Stützpunkt in der Bernina Gruppe
Das Rifugio Marinelli Bombardieri thront auf 2.813 m Höhe im Herzen der italienischen Bernina-Alpen. Umgeben von gewaltigen Gletschern und den höchsten Gipfeln der Ostalpen, bildet die Hütte einen wichtigen Stützpunkt für anspruchsvolle Skitouren. Der markante Steinbau fügt sich harmonisch in die hochalpine Landschaft zwischen Pizzo Bernina und Piz Roseg ein.
Das Rifugio Marinelli Bombardieri gehört zu den traditionsreichsten Schutzhütten der Rätischen Alpen und wurde bereits 1880 als Rifugio Scerscen erbaut. Der Bau erhielt 1882 seinen heutigen Namen nach dem Alpinisten Damiano Marinelli – 1957 kam die Erweiterung um Luigi Bombardieri hinzu. Die exponierte Lage macht die Hütte zum zentralen Ausgangspunkt für die Skitourenwoche Bernina mit Besteigung des Piz Palü, wobei Gletscherbegehung und der sichere Umgang mit Steigeisen im Mittelpunkt stehen.
Übernachten auf dem Rifugio Marinelli Bombardieri
Die vom CAI Sezione Valtellinese betriebene Berghütte bietet 160 Schlafplätze in mehreren Lagern, während die solide Steinbauweise vor den rauen Witterungsbedingungen in dieser Höhenlage schützt. Von den Fenstern des Speisesaals eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf die vergletscherte Bernina-Gruppe mit dem 4.049 m hohen Pizzo Bernina als dominierendem Gipfel.
Zustieg zum Rifugio Marinelli Bombardieri
Der Hauptzustieg erfolgt von Campo Moro auf 1.970 m Höhe in ca. 3,5 Stunden über einen markierten Bergweg, der durch das Val Scerscen entlang des gleichnamigen Baches stetig aufwärts führt. Im oberen Teil quert der Weg Moränen und Geröllfelder, wobei Trittsicherheit gefordert ist. Weitere Übergänge verbinden mit dem Rifugio Marco e Rosa (3 h 30 min) oder dem Rifugio Roberto Bignami (2 h).
Gut zu wissen:
Das Rifugio Marinelli Bombardieri öffnet zweimal jährlich: Im April speziell für Skitouren sowie von Ende Juni bis Mitte September für die Hochtourensaison. Neben dem Pizzo Bernina locken weitere Gipfelziele wie der Piz Roseg (3.937 m) oder die Punta Marinelli (3.182 m) – die Hütte dient als wichtiger Stützpunkt für geführte Skitouren durch die Bernina-Alpen. Dabei werden Lawinenkunde und Aufstiegstechnik vermittelt.