Der Ararat erhebt sich als höchster Berg der Türkei mit 5.137 m aus dem armenisch-iranischen Hochland und bildet ein gewaltiges Vulkanmassiv an der Grenze zu vier Ländern. Seine kappenförmigen Gletscher und die biblische Überlieferung als Landeplatz von Noahs Arche machen ihn zu einem der bedeutendsten Expeditionsziele zwischen Europa und Asien. Die Erstbesteigung 1829 durch Friedrich Parrot und den armenischen Geistlichen Khachatur Abovian war eine der ersten wissenschaftlichen Expeditionen im Kaukasusraum.
Das Spektrum reicht von anspruchsvollen Trekkingunternehmungen bis zu expeditionsartigen Höhenbergsteigungen mit Steigeisen ab 4.800 m. Die letzten 400 m bestehen aus echtem Gletschereis – bei 93% Gipfelerfolg scheitert die Hälfte der Versuche an Höhenkrankheit, die andere Hälfte an Wetterumschwüngen bis -20°C. Im Winter bieten Skitouren am Ararat und den benachbarten Vulkanen Artos und Süphan ein einzigartiges Erlebnis.
Der Vulkanaufbau aus Basalt und Andesit-Lavaströmen sowie die extremen Klimavariationen von +30°C im Tal bis -20°C am Gipfel prägen den Expeditionscharakter. Der Nationalpark Ağrı Dağı schützt seit 2004 die 88.014 Hektar große Landschaft mit 21 endemischen Pflanzenarten und der türkischen Süphan-Eidechse.