Ladakh im indischen Westhimalaya bildet das höchste Plateau Indiens und erstreckt sich zwischen den Gebirgsketten des Himalaya und Karakorum auf über 3.000 m Höhe. Mit sieben Siebentausendern wie dem Saser Kangri I (7.672 m) und dem Mamostong Kangri (7.526 m) zählt die Region zu den bedeutendsten Expeditionsgebieten des Himalaya. Als 'Dritter Pol' und 'Land der hohen Pässe' prägt Ladakh seit den ersten indo-japanischen Expeditionen der 1980er Jahre die Geschichte des Höhenbergsteigens.
Das Spektrum reicht von technisch anspruchsvollen Expeditionen bis zu Trekkingreisen durch das Markha Valley mit Sechstausender-Besteigungen. Die Hochwüstenlandschaft zwischen Indus und Zanskar ermöglicht Bergsteigen in einer der trockensten Regionen der Erde – geprägt vom Regenschatten des Himalaya mit nur 100 mm Jahresniederschlag.
Die extreme kontinentale Höhenlage schafft Bedingungen von -35°C im Winter bis +35°C im Sommer, während der Zanskar-Fluss komplett zufriert. Der Kushok Bakula Airport in Leh auf 3.256 m gilt als einer der höchstgelegenen Verkehrsflughäfen der Welt und ermöglicht direkten Zugang zu den Expeditionsgebieten des östlichen Karakorum.