Norwegen liegt im westlichen und nördlichsten Teil der Skandinavischen Halbinsel in Nordeuropa. Das Land grenzt im Osten an Schweden, im Nordosten an Finnland und Russland. Das Skandinavische Gebirge — auch Kjølen genannt — zieht sich als langes Rückgrat von Süd nach Nord durch das gesamte Land und bildet die natürliche Grenze zu Schweden. Rund ein Drittel der Landesfläche liegt oberhalb der Baumgrenze. Die Fjordküste im Westen zählt zu den markantesten Landschaften Europas. Der Sognefjord misst 204 km in der Länge und gilt als zweittiefster Fjord der Welt. Die Festlandküste einschließlich aller Fjorde misst 28.953 km; mit den 239.057 registrierten Inseln erreicht die Küstenlinie rund 100.915 km. Die Gesamtfläche Norwegens beträgt 385.207 km².
Norwegen ist eine konstitutionelle Monarchie mit parlamentarischem Regierungssystem. König Harald V. aus dem Haus Glücksburg ist Staatsoberhaupt; Hauptstadt des Landes ist Oslo. Rund 5,6 Millionen Menschen leben in Norwegen. Die Amtssprache Norwegisch existiert in zwei offiziellen Schriftformen — Bokmål und Nynorsk. Samisch ist als Regionalsprache anerkannt. Die norwegischen Dialekte stehen in enger Verwandtschaft mit dem Dänischen und Schwedischen. Der Lutheranismus prägt das Land seit der Einführung des Protestantismus im Jahr 1536. Im 19. Jahrhundert erhoben Maler wie Hans Gude und Komponisten wie Edvard Grieg die Fjord- und Gebirgswelt zur Ikone norwegischer Nationalidentität. Die Berglandschaft und die Fjorde durchziehen Literatur, Malerei und Musik dieser Epoche bis heute.