Stützpunkt an der "Ötzi" Fundstelle
Die Similaunhütte thront auf 3.019 m Höhe in den Ötztaler Alpen, direkt an der österreichisch-italienischen Grenze. Der hochalpine Stützpunkt liegt nur wenige Gehminuten vom Niederjoch entfernt – jenem historischen Übergang, der seit Jahrtausenden Schnalstal und Ötztal verbindet. Die exponierte Lage macht die Hütte zum idealen Ausgangspunkt für Gletschertouren auf die umliegenden Dreitausender.
Übernachten auf der Similaunhütte
Die Similaunhütte bietet Bergsteigern komfortable Schlafplätze in hochalpiner Umgebung – nach anstrengenden Gletschertouren können sich Hochtourengeher hier bei traditioneller Tiroler Küche stärken. Die 1899 erbaute und 2013 wesentlich erweiterte Hütte verfügt über moderne sanitäre Anlagen, was bei dieser Höhenlage keine Selbstverständlichkeit darstellt. Eine Materialseilbahn ermöglicht den Rucksacktransport vom Tal zur Hütte und wird besonders bei mehrtägigen Hochtouren geschätzt.
Zustieg zur Similaunhütte
Der Hauptzustieg erfolgt von Vent über die Martin-Busch-Hütte in ca. 4½ Stunden, während ein Alternativweg vom Vernagtstausee im Schnalstal in etwa 4 Stunden zur Hütte führt. Beide Anstiege verlaufen über vergletschertes Gelände und erfordern entsprechende Ausrüstung mit Steigeisen und Seil. Die Similaunhütte liegt an mehreren Hüttenverbindungen, wobei das Hochjochhospiz und die Schöne-Aussicht-Hütte jeweils in etwa 4 Stunden erreichbar sind.
Gut zu wissen:
Unweit der Hütte befindet sich das Tisenjoch, wo 1991 die berühmte Gletschermumie Ötzi gefunden wurde. Als Ausgangspunkt für Hochtouren dient die Similaunhütte für Besteigungen des Similaun (3.597 m), der Fineilspitze (3.516 m) und des Hauslabkogel (3.403 m). Der traditionelle Schafübertrieb vom Schnalstal ins Ötztal führt noch heute über das nahegelegene Niederjoch und zeugt von jahrtausendealter Almwirtschaft in den Ötztaler Alpen.