Land

Kenia

🇰🇪

Kenia liegt in Ostafrika, eingefasst von Somalia im Osten, Äthiopien im Norden, Uganda und dem Victoriasee im Westen sowie Tansania im Südwesten. Der Indische Ozean bildet die südöstliche Grenze des 580.367 km² großen Landes. Das zentrale Hochland erhebt sich auf 1.500 bis über 5.000 m und wird vom Großen Afrikanischen Grabenbruch durchzogen. Der höchste Punkt ist der Batian-Gipfel des Mount Kenya mit 5.199 m — der tiefste Punkt liegt auf Meereshöhe an der Swahili-Küste. Das Hochland beherbergt schneebedeckte Gipfel, dichte Bergwälder und weitläufige Savannen in enger landschaftlicher Nachbarschaft.

Kenia ist eine präsidiale Republik mit etwa 53,3 Millionen Einwohnern. Die Hauptstadt Nairobi ist politisches und wirtschaftliches Zentrum des Landes. Die Bevölkerung umfasst eine ausgeprägte ethnische Vielfalt, zu den größten Gruppen zählen Kikuyu, Luo und Kamba. Amtssprachen sind Suaheli und Englisch; daneben sind regionale Sprachen wie Kikuyu, Kalenjin und Luhya weit verbreitet. Das Christentum ist die verbreitetste Religion, der Islam die zweitgrößte. Der Mount Kenya war den Kikuyu, Embu und Meru seit Jahrhunderten als heiliger Berg bekannt — sie nannten ihn 'Kĩrĩma Kĩrĩnyaga', Berg mit Helligkeit. Johann Ludwig Krapf war im 19. Jahrhundert der erste Europäer, der den Gipfel erblickte. Ab den 1960er Jahren entwickelte sich der Mount Kenya zum international frequentierten Bergsteigerziel.

Bekannte Ziele und Gipfel in Kenia
Mugi Hill 3.541 m
Amboseli National Park
Point Lenana 4.985 m
Mount Kenya 5.199 m
Lake Ellis
Währung
Kenia-Schilling
Amtssprachen
Englisch, Kikuyu, Oromo, Somali, Suaheli
Zeitzone
UTC+03:00
Sommerzeitregel
Keine Sommerzeit (Ganzjährig gleicher UTC-Offset)
Einreise
Reisepass + ESTA/eTA

Einreise & Aufenthalt

Quelle: Auswärtiges Amt
Einreise Hinweise

letzte Aktualisierung: 05.06.26 12:07 Uhr durch das Auswärtiges Amt

Einreise-Stufe: Reisepass + ESTA/eTA
Mindestgültigkeit Ausweisdokument: 6 Monate (ab Einreise)
Quelle: Auswärtiges Amt

Vollständiger Text vom Auswärtigen Amt

Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
- Reisepass: Ja
- Vorläufiger Reisepass: Ja
- Personalausweis: Nein
- Vorläufiger Personalausweis: Nein
- Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate über das Aufenthaltsende hinaus gültig sein. Die Vorlage eines Rück- oder Weiterreisetickets ist notwendig. Vor Einreise ist eine elektronische Einreisegenehmigung „eTA“ notwendig, siehe eTA.
Aus Uganda, Tansania und der Demokratischen Republik Kongo ankommende Reisende werden am Internationalen Flughafen Nairobi (Jomo Kenyatta International Airport) sowie am Internationalen Flughafen Mombasa (Moi International Airport) bei Einreise im Rahmen eines Ebola-Screenings per Ganzkörper-Temperaturmesser auf Infektionszeichen untersucht. Bei Feststellung einer erhöhten Körpertemperatur findet eine medizinische Anamnese und Untersuchung statt.
Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab.
eTA
Alle Reisenden benötigen eine „Electronic Travel Authorization“ (sogenannte „eTA“) zur Einreise nach Kenia; Informationen zu Ausnahmen bietet die eTA-Webseite). Die Beantragung erfolgt online und kann frühestens drei Monate vor Abreise eingereicht werden; spätestens jedoch 72 Stunden vor Abreise. Die „eTA“ berechtigt nicht automatisch zur Einreise – dies liegt im Ermessen der Grenzbeamten bei der Einreise. Weitere Informationen in deutscher Sprache bietet die Kenianische Botschaft.
- Bitte beachten Sie die rechtzeitige Beantragung der „eTA“. Weitere Hinweise erteilen die kenianischen Behörden.
Visum
Seit Einführung der elektronischen Einreisegenehmigung „eTA“ ist kein Visum zur Einreise nach Kenia mehr erforderlich.
Bereits erteilte (E-)Visa behalten ihre Gültigkeit bis zum Abschluss der Reise.
East African Tourist Visa
Es besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit ein East African Visa, gültig zur mehrfachen Einreise für die Länder Kenia, Uganda und Ruanda über das elektronische Visasystem zu beantragen. Die Kosten betragen 100 USD.
Bei Weiterreise in eines der Nachbarländer mit anschließender Wiedereinreise nach Kenia, besteht die Möglichkeit ein Visum zur mehrfachen Einreise zu beantragen.
Arbeitsaufnahme
Eine Arbeitsgenehmigung ist regelmäßig erforderlich, auch bei Tätigkeiten in sozialen Einrichtungen oder bei Nichtregierungsorganisation und Praktika. Weitere Informationen bietet das kenianische State Department for Immigration Services.
- Informieren Sie sich so umfassend wie möglich über die fragliche Institution bzw. über eine deutsche Partnerinstitution.
- Thematisieren Sie dabei auch die Sicherheit der Unterbringung. Zum Teil wird für die Mitarbeit ein nicht unerheblicher finanzieller Beitrag erhoben.
Minderjährige
Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise Minderjähriger bekannt. Das Mitführen einer englischsprachigen, von den Erziehungsberechtigten unterschriebenen, beglaubigten Einverständniserklärung wird empfohlen.
- Beachten Sie ggf. die Hinweise für eine Einverständniserklärung für Minderjährige.
Einfuhrbestimmungen
Bargeld und Zahlungsmittel müssen bei Beträgen über 10.000 USD deklariert werden. Wertvolle elektronische Geräte sind ebenfalls bei der Einreise zu deklarieren.
Die Einfuhr von Waffen (einschließlich Gas-/Schreckschusspistolen, Tränengas u.a. in Deutschland frei verkäufliche Waffen zur Selbstverteidigung), Drogen aller Art sowie jeder Art pornographischen Materials ist strikt verboten.
Da die meisten exotischen Tier- und Pflanzenarten geschützt sind, sind der Besitz und damit auch die Ausfuhr entsprechender Souvenirs verboten und werden mit hohen Geld- oder Haftstrafen geahndet, siehe Reiseinfos – Rechtliche Besonderheiten.
Weitere Informationen bietet die FAQ der Kenya Revenue Authority (KRA).
Tiere
Für die Einfuhr von Katzen und Hunden stellt die Botschaft von Kenia in Berlin gegen Vorlage des EU-Heimtierausweises, eines aktuellen tierärztlichen Gesundheitszeugnisses und einer Gebühr eine Einfuhrerlaubnis aus.
- Informieren Sie sich daher rechtzeitig vor Ihrer Ausreise bei der kenianischen Botschaft hierzu.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Gesundheitliche Empfehlungen
Pflichtimpfung bei Einreise
Keine
Empfohlene Impfungen
Hepatitis A Hepatitis B Typhus Tollwut Gelbfieber Meningokokken Cholera Polio Masern Dengue-Fieber
Quelle: Auswärtiges Amt
Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
Impfschutz
Pflichtimpfungen:
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist für alle Personen ab dem Alter von 12 Monaten eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Reiseimpfungen:
Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Bei Reisen nur in die North Eastern Province, nach Kilifi, Kwale, Lamu, Malindi und Tanariver in der Coastal Province sowie nach Nairobi und Mombasa ist eine Gelbfieberimpfung nicht allgemein empfohlen, kann aber dennoch sinnvoll sein. Im übrigen Land besteht eine allgemeine Empfehlung zur Gelbfieberimpfung. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunya- und Denguefieber, Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Cholera-Impfung ist in der Regel nicht notwendig.
Standardimpfungen:
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Aufgrund wiederholter Ausbrüche sollte insbesondere ein adäquater Impfschutz für Masern sichergestellt werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Kenia ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Außerhalb des großen Zentrums in Nairobi fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung sind in den großen staatlichen Krankenhäusern sowie einigen Privatkliniken gewährleistet. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen insbesondere auf dem sonstigen Markt vor.
- Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
- Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen.
- Schließen Sie eine medizinische Evakuierungsversicherung ab, z. B. bei AMREF-Flying Doctors.
Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen
Gelbfieber und Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Der Anteil an der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko ist regional unterschiedlich:
- Ganzjährig hohes Risiko: im ganzen Land unterhalb von 2.500 Hm
- Malariafrei: Nairobi (Stadtzentrum), Höhenlagen oberhalb von 2.500 Hm
Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die ganzjährig auftreten können: Chikungunya-Fieber, Denguefieber, Leishmaniasis, lymphatische Filariosen, Rift-Valley-Fieber, West-Nil-Fieber und Zikavirus-Infektionen. In Nairobi ist das Risiko für diese Erkrankungen allgemein nur minimal.
- Schützen Sie sich tagsüber, in der Dämmerung und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
- Es gibt Impfungen gegen Gelbfieber, Denguefieber und Chikungunya-Fieber. Lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten.
- Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
Die in Kenia vorkommende Erkrankung Krim-Kongo-Fieber wird durch Zecken übertragen. Durch Zecken kann Afrikanisches Zeckenbissfieber, eine Rickettsiose, übertragen werden.
- Schützen Sie sich bei Aufenthalten im Freien vor Zecken. Suchen Sie Ihren Körper nach dem Aufenthalt im Freien sorgfältig ab, siehe Schutz vor Insekten.
Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E), Shigellose und Typhus treten auch bei Reisenden auf. In Kenia wurde Poliomyelitis (cVDPV2) nachgewiesen.
- Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
- Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis A- und Typhus-Impfung beraten.
- Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis sicher. Es wird eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die letzte Impfung vor mehr als 10 Jahren verabreicht wurde, siehe Poliomyelitis-Impfung.
- Lassen sich hinsichtlich einer Cholera-Impfung beraten, falls Sie längerfristig in Choleraepidemiegebieten z.B. als medizinisches Personal oder in der Katastrophenhilfe tätig sind.
Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen
In Kenia besteht ein Risiko für Erkrankungen wie Meningokokken-Erkrankungen und Tuberkulose. Diese werden durch den engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen. Die höchsten Erkrankungszahlen von Meningokokken-Erkrankungen treten in der Trockenzeit von Dezember bis März und von Juni bis Oktober auf.
- Halten Sie sich grundsätzlich von krank wirkenden Personen fern. Besuchen Sie keine Beerdigungen oder Krankenhäuser.
- Beachten Sie lokale Warnungen.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Meningokokken ACWY-Impfung ärztlich beraten.
HIV-Infektionen, Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
- Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Hepatitis B-Impfung ärztlich beraten.
Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen
Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. Rift-Valley-Fieber wird u.a. durch den Kontakt mit Schlacht- und Milchprodukten infizierter Tiere übertragen. Bei Milzbrand handelt sich um eine bakterielle Infektion, die durch Kontakt mit erkrankten Huftieren (vor allem Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen ,Pferde und Wildtiere sowie deren Kadaver) übertragen werden kann. MERS wird nach derzeitigem Wissensstand über Kamele übertragen. In Kenia leben eine Reihe gefährlicher, teils nachtaktiver Giftschlangen, giftiger Spinnen und Skorpione. Daneben kommen auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung wie z. B. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen oder Hundertfüßler vor.
- Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Tieren und deren Ausscheidungen.
- Sollten Sie von einem Hund oder von einem anderen giftigen Tier gebissen werden, begeben Sie sich umgehend in ärztliche Betreuung. Gegengifte sind nur begrenzt erhältlich.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Tollwutimpfung beraten. Beachten Sie, dass Tollwutimpfstoffe, insbesondere aber Immunglobuline nicht oder nur sehr begrenzt im Land erhältlich sind.
- Vermeiden Sie den Verzehr von Fleischgerichten unklaren Ursprungs und rohen tierischen Produkten.
- Beachten Sie bei Schlangenbissen die Hinweise, siehe Erste Hilfe bei Schlangenbissen.
Weitere Gesundheitsgefahren
Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden kann. Auch in fließenden Gewässern kann Schistosomiasis übertragen werden.
- Sehen Sie vom Baden und Schwimmen in Binnengewässern ab.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Abgase desolater Fahrzeuge und Rauchentwicklung durch Verbrennung von Garten- und Plastikmüll treten im ganzen Land auf.
- Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z.B. über den World Air Quality Index.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
- Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmaßnahmen.
Reisen ans Meer können mit besonderen Gefahren verbunden sein. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen wie z.B. Wurminfektionen.
- Beachten Sie Warnungen lokaler Behörden.
- Meiden Sie Strände, die auch von Tieren genutzt werden.
- Machen Sie sich vor einem Tauchurlaub mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut und lassen Sie sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen. Beachten Sie unsere Informationen zum Tauchen.
Reisen in große Höhe können mit besonderen Gefahren verbunden sein.
- Beachten Sie vor geplanten Aufstiegen auf den Mount Kenya unsere Informationen zur Höhenkrankheit.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Zoll Hinweise
Quelle: Auswärtiges Amt
Bargeld und Zahlungsmittel müssen bei Beträgen über 10.000 USD deklariert werden. Wertvolle elektronische Geräte sind ebenfalls bei der Einreise zu deklarieren.
Die Einfuhr von Waffen (einschließlich Gas-/Schreckschusspistolen, Tränengas u.a. in Deutschland frei verkäufliche Waffen zur Selbstverteidigung), Drogen aller Art sowie jeder Art pornographischen Materials ist strikt verboten.
Da die meisten exotischen Tier- und Pflanzenarten geschützt sind, sind der Besitz und damit auch die Ausfuhr entsprechender Souvenirs verboten und werden mit hohen Geld- oder Haftstrafen geahndet, siehe Reiseinfos – Rechtliche Besonderheiten.
Weitere Informationen bietet die FAQ der Kenya Revenue Authority (KRA).

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Offizielle Reisehinweise

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Schweiz
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Italien
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Deutschland
Auswärtiges Amt

Weiteres zum Reiseland Kenia

Neben den geographischen und alpinistischen Grunddaten gibt es praktische Aspekte, die das Bild Kenias als Reiseland abrunden: die politische Lage im Land und in der Region, Zahlungsmittel im Trek, Naturgefahren wie Regenzeiten, Erdrutsche und Wildtierbegegnungen. Vieles davon ist in jeder Bergregion anders gelagert: In den abgelegenen Trekking-Gebieten dominiert Bargeld, Geldautomaten sind rar, und die zweiteilige Regenzeit beeinflusst Wegeverhältnisse und Flussüberquerungen erheblich. Gesundheitsthemen wie Malaria, Höhenkrankheit und Trinkwasser sowie Einreiseformalitäten runden die Vorbereitung ab. Die folgenden Hinweise fassen den aktuellen Stand zusammen — direkt aus den offiziellen Reise- und Sicherheitsinformationen des Auswärtigen Amtes.

Aktuelles
Quelle: Auswärtiges Amt
Krise im Nahen und Mittleren Osten
Die Krise im Nahen und Mittleren Osten hat auch Auswirkungen auf die Versorgungslage in Kenia. Es kommt vermehrt zu Versorgungsengpässen und Wartezeiten an Tankstellen. In ländlicheren Gebieten werden Tankstellen teilweise nicht mehr mit Kraftstoff beliefert. Weitere, auch kurzfristige Einschränkungen, z.B. bei Lebensmitteln und im Flugverkehr, können nicht ausgeschlossen werden.
- Kontaktieren Sie vor Reiseantritt Ihre Fluggesellschaft/Ihren Reiseveranstalter und stellen Sie sicher, dass Ihr Flug wie vorgesehen stattfindet.
- Achten Sie vorsorglich auf eine ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Kraftstoff, Powerbanks, etc.) für einige Tage.
- Führen Sie einen ausreichenden Vorrat notwendiger Medikamente bei sich, falls die Rückreise nicht wie geplant stattfinden kann.
- Achten Sie darauf, Ihr Fahrzeug weitestgehend vollgetankt zu halten; führen Sie insbesondere bei Überlandfahrten ausreichend zusätzlichen Treibstoff mit sich.
- Bleiben Sie stets aufmerksam und achten Sie auf Ihre persönliche Krisenvorsorge.
Gefahr terroristischer Anschläge
Vor dem Hintergrund des Konflikts im Nahen Osten und angesichts der ohnehin vorhandenen Gefahr terroristischer Anschläge in der Region Ostafrika wird zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.
- Beachten Sie den Sicherheitshinweis und insbesondere die Empfehlungen im Kapitel Sicherheit - Terrorismus.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Sicherheit
Quelle: Auswärtiges Amt
Von Reisen in die Countys Baringo, West Pokot, und Turkana der North-Rift-Region wird derzeit dringend abgeraten.
Von Reisen in das Grenzgebiet zu Somalia (ca. 100 km Entfernung zur Grenze), einschließlich der Provinz Lamu, wird dringend abgeraten.
Von nicht notwendigen Reisen nach Lamu Island und Manda Island wird abgeraten.
Bei Reisen in die erweiterte North-Rift-Region (Elgeyo Marakwet, Samburu sowie im Dreiländereck von Laikipia, Meru und Isiolo) wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Terrorismus
In Kenia besteht eine erhöhte Gefahr terroristischer Anschläge. Die somalische Al-Shabaab-Terrororganisation droht weiterhin mit Anschlägen in Kenia.
Mehrere Anschläge in der Vergangenheit und eine Reihe vereitelter Anschläge haben die Entschlossenheit der Terroristen unter Beweis gestellt. Regierungsgebäude, Hotels, Bars und Restaurants, Einkaufszentren, kirchliche Einrichtungen, öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Kleinbusse, Fähren, Flughäfen und andere stark frequentierte Einrichtungen zählen zu den Orten mit erhöhter Gefährdung.
Von Besuchen des Grenzgebietes zu Somalia im Nordosten Kenias, einschließlich der Provinz Lamu, wird wegen terroristischer Aktivitäten dringend abgeraten.
Lamu Island und Manda Island sind bislang nicht Ziel von Anschlägen geworden. Es gibt jedoch ein verstärktes Aufkommen aktiver terroristischer Zellen, die bis in die Nähe des Archipels vordringen.
Bei Aufenthalten und Reisen in abgelegene Orte oder Nebenstrecken der Küstenregion besteht ein erhöhtes Entführungs- und Anschlagsrisiko.
- Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
- Meiden Sie möglichst größere Menschenansammlungen.
- Vermeiden Sie unbedingt Reisen, die näher als etwa 100 km an die somalische Grenze heranführen, einschließlich Kiwayu und die Küstenregionen nördlich von Pate Island, sowie nicht erforderliche Reisen nach Lamu Island und Manda Island.
- Seien Sie bei unbedingt erforderlichen Besuchen des Lamu-Archipels besonders vorsichtig und reisen Sie ausschließlich auf dem Luftweg an.
- Suchen Sie für unvermeidliche Reisen mit dem Auto in die nördlichen und nordöstlichen Landesteile Kenias, in die Küstenregion nördlich von Malindi, in die Nordostprovinz sowie in die nördliche Küstenprovinz - vor allem nach Lamu - unbedingt Schutz in einem bewachten Konvoi.
- Beachten Sie auch den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
An verschiedenen Orten Kenias immer wieder zu Demonstrationen und zum Teil gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten mit Toten und Verletzten, zuletzt Anfang Juli 2025.
Demonstrationen können in Kenia jederzeit, auch ohne konkreten Aufruf, stattfinden.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Meiden Sie in Nairobi den Central Business District (CBD), das State House sowie die Stadtteile Kibera und Mathare während Demonstrationszeiten komplett. Ebenso die Straßenzüge Moi Avenue, Kenyatta Avenue, Haile Selassie Avenue und Harambee Avenue.
- Folgen Sie unbedingt den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
In Laikipia und angrenzenden Counties mehren sich die Konflikte über Weide- und Landrechte. Dabei kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen und Übergriffen auf Farmen und Lodges.
In den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen Kenias besteht die Gefahr von Stammesauseinandersetzungen.
Kriminalität
Siehe Sicherheitshinweis
Von Reisen in die Countys Baringo, West Pokot, und Turkana der North-Rift-Region wird derzeit dringend abgeraten.
Bei Reisen in die erweiterte North-Rift-Region (Elgeyo Marakwet, Samburu sowie im Dreiländereck von Laikipia, Meru und Isiolo) wird zu besonderer Vorsicht geraten.
Die kenianische Regierung hat Teile der North-Rift-Region als besonders gefährdet erklärt.
Hintergrund sind vermehrte Angriffe durch Banden in diesem Bereich, die durch Streitigkeiten um Land und Ressourcen angeheizt werden.
- Meiden Sie größere Menschenansammlungen weiträumig und verfolgen Sie die örtlichen Medien.
- Suchen Sie nur gesicherte Unterkunfts- und Aufenthaltsorte auf.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Die Gefahr, Opfer von bewaffneten Überfällen zu werden, besteht in allen Landesteilen. Nicht ausgeschlossen sind Ausspähungen, die anschließend in sogenannte Blitz-Entführungen münden, bei denen auch westliche Ausländer über mehrere Stunden hinweg festgehalten werden, um mit ihren Bankkarten hohe Geldbeträge abzuheben.
Bestimmte Stadtteile Nairobis wie Eastleigh, Pangani und Slum-Gebiete sind besonders gefährlich. In Nairobi ereigneten sich zudem in letzter Zeit mehrere Fälle von Trickbetrug, in denen die Betrüger den Reisenden, als Polizisten verkleidet, gegenübertraten. Es ist daher zu empfehlen, sich immer den Dienstausweis des vermeintlichen Polizisten zeigen zu lassen und diesem nicht ohne nachvollziehbaren Grund zu folgen.
In Nairobi und in Mombasa besteht die erhöhte Gefahr von Raubüberfallen, auf Fußgänger wie auch auf Autofahrer einschließlich des „Car-Jackings“.
Auch bei organisierten „Slum-Touren“ ist es in der Vergangenheit zu gewalttätigen Übergriffen auf Besuchergruppen gekommen.
Bei Spaziergängen an Stränden nach Einbruch der Dunkelheit und außerhalb der Hotelanlagen besteht eine erhöhte Gefahr, überfallen zu werden.
In den nördlichen und nordöstlichen Landesteilen Kenias, in der Küstenregion nördlich von Malindi sowie auf den Straßen in die Nordostprovinz und die nördliche Küstenprovinz besteht eine erhöhte Gefahr von bewaffneten Überfällen und Entführungen.
Nach Verabredungen über Dating-Plattformen ist es zu Überfällen, teilweise mit schwerer Körperverletzung, gekommen. Es gab zudem Erpressungsversuche aufgrund vermeintlicher Minderjährigkeit der Beteiligten oder homosexueller Handlungen.
Sporadische kriminelle Aktivitäten werden auch im Grenzgebiet zwischen Kenia und Tansania in den Regionen Massai Mara, des Natron-Sees, Namanga, des Amboseli-Parks gemeldet.
Vor allem an der Küste kommt es gelegentlich zu Überfällen auf privat angemietete Bungalows und Ferienhäuser von Individualtouristen.
Auch beim Besuch von Bars, Restaurants und Nachtclubs ist es insbesondere an der Küste vereinzelt zu bewaffneten Überfällen gekommen.
- Vermeiden Sie bestimmte Stadtteile Nairobis wie Eastleigh, Pangani und Slum-Gebiete im Allgemeinen sowie die Flüchtlingslager Dadaab und Kakuma.
- Meiden Sie nachts die Innenstädte Nairobis und Mombasas.
- Besuchen Sie die Altstadt von Mombasa auch tagsüber nur mit ortskundigen Personen.
- Legen Sie auch kürzere Strecken im Zweifel lieber mit dem Taxi zurück.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen, ärmeren Wohngegenden und an Busbahnhöfen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Holen Sie vor individuellen Ausflügen Informationen zur Lagebeurteilung und Risikoabwägung bei den Reise- und Hotelleitungen ein.
- Übernachten Sie als Individualtouristen in Nationalparks ausschließlich in Lodges oder auf bewachten Campingplätzen und achten Sie auf angemessene Sicherheitsvorkehrungen.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Geben Sie bargeldlosen Zahlungen den Vorzug und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen oder auffälligen Schmuck mit.
- Seien Sie beim Einsatz von Bank- und Kreditkarten und beim Abheben am Geldautomaten besonders vorsichtig.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter als auch bei Verabredungen über Dating-Plattformen skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich von der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
2025 wurden in Nairobi vermehrt Raubüberfälle/„Bag Snatching“ auf Reisende gemeldet, die am Tag zu Fuß oder auf dem Fahrrad unterwegs waren. Die Täter benutzen Motorradtaxis und nehmen auch Verletzungen ihrer Opfer (z.B. durch Stürze) in Kauf. Vorfälle wurden vor allem in Nairobi in den Bezirken Riverside, Westlands, Gigiri und Runda bekannt; weitere, ähnliche Vorfälle können auch in anderen Bezirken oder Städten nicht ausgeschlossen werden.
- Meiden Sie entlegene Gegenden. Telefonieren Sie in der Öffentlichkeit nur falls unbedingt nötig, ansonsten verwahren Sie Ihr Mobiltelefon sicher. Falls Sie eine Tasche mitführen, tragen Sie diese auf der von der Straße abgewandten Seite. Führen Sie nur so viel Bargeld mit wie unbedingt notwendig. Tragen Sie die Wertsachen am Körper verteilt.
- Achten Sie insbesondere auf „Boda Bodas“ (Motorradtaxis). Halten Sie möglichst viel Abstand zum fließenden Verkehr und laufen Sie auf der entgegengesetzten Seite der Fahrtrichtung, falls Sie zu Fuß unterwegs sind.
- Leisten Sie bei einem Raubüberfall keinesfalls Gegenwehr. Informieren Sie unverzüglich die örtliche Polizei und die Deutsche Botschaft Nairobi.
- Informieren Sie unverzüglich die örtliche Polizei und die Deutsche Botschaft Nairobi.
Piraterie auf hoher See
Vor den Küsten besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen, trotz laufender internationaler Bemühungen zur Eindämmung. Nach wie vor sind Schiffe vor Kenia gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden.
- Als Schiffsführer in den gefährdeten Gewässern sollten Sie besonders vorsichtig sein und unbedingt eine Registrierung beim Maritime Security Center vornehmen.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Geld/Kreditkarten
Quelle: Auswärtiges Amt
Landeswährung ist der Kenya-Shilling (KES). Bargeld kann an Geldautomaten mit Kreditkarten und Debitkarten (Girocard) europäischer Banken abhängig von den Sicherheitsvorkehrungen der jeweiligen Bank bis maximal 40.000 KES abgehoben werden. Es ist hilfreich, einen kleineren Betrag in 1-USD-Noten griffbereit mitzuführen, um erste Kosten, z. B. für ein Taxi, bestreiten zu können.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Natur & Klima
Quelle: Auswärtiges Amt
Kenia liegt in einer seismisch leicht aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben und vulkanischen Aktivitäten kommen kann.
Das Klima ist an der Küste tropisch, das Hochland und Zentrum des Landes ist subtropisch, der Norden und Nordosten semi-arid und arid.
Extreme Trockenheit und Dürre kann die östlichen, nordöstlichen, aber auch Küstenregionen betreffen.
In den Regenzeiten, die üblicherweise von Oktober bis November und von Ende März bis Mitte Juni gehen, können starke Regenfälle Überflutungen und Erdrutsche sowie Schäden an der Infrastruktur verursachen.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
- Fahren Sie bei überfluteten Straßen besonders vorsichtig, insbesondere in Senken und in der Nähe von Wasserläufen.
- Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsumamis des Deutschen GeoForschungsZentrums vertraut.
- Beachten Sie die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland bzw. die Hinweise des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Fall einer Sturmwarnung.

Quelle: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit übernimmt das Auswärtige Amt nicht.

Gut zu wissen:

Der Mount Kenya (5.199 m) liegt fast exakt auf dem Äquator — und trägt dennoch ganzjährig Schnee und echte Gletscher auf seinen Gipfeln. Das klingt wie ein Widerspruch, ist aber schlichte Höhenphysik: Ab einer bestimmten Seehöhe spielt der Breitengrad keine Rolle mehr. Noch faszinierender ist die Herkunft des Namens: Chief Kivoi beschrieb dem deutschen Missionar Krapf das Wechselspiel von Schnee und dunklem Fels als dem Fell des männlichen Straußes ähnelnd. Aus dieser Beschreibung wurde der Bergname — und aus dem Bergnamen wurde der Name eines ganzen Landes.

Reisen in Kenia

Reisegebiete in Kenia

Bekannte Ziele und Gipfel in Kenia

Gipfel 3.541 m

Mugi Hill

Der Mugi Hill erhebt sich auf 3.541 m am Mount Kenia. Der Gipfel dient als Akklimatisationsziel während der Besteigung des zweithöchsten Bergs Afrikas. Von Lake Ellis führt ein optionaler Aufstieg zum Höhentraining auf den Gipfel.

Schutzgebiet

Amboseli National Park

Der Amboseli Nationalpark liegt in Kenia nahe der Grenze zu Tansania. Das 392 km² große Schutzgebiet ist für seine Elefantenherden vor der Kulisse des Kilimandscharo bekannt. 1991 wurde es zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Gipfel 4.985 m

Point Lenana

Der Point Lenana erhebt sich auf 4.985 m als dritthöchster und touristisch zugänglicher Gipfel des Mount Kenya. Der Nachtaufstieg über Fels und Geröll führt zum Sonnenaufgang auf den Gipfel mit Panoramablick auf die höchsten Spitzen Batian und Nelion.

Vulkan 5.199 m

Mount Kenya

Batian erhebt sich als höchster Gipfel des Mount Kenya auf 5.199 m. Der technisch anspruchsvolle Vulkangipfel steht nur 16,5 km südlich des Äquators. Mit seiner Prominenz von 3.825 m zählt er zu den bedeutendsten Bergen Afrikas.

Sonstige

Lake Ellis

Lake Ellis liegt auf 3.470 m an den Osthängen des Mount Kenya. Der kristallklare See zeichnet sich durch seine charakteristische braune Färbung aus. Als Akklimatisationscamp dient er Bergsteigern vor der Gipfelbesteigung.

Gipfel 4.885 m

Point Dutton

Point Dutton erhebt sich auf 4.885 m als einer der prominentesten Nebengipfel des Mount Kenya in Kenia. Der Gipfel wurde 1930 von Eric Shipton und Bill Tilman erstbestiegen und ist bei Kletterern für seine technischen Routen beliebt.

Gipfel 4.757 m

Point Peter

Point Peter (4.757 m) ist ein markanter Klettergipfel am Mount Kenya in Kenia. Der scharfe Gipfel gilt als beliebte Trainingsroute für technisches Klettern. Die Erstbesteigung gelang 1930 Eric Shipton und Bill Tilman.

Stadt

Nkubu

Nkubu liegt an den östlichen Hängen des Mount Kenya in Meru County. Die Stadt dient als Handelszentrum in einer der fruchtbarsten Regionen Afrikas. Tee- und Kaffeeanbau prägen die Umgebung.

Dorf

Muchiene

Muchiene ist ein kleines Dorf in der kenianischen Provinz Meru County. Der Ort liegt in den afrikanischen Hochländern östlich des Mount Kenya. Das Dorf dient als lokaler Stützpunkt in der Region um Kenias zweithöchsten Berg.

Dorf

Kaathene

Kaathene ist ein kleines Dorf in der Region Meru County in Kenia. Das Dorf liegt in den ostafrikanischen Hochländern südlich des Mount Kenya.

Wasserfall

Ngare Ndare Waterfall & Blue Pools

Der Ngare Ndare Waterfall speist kristallklare blaue Pools im gleichnamigen Naturschutzgebiet in Meru County, Kenia. Das Waldreservat bildet einen wichtigen Wildtierkorridor zwischen dem Mount Kenya und dem Lewa Wildlife Conservancy. Seit der Gründung des Ngare Ndare Forest Trust 2004 ist das Gebiet als Ökotourismus-Destination erschlossen.

Kirche 1.500 m

Maua

Maua ist eine Stadt auf 1.500 m Höhe im kenianischen Meru County. Die methodistische Kirche betreibt hier ein Krankenhaus und ein Disability Community Center. Der Ort liegt etwa 35 km vom Meru-Nationalpark entfernt.

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Häufig gestellte Fragen zum Reiseland Kenia

Brauchen deutsche Staatsangehörige ein Visum für Kenia?

Ja, deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum für die Einreise nach Kenia. Die Einreise ist über eine Electronic Travel Authorization (ETA) möglich, die bequem online vor Reiseantritt beantragt werden kann. Alternativ ist unter bestimmten Voraussetzungen auch ein Visum bei Ankunft erhältlich. Aktuelle Gebühren und genaue Konditionen sollten vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt oder der kenianischen Botschaft geprüft werden.

Wie lange muss mein Reisepass für eine Kenia-Reise noch gültig sein?

Der Reisepass muss bei Einreise nach Kenia noch mindestens 6 Monate gültig sein. Wer aus einem Gelbfieberendemiegebiet einreist, muss zusätzlich einen gültigen Gelbfieberimpfnachweis vorlegen. Es empfiehlt sich, die Gültigkeit des Reisepasses rechtzeitig vor der Reise zu überprüfen.

Wann ist die beste Reisezeit für Kenia?

Die beste Reisezeit für Kenia ist von Juli bis Oktober, wenn die große Trockenzeit herrscht und Trekking- sowie Safaribedingungen optimal sind. Auch Januar bis Februar eignen sich gut als Reisemonate. Gemieden werden sollte die lange Regenzeit von März bis Juni, da heftige Niederschläge Straßen und Trekkingrouten oft unpassierbar machen und die Sicht stark einschränken.

Wann findet die Große Gnu-Migration in Kenia statt und wie beeinflusst sie die Reiseplanung?

Die Große Gnu-Migration (Great Wildebeest Migration) findet von Juni bis Oktober statt, mit dem Höhepunkt zwischen Juli und September im Masai Mara. Diese Zeit fällt mit der besten Trekking-Saison zusammen, da es sich ebenfalls um die Trockenzeit handelt. Aufgrund des hohen Besucherandrangs im Masai Mara während dieser Monate ist eine frühzeitige Buchung dringend empfohlen. Mount-Kenya-Trekking ist alternativ auch im Januar und Februar gut möglich.

Wie sicher ist Kenia als Reiseziel?

Kenia ist eine stabile Demokratie mit gut entwickelter Tourismusinfrastruktur, weist jedoch landesspezifische Sicherheitsrisiken auf. In Großstädten wie Nairobi ist Taschendiebstahl verbreitet, daher sollten keine wertvollen Gegenstände sichtbar getragen werden. Die Nordostregion und Grenzgebiete zu Somalia sollten wegen Terrorismusgefahr durch Al-Shabaab gemieden werden. Nationalparks sollten nur mit Ranger oder in geführten Gruppen betreten werden. Die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes sind vor Reiseantritt zu konsultieren.

Welches Gesundheitsrisiko besteht durch Höhenkrankheit und Malaria in Kenia?

Höhenkrankheit ist beim Trekking am Mount Kenya ab ca. 3.000 Metern relevant und muss ernst genommen werden. Der Point Lenana auf 4.985 Metern ist ohne technisches Klettern erreichbar, erfordert aber eine Akklimatisationszeit von mindestens 3 bis 4 Tagen. Bei schwerer Höhenkrankheit (HACE/HAPE) ist sofortiger Abstieg notwendig; eine Reisekrankenversicherung mit Helikopter-Evakuierung wird dringend empfohlen. Malaria ist in Küstenregionen, westlichen Tieflagen und rund um den Victoriasee präsent, während Hochlagen über 2.500 Meter als weitgehend malariafrei gelten. Konsequente Malariaprophylaxe und Mückenschutz sind in Risikogebieten unerlässlich.

Welche Währung gilt in Kenia und wie komme ich vor Ort an Bargeld?

Die offizielle Währung in Kenia ist der Kenianische Schilling (KES). In Nairobi, Mombasa und anderen größeren Städten sind Geldautomaten gut verfügbar, in ländlichen Gebieten und Trekking-Regionen hingegen kaum. Parkgebühren, Träger, Guides und Hüttengebühren am Mount Kenya können meist bar in KES oder USD beglichen werden. Außerhalb der großen Städte dominiert Bargeld; das mobile Zahlungssystem M-Pesa ist landesweit weit verbreitet. Zum Geldwechseln werden offizielle Wechselstuben und Banken empfohlen, der Schwarzmarkt sollte gemieden werden.

Welche körperliche Fitness brauche ich für eine Trekkingtour in Kenia?

Die körperlichen Anforderungen in Kenia variieren stark je nach gewähltem Ziel. Safaris stellen geringe körperliche Anforderungen, während das Trekking zum Point Lenana auf dem Mount Kenya (4.985 m) gute Ausdauer und Höhentoleranz voraussetzt. Für das technische Klettern auf Batian oder Nelion sind klettertechnische Erfahrung und sehr gute Kondition erforderlich. Touren dauern in der Regel 4 bis 7 Tage mit täglichen Gehzeiten von 5 bis 8 Stunden, und eine ausreichende Akklimatisation ist zwingend einzuplanen.

Benachbarte Länder

Tansania Uganda