören zu den klassischen Tourenzielen ab diesem Stützpunkt.
Zustieg zur Schreckhornhütte
Von Grindelwald führt der Hauptzustieg in ca. 5½ Stunden zur Hütte, wobei der Aufstieg über die Pfingstegg die Gehzeit auf etwa 4½ Stunden verkürzt. Übergänge bestehen zur Lauteraarhütte über den Strahleggpass, zur Glecksteinhütte über die Gwächta oder das Kleine Schreckhorn sowie zur Mittellegihütte über Zäsenberg und Ischmeer.
Gut zu wissen:
Die exponierte Lage am Gletscher erfordert bereits für den Zustieg Gletschererfahrung und entsprechende Ausrüstung. Etwa 7 km südöstlich von Grindelwald gelegen, ist die Schreckhornhütte während der Hochtourensaison von Juni bis September bewirtschaftet. Die moderne Infrastruktur macht sie zu einem komfortablen Ausgangspunkt für mehrtägige Hochtouren in diesem zentralen Teil der Berner Alpen.