Gelegen am höchsten Berg des Verwall
Die Edmund-Graf-Hütte thront auf 2.375 m Höhe am oberen Kapplerboden in der Verwallgruppe. Als eine der ältesten Berghütten der Region – erbaut bereits 1884/85 – dient sie als wichtiger Stützpunkt für die Besteigung des Hohen Rifflers, des mit 3.168 m höchsten Gipfels im Verwall.
Die Edmund-Graf-Hütte liegt strategisch günstig für Bergtouren in der weitgehend ursprünglichen Verwallgruppe zwischen Montafon und Paznaun. Der Hohe Riffler als Hauptziel lockt ambitionierte Bergsteiger – von der Hütte erreicht man den Gipfel in etwa zwei Stunden. Weitere lohnende Gipfelziele sind das Blankahorn (3.129 m) und die Kapplerjochspitze (2.835 m), die beide in rund zweieinhalb Stunden erreichbar sind. Die Hütte fungiert zudem als wichtige Station auf der beliebten Verwallrunde, einer sechstägigen Bergwanderung durch die gesamte Gebirgsgruppe.
Übernachten auf der Edmund-Graf-Hütte
Die historische Berghütte bietet Übernachtungsmöglichkeiten für Bergsteiger und Wanderer. Nach mehreren Erweiterungen in den Jahren 1925, 1972/73 und 1991/92 verfügt die Edmund-Graf-Hütte heute über zeitgemäße Ausstattung, wobei der alpine Charakter bewahrt wurde. Die exponierte Lage auf dem oberen Kapplerboden garantiert eindrucksvolle Ausblicke auf die umliegende Bergwelt der Verwallgruppe.
Zustieg zur Edmund-Graf-Hütte
Der Hauptzustieg erfolgt von Pettneu am Arlberg in ca. 3 Stunden. Alternative Zugänge führen von Kappl über das Kappler Joch in 5 Stunden oder über die Schmalzgrubenscharte in 5½ Stunden zur Hütte. Ein beliebter Übergang verbindet die Edmund-Graf-Hütte mit der Niederelbehütte (2.310 m) über den Rifflerweg und Kieler Weg in etwa 4½ Stunden.
Gut zu wissen:
Die Hütte trägt den Namen von Edmund Graf, dem ehemaligen Vizepräsidenten der Sektion TK Innsbruck, der 1886 in den Sarntaler Alpen tödlich verunglückte. Als eine der ersten Schutzhütten der Verwallgruppe spielte sie eine wichtige Rolle bei der alpinistischen Erschließung der Region. Die Sektion TK Innsbruck betreibt die Hütte bis heute.