Wolkenhaus am Fuße des Piz Bernina
Die Marco e Rosa Hütte thront auf 3.597 m Höhe an der Forcola di Cresta Guzza in den Bernina-Alpen. Als höchstgelegener Stützpunkt der Lombardei bietet das Rifugio einen spektakulären Ausgangspunkt für Besteigungen des Piz Bernina – dem einzigen Viertausender der Ostalpen. Die exponierte Lage zwischen gewaltigen Gletscherströmen macht die Hütte zum idealen Basislager für anspruchsvolle Hochtouren.
Die Marco e Rosa Hütte gilt als Schlüsselstelle für die klassischen Hochtouren in der Bernina-Gruppe und bietet direkten Zugang zu den bedeutendsten Gipfeln der Region. Der Piz Bernina (4.050 m) mit seinem berühmten Biancograt, der Piz Palü (3.901 m) und der Piz Roseg (3.936 m) liegen in unmittelbarer Reichweite dieser modernen Schutzhütte. Nach umfassender Sanierung wurde das Rifugio 2003 neu eingeweiht und bietet heute zeitgemäßen Komfort in extremer Höhenlage.
Übernachten auf der Marco e Rosa Hütte
Das Rifugio verfügt über 48 Schlafplätze in der Haupthütte, während der ganzjährig zugängliche Winterraum – die ursprüngliche Hütte von 1913 – zusätzlich 38 Plätze bietet. Eine Photovoltaikanlage sorgt für die Stromversorgung, und trotz der exponierten Lage besteht guter Handyempfang. Während der Sommersaison betreibt die CAI-Sektion Valtellinese aus Sondrio diese hochalpine Unterkunft.
Zustieg zur Marco e Rosa Hütte
Der Hauptzustieg erfolgt von der Bergstation Diavolezza in ca. 4–5 Stunden über den Persgletscher, während eine alternative Route vom Bahnhof Morteratsch in etwa 5 Stunden zur Hütte führt. Ein anspruchsvoller Übergang verbindet das Rifugio mit der benachbarten Marinelli Bombardieri Hütte über die Vedretta di Scerscen superiore – dieser Weg führt durch ausgestattete Felswände mit Fixseilen und erfordert alpine Erfahrung.
Gut zu wissen:
Den Namen trägt die Hütte nach ihren Erbauern Marco De Marchi und Rosa Curioni, die 1913 den ersten Stützpunkt an dieser Stelle errichteten. Als Ausgangspunkt für geführte Hochtouren-Wochen und Skitouren-Durchquerungen spielt die Marco e Rosa Hütte eine zentrale Rolle im alpinen Tourenprogramm der Bernina-Gruppe. Die Schweizer Grenze verläuft nur wenige hundert Meter nördlich der Hütte und macht sie zu einem internationalen Knotenpunkt des Alpinismus.