Die Deutschen Mittelgebirge erstrecken sich als vielfältiges Band geologisch unterschiedlicher Gebirgsregionen von den Alpenvorländern bis zur Norddeutschen Tiefebene. Von den Sandsteinfelsen der Sächsischen Schweiz über die Vulkaneifel bis zu den Granitfelsen des Bayerischen Waldes bietet das verzweigte System von Hochebenen, Kämmen und Einzelbergen eine außergewöhnliche Vielfalt für Kletterer und Wanderer — hier entstanden die ersten deutschen Klettergebiete und Weitwanderwege.
Das Spektrum reicht von moderaten Wanderungen auf Fernwanderwegen wie dem Rothaarsteig bis zu anspruchsvollen Sandsteinklettertürmen im Elbsandsteingebirge. Im Winter verwandeln sich Harz und Thüringer Wald in klassische Schneeschuh- und Skitourenreviere, während die Kletterfelsen ganzjährig Sportkletterer aus ganz Europa anziehen.
Die geologische Vielfalt von Kalkstein über Granit bis Sandstein prägt die unterschiedlichen Klettercharaktere — von den technischen Rissen im Elbsandstein bis zu den kompakten Wänden der Schwäbischen Alb. Als Wiege des deutschen Alpinismus entstanden hier die ersten Kletterschulen und alpine Traditionen, die bis heute die europäische Bergsteigerkultur prägen.