Der Bayerische Wald erstreckt sich als etwa 100 km langes Mittelgebirge zwischen Donau und böhmischer Grenze und bildet das größte zusammenhängende Waldgebiet Bayerns. Mit dem 1.456 m hohen Großen Arber überragt das Rumpfgebirge die Donauebene um über 1.100 m – diese markante Höhenstaffelung auf kurzer Distanz prägt den Charakter der Region. Der 1970 gegründete Nationalpark Bayerischer Wald war Deutschlands erster Nationalpark und schützt heute zusammen mit dem tschechischen Nationalpark Šumava das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas.
Das Spektrum reicht von leichten Waldwanderungen bis zu moderaten Gipfeltouren auf die zehn Hauptgipfel über 1.290 m. Im Winter verwandelt sich das Gebiet in ein Schneeschuhrevier mit bis zu 180 Tagen Schneedecke in den Kammlagen. Die eiszeitlichen Karseen wie Großer und Kleiner Arbersee sowie der urwaldartige Nationalpark mit seinen Freigehegen für Bären, Luchse und Wölfe bieten Naturerlebnisse abseits alpiner Extreme.
Das aus Granit und Gneis aufgebaute Böhmische Massiv zeigt charakteristische Wollsackverwitterung mit abgerundeten Felsblöcken. Der markante Pfahl – eine mit Quarz verfüllte Verwerfung – ragt bis zu 30 m über die Umgebung heraus und durchzieht das Gebiet über 150 km. Lohberg dient als zentraler Ausgangspunkt für Touren zu Großem Arber und den Karseen.