Land

Grönland

🇬🇱

Grönland liegt zwischen dem Arktischen Ozean im Norden und dem Nordatlantik im Süden — ein autonomes Territorium des Königreichs Dänemark mit einer Fläche von 2.166.086 km². Der Grönländische Eisschild bedeckt 1.755.637 km², was 81 % der Gesamtfläche entspricht. Das Inlandeis erreicht Höhen bis 3.700 m. Der höchste Gipfel ist der Gunnbjørn Fjeld in der Watkins Range in Ostgrönland mit 3.700 m über dem Meeresspiegel. Die eisfreien Küstenstreifen beginnen auf Meeresniveau. Die Watkins Range prägt das ostgrönländische Hochgebirge mit ausgedehnten Gletschersystemen und tief eingeschnittenen Fjorden. Unter dem Eisschild befinden sich tiefe Canyons, darunter Grönlands Grand Canyon.

Grönland zählt rund 57.000 Einwohner. Seit 2009 verfügt das Land über weitreichende Selbstverwaltung mit eigenem Parlament — dem Inatsisartut mit 31 Mitgliedern — und einer eigenen Regierung. Hauptstadt ist Nuuk. Kalaallisut wurde 2009 zur einzigen Amtssprache erklärt; Dänisch bleibt daneben weit verbreitet. Inuktun und Tunumiit oraasiat sind weitere regionale Sprachen. Die Kalaallit bilden die größte Bevölkerungsgruppe. Das evangelisch-lutherische Christentum prägt das religiöse Leben, während traditionelle Inuit-Spiritualität lebendig bleibt. Die Thule-Kultur, Vorfahren der heutigen Inuit, erreichte Grönland um 1300 n. Chr. Frühere Palaeo-Inuit-Kulturen wie die Saqqaq besiedelten die Insel ab ca. 2500 v. Chr.

Bekannte Ziele und Gipfel in Grönland
Währung
Dänische Krone
Amtssprachen
Dänisch, Grönländisch
Zeitzone
UTC-03:00 bis UTC+00:00
Sommerzeitregel
Keine Sommerzeit (Ganzjährig gleicher UTC-Offset)

Einreise & Aufenthalt

Quelle: Auswärtiges Amt

Offizielle Reisehinweise

Wähle deine Staatsangehörigkeit für die aktuellen Hinweise deines Außenministeriums.

🇦🇹
Österreich
BMEIA Österreich
🇨🇭
Schweiz
EDA Schweiz

Weiteres zum Reiseland Grönland

Neben den geographischen und alpinen Eckdaten oben gibt es praktische Aspekte, die das Bild des Reiselands vervollständigen: politische Lage, Zahlungsmittel auf Expedition und in abgelegenen Siedlungen, Naturgefahren wie Lawinenrisiko in den Fjordwänden und Tierbegegnungen in der Wildnis. Vieles davon ist in Grönland anders gelagert als in anderen Bergregionen: Auf dem Eisschild beginnt ab 2.500 m die Höhenkrankheit, in kleinen Siedlungen gibt es kaum Geldautomaten, und Satellitenkommunikation ist oft das einzige Mittel der Erreichbarkeit. Die folgenden Hinweise fassen den aktuellen Stand zusammen — direkt aus den offiziellen Reise- und Sicherheitsinformationen des Auswärtigen Amtes.

Gut zu wissen:

Der Gunnbjørn Fjeld erhebt sich auf 3.700 m — und das auf einer horizontalen Distanz, die für Bergsteiger kaum zu fassen ist. Der Gipfel in der Watkins Range startet praktisch auf Meeresniveau und gewinnt diese Höhe in ungewöhnlich kurzer Strecke. Das macht ihn zum höchsten Gipfel nördlich des Polarkreises. Der Höhenunterschied entspricht fast dem der Westalpen — nur ohne jede sanfte Annäherung durch Vorberge oder Hochtäler. Wer diesen Aufstieg kennt, versteht, warum arktisches Hochgebirge eine eigene Kategorie ist.

Reisen in Grönland

Reisegebiete in Grönland

Bekannte Ziele und Gipfel in Grönland

Bucht

Ammassalik Fjord

Der Ammassalik Fjord erstreckt sich über 41 km durch die Sermersooq-Region im Südosten Grönlands. Der Fjord trennt die große Ammassalik-Insel vom gleichnamigen Archipel und mündet in den Nordatlantik.

Gletscher

Apusiaajik Glacier

Der Apusiaajik Gletscher liegt auf der unbewohnten Insel Apusiaajik im Südosten Grönlands. Der Gezeitengletscher ist ein beliebtes Ziel für Bootstouren von Kulusuk. Im Winter lässt sich die Gletscherstirn über den gefrorenen Torsuut Tunoq erreichen.

Stadt

Tasiilaq

Tasiilaq liegt am Kong Oskar Fjord an der Ostküste Grönlands. Die kleine Inuit-Siedlung dient als Ausgangspunkt für Skitouren und Trekking-Expeditionen in die arktische Wildnis Ostgrönlands.

Stadt

Maniitsoq

Maniitsoq ist eine Küstenstadt mit 2.500 Einwohnern auf einer Insel im zerklüfteten Archipel Westgrönlands. Der grönländische Name bedeutet "unebener Ort" und beschreibt die schroffe Topografie treffend.

Bucht

Tasiilaq

Tasiilaq ist mit rund 3.000 Einwohnern die größte Ortschaft an Grönlands Ostküste. Die Inuit-Siedlung dient als Dreh- und Angelpunkt für Polarexpeditionen auf das Grönländische Inlandeis. Neben traditionellem Fischfang und Jagd bildet der Expeditionstourismus ein wichtiges Standbein.

Dorf

Tiniteqilaaq

Tiniteqilaaq ist eine kleine Siedlung mit 96 Einwohnern in Ostgrönland. Der Ort liegt am Sermiligfjord und dient als Ausgangspunkt für Skitouren in der arktischen Bergwelt. Die Anreise erfolgt über Hundeschlitten vom König Oskar Fjord.

Sonstige 5 m

Nuuk

Nuuk ist die Hauptstadt Grönlands und größte Stadt der Insel mit 19.903 Einwohnern. Die ehemalige dänische Kolonie Godthaab wurde 1728 von Hans Egede gegründet. Das arktische Zentrum dient als Ausgangspunkt für Polarexpeditionen ins Grönländische Inlandeis.

Stadt

Kangerlussuaq

Kangerlussuaq ist der zentrale Flughafen Grönlands und wichtigster Ausgangspunkt für Expeditionen ins Inlandeis. Der Ort entstand als amerikanischer Armeestützpunkt und liegt nur 35 km vom grönländischen Eisschild entfernt.

Bucht

Sermilik-Fjord

Der Sermilik-Fjord in Ostgrönland zählt zu den größten Fjorden der südöstlichen Küste. Sein grönländischer Name bedeutet "Ort der Gletscher" und verweist auf die zahlreichen Gletscher wie Helheim, Fenris und Midgard, die den Fjord speisen.

Aussichtspunkt

Point 660

Point 660 ist eine kleine Anhöhe an der Eiskante des Russell-Gletschers in Westgrönland. Von hier startet die Inlandeis-Durchquerung mit dem ersten Aufstieg durch den Gletscherbruch.

Unsere Guides.

Unsere erfahrenen und zuverlässigen Guides führen dich sicher durch dein alpines Abenteuer und teilen ihre Leidenschaft für die Berge mit dir. Hier lernst du sie kennen.

Frag unsere Experten.

Du hast Fragen oder Dir ist etwas unklar? Unsere Officeteam hilft dir bei Fragen zu Ausrüstung, Tourenberatung oder einfach allgemeinen Fragen zu deinem Bergabenteuer.

Häufig gestellte Fragen zum Reiseland Grönland

Brauchen EU-Bürger ein Visum für Grönland?

EU-Bürger und Bürger der meisten westlichen Länder können visumfrei nach Grönland einreisen. Wichtig zu wissen: Grönland gehört zwar zum Königreich Dänemark, ist jedoch weder Teil der EU noch des Schengen-Raums. Wer Expeditionen in den Nordostgrönland-Nationalpark plant, benötigt zusätzlich besondere Genehmigungen. Das militärische Sperrgebiet rund um die Pituffik Space Base (US Space Force) darf nicht betreten werden.

Wann ist die beste Reisezeit für Grönland?

Die beste Reisezeit für Grönland sind die Monate Juni bis Anfang September, wenn die Temperaturen am mildesten und die Verkehrsverbindungen am zuverlässigsten sind. Als Nebensaison mit eingeschränkten, aber noch möglichen Aktivitäten gelten März bis Mai. Die Monate Oktober bis Februar sollten vermieden werden, da während der Polarnacht extreme Kälte, Stürme und stark eingeschränkte Erreichbarkeit herrschen.

Welchen Einfluss hat die Polarnacht und die Mitternachtssonne für Touren in Grönland?

Im Sommer (Mai bis August, je nach Breitengrad) herrscht in Grönland Mitternachtssonne, die 24-Stunden-Aktivitäten im Freien ermöglicht. Im Winter (November bis Januar) schränkt die Polarnacht alle Outdoor-Aktivitäten stark ein. Besonders eindrucksvolle Nordlichter-Beobachtungen sind von September bis März möglich.

Was gilt in Grönland für Bergtouren und Expeditionen?

Die arktischen Naturbedingungen Grönlands, verbunden mit einer erheblich ein geschränkten Infrastruktur, bergen erhebliche Risiken bei der Ausübung von Bergtouren. Die Prognose der Wetterbedingungen gestaltet sich selbst für Meteorologen insgesamt schwierig. Lawinenlageberichte fehlen vollständig. Schnell wechselnde Wetterbedingungen, kombiniert mit der großen Abgeschiedenheit, latenter Gefahr von Eisbärenbegegnungen gehören zu den laufenden Herausforderungen jeder Unternehmung. Außerhalb der Siedlungen gibt es kein Mobilfunknetz, weshalb ein Satellitenkommunikationsgerät auf jeder Expedition obligatorisch ist. Rettungs- und Notfallversorgung können in abgelegenen Regionen Stunden bis Tage dauern, weshalb eine sorgfältige Planung für alle Eventualitäten unbedingt erforderlich ist. Für bestimmte Regionen, wie beispielsweise für die Überquerung des grönländischen Eisschilds muss eine detaillierte Expeditonsplanung eingereicht und durch das Arctic Command genehmigt werden. Spezielle Expeditionsversicherungen sind verpflichtend.

Welche Gesundheitsrisiken bestehen bei Expeditionen in Grönland?

Die häufigsten Gesundheitsrisiken in Grönland sind neben den sportbedingten Verletzungen, kältebedingte Erkrankungen wie Unterkühlung und Erfrierungen. Der polare Oberschenkel (polar tigh) ist eine seltene, aber schmerzhafte Hauterkrankung, die vor allem bei extremen Kälteexpositionen auftritt. Durch die extreme UV-Reflexion auf Schnee und Eis sind Verbrennungen der Haut und Augenentzündungen keine Seltenheit. Der längere Konsum von Expeditionsnahrung, verbunden mit isotonischen Getränkepulvern und Nahrungsergänzungsmitteln führt in der Regel zu Durchfall. Die hohe körperliche Belastung kann zudem zu Magen- und Muskelkrämpfen führen. Diese Muster sollten bei der Zusammenstellung der persönlichen Reiseapotheke dringend berücksichtigt werden.

Welche Währung gilt in Grönland und wie komme ich an Bargeld?

In Grönland wird mit der Dänischen Krone (DKK) bezahlt. Geldautomaten sind in größeren Städten wie Nuuk, Sisimiut und Ilulissat vorhanden, in kleinen Siedlungen und Expeditionsgebieten jedoch nicht. Guides und Ausrüstungsverleiher akzeptieren in abgelegenen Regionen häufig ausschließlich Bargeld. Es empfiehlt sich daher, vor der Abreise ausreichend DKK in Dänemark zu wechseln oder in Nuuk am Flughafen bzw. bei einer Bank zu tauschen.

Wie fit muss ich für eine Expedition in Grönland sein?

Grönland-Expeditionen stellen hohe bis sehr hohe Anforderungen an die körperliche Fitness. Tagestouren dauern in der Regel 6 bis 10 Stunden, und Expeditionen erstrecken sich je nach Tour über 7 bis 35 Tage. Neben einer sehr guten körperlichen Verfassung sind Erfahrung mit Ski- und Schneetouren sowie mentale Belastbarkeit unbedingt erforderlich. Ein spezifisches Training, mindestens 6 Monate vor Reisebeginn, ist fester Bestandteil jeder verantwortungsvollen Planung.

Unterkünfte in Grönland

Benachbarte Länder

Kanada