Der Durmitor-Nationalpark in den Dinarischen Alpen Montenegros bildet mit 48 Gipfeln über 2.000 Metern das höchste und wildeste Hochgebirge des Balkans. Das UNESCO-Welterbe vereint die tiefste Schlucht Europas – die 1.300 Meter tiefe Tara-Schlucht – mit 18 Gletscherseen und dem 2.523 Meter hohen Bobotov Kuk. Die erste dokumentierte Besteigung gelang 1883 dem österreichischen Kartographen Oscar Baumann, doch erst nach 1945 entwickelte sich das Gebiet zum Bergsteigerziel.
Das Spektrum reicht von moderaten Bergwanderungen zu den 18 Gletscherseen bis zu mittelschweren Skitouren mit 35° Hangneigung in unberührtem Pulverschnee. Die schneesicheren Winter mit über 150 Schneetagen und das kontinentale Bergklima schaffen ideale Bedingungen für Wintersport von Dezember bis März, während die Sommermonate Bergwandern und Klettern in bis zu 400 Jahre alten Schwarzkiefernwäldern ermöglichen.
Der Nationalpark erstreckt sich über 390 Quadratkilometer und schützt eine außergewöhnliche Biodiversität mit über 1.600 Gefäßpflanzenarten – 37 davon sind regional endemisch. Žabljak auf 1.450 Meter dient als Zentrum des montenegrinischen Bergtourismus und Ausgangspunkt für Unternehmungen in das größte Schutzgebiet des Landes.