Die Hardangervidda in Südnorwegen bildet mit 3.422 km² Europas größtes Hochgebirgsplateau und beherbergt den größten Wildrentierbestand des Kontinents. Als subarktische Hochebene oberhalb der Baumgrenze dient das Gebiet als Trainingsareal für polare Expeditionen – die extremen Wetterbedingungen und das unwegsame Gelände schaffen ideale Vorbereitungsbedingungen für Grönland oder Spitzbergen. Der alte Nordmannsslepa, eine der ältesten Verkehrsrouten zwischen Ost- und Westlandet, führt quer über die Vidda.
Polarexpeditionen mit Skidurchquerungen stehen im Mittelpunkt des alpinistischen Spektrums. Die Hardangervidda ermöglicht mehrtägige Expeditionstrainings mit moderaten technischen Anforderungen, aber hohen konditionellen Ansprüchen durch die arktischen Bedingungen. Schneeschuhtouren und Winterwandern ergänzen das Winterprogramm von November bis Juni.
Das subarktische Klima mit Temperaturen von -6°C im Winter bis 14°C im Sommer und bis zu 3.000 mm Niederschlag macht das Plateau zu einem realistischen Trainingsgelände. Das Wetter kann sich binnen Minuten von Sonnenschein zu Schneesturm wandeln – genau diese Unberechenbarkeit macht die Hardangervidda zum idealen Expeditionstraining für polare Regionen.