Das Fürstentum Liechtenstein liegt im Herzen Mitteleuropas, eingebettet zwischen Österreich im Osten und Norden sowie der Schweiz im Süden und Westen. Das Land erstreckt sich auf einer Fläche von 160 km² über lediglich 24,77 km von Nord nach Süd und 12,35 km von West nach Ost. Der Rätikon prägt den östlichen Landesteil mit 32 Gipfeln über 2.000 m. Der höchste Punkt ist der Vordere Grauspitz mit 2.599 m, der tiefste das Ruggeller Riet mit 430 m. Diese Höhendifferenz von rund 2.170 m entfaltet sich auf einer Strecke von kaum mehr als 12 km — ein alpines Profil von bemerkenswerter Dichte. Das westliche Rheintal, der Hauptsiedlungsraum, liegt zwischen 430 m und 600 m und öffnet sich entlang des Alpenrheins zur Schweiz.
Liechtenstein zählt rund 40.000 Einwohner und ist als konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage verfasst. Staatsoberhaupt ist Fürst Hans Adam II., die Staatsgeschäfte führt seit August 2004 Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein. Die Hauptstadt Vaduz liegt im Rheintal. Deutsch ist gemäss Artikel 6 der Verfassung die einzige anerkannte Amts- und Landessprache. Gesprochen werden mittelalemannisch-hochalemannische Rheintaldialekte sowie die höchstalemannische Walsermundart in Triesenberg — ein Erbe der Walsereinwanderung um 1300 n. Chr. Die Bevölkerung ist zu 69,6 % römisch-katholisch und zu 9,6 % konfessionslos. Die alpine Kulturlandschaft wurde seit dem Mittelalter durch Alp- und Forstwirtschaft geprägt, die Walser formten die Bergnutzung des Landes nachhaltig.