Die Cordillera Real in den bolivianischen Anden erhebt sich über 125 km südöstlich des Titicacasees und beherbergt trotz ihrer Lage nur 17° südlich des Äquators zahlreiche Gletscher – das macht sie zu einem weltweit einzigartigen Expeditionsziel für Höhenbergsteigen und Skitouren. Die feuchten Luftmassen des nahen Amazonasbeckens ermöglichen diese außergewöhnliche Vergletscherung mit Gipfeln bis zum 6.485 m hohen Illampu.
Das Gebiet bietet anspruchsvolle Skitouren auf Fünf- und Sechstausender mit extremer Kondition und Technik bis 40° Hangneigung. Die Kombination aus hochalpinen Expeditionsbedingungen und der Möglichkeit, vergletscherte Andengipfel mit Skiern zu befahren, findet sich sonst nirgends in Südamerika. El Alto dient als Ausgangspunkt für Expeditionen ins Herz der königlichen Kordillere.
Die Granitgipfel der Cordillera Real wurden bereits 1877 von französischen Forschern erschlossen – Charles Wiener bestieg erstmals den Illimani. Hans Ertl führte in den 1950er Jahren bedeutende deutsche Expeditionen durch, die das Gebiet für den modernen Höhenbergsteigen erschlossen. Der Titicacasee dient als natürlicher Akklimatisationsstützpunkt auf 3.800 m Höhe.