Rumänien liegt im Schnittpunkt von Südosteuropa und Zentraleuropa, begrenzt von der Ukraine im Norden, Moldau und dem Schwarzen Meer im Osten sowie Bulgarien, Serbien und Ungarn im Süden und Westen. Das Karpatensystem zieht sich als mächtiger Bogen durch das Zentrum des Landes und gliedert sich in 14 Gebirgsketten, die über 2.000 m aufragen. Der höchste Punkt ist der Moldoveanu-Gipfel in den Fagarascher Bergen mit 2.544 m. Die Höhenspanne reicht von 0 m am Schwarzen Meer bis auf 2.544 m. Das Land erstreckt sich über eine Fläche von 238.397 km². Die Karpaten beherbergen rund 50 % der europäischen Braunbären — Russland ausgenommen — sowie etwa 20 % der europäischen Wölfe und gehören damit zu den artenreichsten Gebirgsräumen des Kontinents.
Rumänien ist eine unitarische semipräsidentielle Republik mit rund 19,05 Millionen Einwohnern. Die Hauptstadt ist Bukarest. Rumänisch ist die Amtssprache; daneben werden Ungarisch, Romani, Ukrainisch, Deutsch und Türkisch gesprochen. Ungarisch ist in den Kreisen Harghita und Covasna Mehrheitssprache. Die vorherrschende Religion ist die rumänisch-orthodoxe, ergänzt durch römisch-katholische, lutherische, calvinistische und islamische Gemeinschaften. Die Karpaten prägten die Geschichte des Landes tief: Bereits der dakische Herrscher Burebista nutzte das Gebirge um 55–44 v. Chr. als Machtzentrum. Mittelalterliche Fürsten wie Vlad III. verteidigten ihre Länder unter Nutzung des Karpatenschutzes. Das Skigebiet Poiana Brașov entwickelte sich im 20. Jahrhundert zu einer der bekanntesten alpinen Destinationen Südosteuropas.