Schutzhütte am Bettlerjoch in Liechtenstein
Die Pfälzerhütte thront auf 2.108 m am Bettlerjoch direkt an der österreichisch-liechtensteinischen Staatsgrenze. Als höchstgelegene Schutzhütte des Fürstentums Liechtenstein bildet sie einen wichtigen Stützpunkt im zentralen Rätikon. Von hier eröffnen sich beeindruckende Ausblicke auf die markanten Kalktürme der Kirchlispitzen und die schroffen Grate des Naafkopfs.
Die Pfälzerhütte liegt strategisch günstig am Zentralalpenweg und verbindet die Bergwelt Liechtensteins mit den österreichischen Nachbarregionen. Der markante Bau mit seinem charakteristischen Satteldach wurde 1928 nach einem Architekturwettbewerb eröffnet – ursprünglich von pfälzischen Sektionen erbaut, gehört die Hütte seit 1950 dem Liechtensteiner Alpenverein. Die exponierte Lage am Bettlerjoch macht sie zu einem beliebten Etappenziel für mehrtägige Wanderungen durch das Fürstentum.
Übernachten auf der Pfälzerhütte
Die Berghütte bietet insgesamt 80 Schlafplätze und verfügt über eine gemütliche Gaststube mit 60 Plätzen sowie einen separaten Gruppenraum für 20 bis 25 Personen. Im Nebengebäude "Adler" steht ein Winterraum mit 17 Plätzen zur Verfügung, der ohne Schlüssel zugänglich ist. Zusätzlich punktet die Pfälzerhütte mit einem hauseigenen Klettergarten im Schwierigkeitsbereich 3. bis 7. UIAA.
Zustieg zur Pfälzerhütte
Der kürzeste Anstieg erfolgt ab Malbun (1.600 m) in etwa 1,5 Stunden über einen gut markierten Bergweg, während von der Bergstation Malbun-Sareis ein zweistündiger Weg zur Hütte führt. Von österreichischer Seite erreicht man die Schutzhütte über den Nenzinger Himmel in 2,5 Stunden oder ab Nenzing über das gesamte Tal in etwa 5 Stunden. Ein weiterer Zustieg führt von Steg über die Alp Valüna und Alp Gritsch in 2,5 Stunden hinauf.
Gut zu wissen:
Von der Pfälzerhütte lassen sich mehrere Gipfel in kurzer Zeit erreichen: der Gorfion (2.308 m) in 40 Minuten, der Augstenberg (2.359 m) in 45 Minuten und der Naafkopf (2.571 m) in 1 Stunde 15 Minuten. Über markierte Höhenwege verbindet sich die Hütte mit der Mannheimer Hütte (4,5 Stunden), der Schesaplanahütte (3,5 Stunden) und der Enderlinhütte. Als Motiv einer deutsch-liechtensteinischen Briefmarken-Gemeinschaftsausgabe von 2012 genießt die Berghütte sogar philatelistische Berühmtheit.