Der Baikalsee in der sibirischen Irkutsk Oblast bildet mit 31.722 km² das größte Süßwasserreservoir der Erde und zugleich den tiefsten See der Welt mit 1.642 m Tiefe. Das stark kontinentale Klima mit bis zu -40°C im Winter schafft perfekte Bedingungen für Skitouren auf gefrorenem Grund – eine Erfahrung, die nur wenige Orte weltweit bieten. Seit den 1960er Jahren nutzen russische Expeditionsbergsteiger das Gebiet als Trainingsrevier für extreme Kältebedingungen.
Skitouren führen über die gefrorene Seeoberfläche und in die umliegenden Bergkämme des Chamar-Daban-Gebirges bis 2.374 m und des Primorskij-Gebirgszugs bis 1.728 m. Die mittelschweren Anstiege mit bis zu 35° Hangneigung kombinieren sibirische Pulverschnee-Abfahrten mit der Einsamkeit der Taiga. Von Dezember bis März herrschen stabile Minusgrade, die das Eis des Baikalsees bis zu 1,5 m dick werden lassen.
Die Transsibirische Eisenbahn erschließt diese entlegene Region und macht sie trotz der 5.200 km Entfernung von Moskau erreichbar. Das kontinentale Extremklima mit Temperaturunterschieden von über 60°C zwischen Sommer und Winter prägt Landschaft und Tourenbedingungen – hier erlebt man Sibirien in seiner ursprünglichsten Form.