Gebiet

Grönländisches Inlandeis

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Das Grönländische Inlandeis erstreckt sich über 1.710.000 Quadratkilometer und bildet den zweitgrößten Eiskörper der Welt – eine kontinentale Eiswüste von der Größe Mexikos, die bis zu 3.488 Meter dick ist. Fridtjof Nansen bewies 1888 bei seiner ersten Durchquerung, dass das Innere Grönlands vollständig mit Eis bedeckt ist, und schuf damit eine der legendärsten Polarrouten überhaupt.

Polarexpeditionen führen heute noch auf Nansens Spuren quer über das Eisschild – eine 560 Kilometer lange Ski-Expedition mit Eigenversorgung durch eine der unwirtlichsten Landschaften der Erde. Die Route verläuft von der Ostküste zur Westküste und erfordert absolute Selbstständigkeit bei extremen Bedingungen bis -69°C, der niedrigsten jemals in der nördlichen Hemisphäre gemessenen Temperatur.

Der Eisschild ist durchschnittlich 1.673 Meter dick und enthält genug Eis, um bei vollständiger Schmelze den Meeresspiegel um 7,4 Meter anzuheben. Gletscherspalten und massive Schmelzereignisse prägen das Gelände – ein lebendiger Gigant aus einer Million Jahre altem Eis, der sich unter seinem eigenen Gewicht langsam bewegt.

Land

Grönland

Orte im Gebiet

Reykjavík
Kópavogur
Hafnarfjörður
Reykjanesbær

Polarexpeditionen auf dem zweitgrößten Eiskörper der Welt

Polarexpeditionen auf dem Grönländischen Inlandeis

Die klassische Durchquerung folgt Nansens Route von 1888 über 560 Kilometer von Ost nach West. Die Expedition erfordert mittelschwere Polarerfahrung mit Eigenversorgung über 32 Tage bei Temperaturen bis -69°C. Ski und Pulka sind die einzigen Fortbewegungsmittel durch das kontinentale Eisschild. Gletscherspalten und extreme Wetterbedingungen machen diese Route zu einer der drei großen Polarexpeditionen neben Nord- und Südpol.

Anreise & Logistik Grönländisches Inlandeis

Der Zugang erfolgt über Kastrup (Kopenhagen) mit Flugverbindung nach Kangerlussuaq an der Westküste Grönlands. Spezielle Permits der grönländischen Regierung sind mindestens 12 Wochen vor der Expedition erforderlich. Das Gebiet liegt im Northeast Greenland National Park, dem größten Nationalpark der Welt mit 972.000 Quadratkilometern Fläche.

Saison auf dem Grönländischen Inlandeis

Polarexpeditionen sind von April bis Mai durchführbar, wenn die Temperaturen stabilisiert sind und ausreichend Tageslicht vorhanden ist. Die Schmelzsaison kann praktisch die gesamte Eisschildoberfläche erfassen – massive Schmelzereignisse sind seit 26 Jahren in Folge dokumentiert. Winter bietet von November bis Juni Bedingungen für Schneeschuhtouren und Winterwandern in den Randbereichen.

Gut zu wissen:

Fridtjof Nansen erreichte am 5. September 1888 mit seiner sechsköpfigen Expedition den höchsten Punkt seiner Grönland-Durchquerung auf 2.719 Metern – und bewies damit erstmals der Welt, dass das Innere Grönlands vollständig mit Eis bedeckt ist. Nach 40 Tagen und 560 Kilometern auf Skiern musste die Gruppe in Godthåb (heute Nuuk) überwintern und kehrte erst im Mai 1889 nach Norwegen zurück.

Häufige Fragen zum Grönländischen Inlandeis

Wie reise ich zur Expedition Inlandeis Durchquerung an – welche Flughäfen und Startorte sind relevant?

Die Anreise zur Inlandeis-Durchquerung erfolgt über Kastrup als Startort. Von dort geht es weiter nach Kangerlussuaq, dem wichtigsten Basecamp für Grönland-Expeditionen. Kangerlussuaq dient als logistisches Zentrum für den Zugang zum Eisschild und verfügt über die notwendige Infrastruktur für Polarexpeditionen.

Welche alpine Erfahrung und Kondition brauche ich für eine Polarexpedition über das Grönländische Inlandeis?

Für eine Polarexpedition über das Grönländische Inlandeis ist sehr hohe Kondition erforderlich. Die technischen Anforderungen sind mittlerer Schwierigkeit. Entscheidend sind Ausdauer für 32 Tage kontinuierliche Belastung und Erfahrung mit Ski und Pulka-Ziehen.

In welchen Monaten ist das Grönländische Inlandeis für Polarexpeditionen mit Ski und Pulka befahrbar?

Das Grönländische Inlandeis ist für Polarexpeditionen mit Ski und Pulka in den Monaten April und Mai befahrbar. Diese Zeit bietet die stabilsten Bedingungen mit ausreichend Tageslicht und noch nicht zu warmen Temperaturen. Außerhalb dieser Monate sind die Bedingungen entweder zu dunkel oder zu warm für sichere Expeditionen.

Welche Genehmigungen benötige ich für eine Expedition ins Grönländische Inlandeis und wie lange ist die Vorlaufzeit?

Für eine Expedition ins Grönländische Inlandeis ist eine spezielle Genehmigung der grönländischen Regierung erforderlich, die mindestens 12 Wochen vor dem Besuch beantragt werden muss. Das Inlandeis liegt im Northeast Greenland National Park, dem größten Nationalpark der Welt. Die Genehmigung wird von der grönländischen Umwelt- und Naturschutzbehörde verwaltet.

Wie extreme sind die Temperaturen auf dem Grönländischen Inlandeis und worauf muss ich mich vorbereiten?

Die Temperaturen auf dem Grönländischen Inlandeis erreichen etwa −20°C am Süddom und −31°C im Zentrum des Norddoms. Die extremste jemals gemessene Temperatur lag bei −69,6°C nahe dem topographischen Gipfel. Diese arktischen Bedingungen erfordern entsprechende Polarausrüstung und Erfahrung mit extremen Kältebedingungen.

Wie viele Tage dauert eine komplette Durchquerung des Grönländischen Inlandeises und wie viele Kilometer sind es?

Eine komplette Durchquerung des Grönländischen Inlandeises dauert 32 Tage und umfasst etwa 560 Kilometer. Die Route folgt der klassischen Ost-West-Durchquerung, wie sie 1888 erstmals von Fridtjof Nansen bewältigt wurde. Die Strecke führt mit Ski und Pulka über das zentrale Eisschild.

Welche Basecamps oder Siedlungen sind Ausgangspunkte für Expeditionen auf dem Grönländischen Inlandeis?

Kangerlussuaq ist der wichtigste Ausgangspunkt für Expeditionen auf dem Grönländischen Inlandeis und fungiert als zentrales Basecamp für Polarexpeditionen. Von hier aus starten die meisten Durchquerungen und Expeditionen ins Inlandeis. Die Stadt bietet die notwendige Infrastruktur und logistische Unterstützung für anspruchsvolle Polarunternehmungen in dieser abgelegenen arktischen Region.

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