Gebiet

Manaslu-Region

🇳🇵

Die Manaslu-Region im nepalesischen Zentralhimalaya umfasst den achthöchsten Berg der Welt und bildet eines der abgelegensten Expeditionsgebiete des Himalayas. Der Manaslu (8.163 m) – der "Berg des Geistes" – gilt als einer der anspruchsvollsten Achttausender mit nur 297 Besteigungen bis 2008 und einer Todesrate, die ihn zum viertgefährlichsten 8000er macht. Das Massiv mit seinen vier Siebentausendern zwischen 7.069 und 8.163 m Höhe lockt sowohl Expeditionsbergsteiger als auch Trekkingbegeisterte in eine der kulturell reichsten Regionen Nepals.

Das Spektrum reicht von hochalpinen Expeditionen am Manaslu bis zum 177 km langen Manaslu Circuit Trek über den Larkya La Pass (5.106 m). Der Circuit gilt als einer der ursprünglichsten Himalaya-Treks und führt durch sechs Klimazonen – von subtropischen Tälern auf 1.000 m bis in arktische Eisregionen über 4.500 m. Die Region ist seit 1991 für Trekking geöffnet und erfordert spezielle Permits sowie einen registrierten Führer.

Geprägt wird das Gebiet von der Manaslu Conservation Area (1.663 km²) mit über 110 Vogelarten und bedrohten Schneeleoparden. Die Völker der Nubri und Tsum haben ihre tibetische Kultur mit Klöstern, Mani-Mauern und Chortens bewahrt. Kathmandu dient als einziger Zugangsort für alle Unternehmungen in der streng regulierten Restricted Area.

Bekannte Ziele im Gebiet
Manaslu 8163m
Samagaon 3530m
Bhauda Himal 6672m
Ngadi Chuli 7871m
Thulagi Chuli 7069m

Land

Nepal

Orte im Gebiet

Kathmandu

Trekking und Achttausender-Expeditionen im nepalesischen Himalaya

Expeditionen & Trekking in der Manaslu-Region

Die Region bietet sowohl Achttausender-Expeditionen als auch Komfort-Trekking. Der Manaslu gilt als technisch anspruchsvoller Berg mit extremen Anforderungen an Höhenbergsteigerfahrung und Akklimatisation. Der berühmte Manaslu Circuit Trek führt über 177 km durch sechs Klimazonen bis zum Larkya La Pass auf 5.106 m. Beide Aktivitäten erfordern exzellente Kondition und Höhenerfahrung – Trekking mit mittleren bis schweren Anforderungen, Expeditionen mit extremen Bedingungen bis 8.163 m Höhe.

Anreise & Logistik Manaslu-Region

Kathmandu ist der einzige Zugangsort für alle Unternehmungen. Die Region erfordert ein Manaslu Restricted Area Permit (100 US$ pro Woche im Herbst) sowie das Manaslu Conservation Area Permit. Mindestens zwei Personen mit registriertem Führer sind vorgeschrieben. Expeditionen starten meist in Arughat Bazaar, Trekkingtouren führen bis Besisahar. Die strenge Regulierung schützt sowohl die Natur als auch die tibetische Kultur der Nubri und Tsum.

Saison & Klima in der Manaslu-Region

Expeditionen sind von April bis Mai und September bis Oktober möglich – außerhalb des Monsuns mit stabilen Wetterfenstern. Trekking ist von März bis Mai und September bis November optimal, mit klarer Sicht und moderaten Temperaturen. Die Region umfasst sechs Klimazonen von subtropisch (31-34°C im Sommer) bis arktisch (dauerhaft unter 0°C über 4.500 m). Der Monsun von Juni bis September bringt 1.900 mm Jahresniederschlag und macht Unternehmungen unmöglich.

Gut zu wissen:

Reinhold Messner bestieg 1972 den Manaslu über die gefährliche Südwand – es war eine der ersten Achttausender-Besteigungen ohne Sauerstoff. 1981 gelang hier die weltweit erste Skiabfahrt von einem Achttausender durch die Österreicher Millinger und Wörgötter. Benedikt Böhm stellte 2012 einen Geschwindigkeitsrekord auf mit Aufstieg und Skiabfahrt in unter 24 Stunden.

Beste Reisezeit für die Manaslu-Region

Expeditionen & Höhenbergsteigen
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Trekking & Wanderreisen
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Expeditionen und Trekking in der Manaslu-Region

Häufige Fragen zur Manaslu-Region

Wie schwierig ist das Trekking rund um den Manaslu wirklich – und welche alpinen Erfahrungen sollte ich mitbringen?

Das Manaslu-Trekking erfordert sehr gute Kondition und Erfahrung in hochalpinem Gelände bis 5.106 Meter am Larkya La Pass. Die Route führt durch sechs verschiedene Klimazonen von subtropischen Gebieten auf 1.000 Metern bis zur arktischen Zone über 4.500 Meter, wo dauerhaft Temperaturen unter dem Gefrierpunkt herrschen.

Wie komme ich von Kathmandu zum Startpunkt des Manaslu-Treks – und wie lange dauert die Anreise?

Das Manaslu-Trekking startet normalerweise in Arughat Bazaar, das von Kathmandu aus erreicht wird. Die Anreise erfolgt über Straßenverbindungen ins Budhi Gandaki-Tal, wo der Trek entlang der alten Salz-Handelsroute beginnt.

Wann ist die beste Jahreszeit für das Manaslu-Trekking – und welche Monate sollte ich meiden?

Die beste Trekkingzeit für Manaslu liegt in den Monaten März bis Mai und September bis November. Der Monsun von Juni bis September bringt starke Niederschläge mit durchschnittlich 1.900mm Jahresniederschlag, während die Wintermonate Dezember bis Februar Schneefall bis 3.000 Meter Höhe bedeuten.

Welche Genehmigungen und Permits brauche ich für das Trekking in der Manaslu-Region?

Für das Manaslu-Trekking sind zwei Permits erforderlich: das Manaslu Restricted Area Permit für 100 US-Dollar pro Woche im Herbst und das Manaslu Conservation Area Permit für 30 US-Dollar. Diese Genehmigungen sind seit der Öffnung für Trekking 1991 verpflichtend.

Kann ich das Manaslu-Trekking allein machen – oder brauche ich einen registrierten Führer?

Das Manaslu-Trekking erfordert mindestens zwei Personen mit einem registrierten Führer - Alleinwandern ist nicht gestattet. Diese Regelung gilt für das gesamte Manaslu Restricted Area und wird streng kontrolliert.

Wie lange dauert das Manaslu-Trekking insgesamt – und wie viele Tage bin ich täglich unterwegs?

Das Manaslu-Trekking dauert 23 Tage und führt über 177 Kilometer rund um den achthöchsten Berg der Welt. Die täglichen Gehzeiten variieren je nach Etappe und Akklimatisation, wobei der höchste Punkt am Larkya La Pass auf 5.106 Metern erreicht wird.

Was ist das Tsum Valley – und lohnt sich der Umweg während des Manaslu-Treks?

Das Tsum Valley ist ein abgelegenes Seitental, bewohnt von der Tsum-Ethnie, die noch viel traditionelle tibetische Kultur bewahrt hat. Im Gegensatz zum häufiger besuchten Nubri-Gebiet seit 1950 bietet das Tsum Valley authentische Einblicke in die ursprüngliche Himalaya-Kultur.

Welche kulturellen Besonderheiten sollte ich in der Manaslu-Region respektieren – Klöster, Mani-Mauern und lokale Traditionen?

Die Manaslu-Region ist geprägt von buddhistischen Klöstern, Mani-Mauern, Chortens und anderen religiösen Wahrzeichen. Das Pung-gyen Kloster wurde nach einer Lawine 1954 mit japanischen Spenden wieder aufgebaut und zeigt die tiefe spirituelle Verbindung der Region zum tibetischen Buddhismus.

Bekannte Ziele in der Manaslu-Region

Gipfel 8.163 m

Manaslu

Der Manaslu erhebt sich auf 8.163 m Höhe im Mansiri Himal in Nepal und gilt als der achthöchste Berg der Welt. Der Sanskrit-Name bedeutet "Berg des Geistes" und verweist auf die spirituelle Bedeutung des Gipfels. Die Erstbesteigung gelang 1956 der japanischen Expedition von Toshio Imanishi und Gyalzen Norbu.

Dorf 3.530 m

Samagaon

Samagaon liegt auf 3.530 m im oberen Budhi Gandaki-Tal am Fuß des Manaslu-Massivs. Das Sherpa-Dorf gilt als kulturelles Zentrum der Manaslu-Region und wichtiger Stützpunkt am Manaslu Circuit Trek. Der nahegelegene Birendra-See auf 3.680 m bietet sich für Akklimatisationswanderungen an.

Gipfel 6.672 m

Bhauda Himal

Der Bhauda Himal erhebt sich auf 6.672 m im nepalesischen Zentralhimalaya. Der Gipfel liegt in der Manaslu-Region unweit des gleichnamigen Achttausenders.

Gipfel 7.871 m

Ngadi Chuli

Der Ngadi Chuli erhebt sich mit 7.871 m als dritthöchster Gipfel des Mansiri Himal in Nepal. Der technisch anspruchsvolle Berg zwischen Manaslu und Himachuli wurde seit 1982 nicht mehr bestiegen. Steile Westwand und aktive Gletscher machen den Zugang extrem gefährlich.

Gipfel 7.069 m

Thulagi Chuli

Der Thulagi Chuli erhebt sich auf 7.069 m im Mansiri Himal des nepalesischen Himalaya. Der Siebentausender liegt südwestlich des Manaslu und wird durch den Thulagigletscher von den benachbarten Achttausendern getrennt. Erst 2015 gelang russischen Bergsteigern die Erstbesteigung des technisch anspruchsvollen Gipfels.

Gipfel 7.893 m

Himachuli

Der Himachuli erhebt sich auf 7.893 m im nepalesischen Himalaya als südöstlichster Gipfel der Manaslu-Gruppe. Der 18.-höchste Berg der Erde liegt östlich des Marsyangdi-Tales und ist von Kathmandu aus sichtbar. Die Erstbesteigung gelang 1960 einer japanischen Expedition über die Ostseite.

Gipfel 6.693 m

Rani peak

Der Rani Peak erhebt sich auf 6.693 m in der Manaslu-Region des nepalesischen Himalayas. Der Gipfel liegt im Mansiri Himal zwischen subtropischen Vorgebirgen und ariden Trans-Himalaya-Hochweiden.

Gipfel 7.992 m

Manaslu East Pinnacle

Der Manaslu East Pinnacle erhebt sich auf 7.992 m im nepalesischen Himalaya und ist der höchste Siebentausender weltweit. Der östliche Gipfel des Manaslu-Massivs verleiht dem Berg seine charakteristische sichelförmige Form. Nur acht Meter unter der magischen 8.000-Meter-Grenze bildet er einen exponierten Gratpunkt im Zentralhimalaya.

Gipfel 6.994 m

Manaslu North

Der Manaslu North erhebt sich als Nordgipfel des 8.163 m hohen Manaslu auf 6.994 m Höhe im nepalesischen Himalaya. Der Gipfel liegt im Mansiri Himal und wurde 1964 von einer niederländischen Expedition erstbestiegen. Als Teil des Manaslu-Massivs zählt er zu den bedeutenden Siebentausendern des Zentralhimalaya.

Gipfel 6.249 m

Larkya Peak

Der Larkya Peak erhebt sich auf 6.249 m in der Manaslu-Region des nepalesischen Himalayas. Der technisch anspruchsvolle Gipfel zählt zu den am wenigsten bestiegenen Bergen Nepals. Offizielle Klettererlaubnis für Ausländer seit 2002 verfügbar.

Sattel 7.100 m

North Col

Der North Col liegt auf 7.100 m Höhe im nepalesischen Himalaya. Der Pass bildet ein wichtiges Hochlager für Expeditionen zum Manaslu. Von hier aus erfolgt der finale Gipfelanstieg zum 8.163 m hohen Achttausender.

Gletscher

Thulagi Glacier

Der Thulagi-Gletscher liegt im Einzugsgebiet des Marshyangdi-Flusses am Manaslu. Der Gletscher speist den Thulagi-See auf 4.044 m Höhe, dessen Wasservolumen seit 1995 kontinuierlich ansteigt. Aufgrund der Gletscherschmelze gilt das Gebiet als gefährdet für Gletscherseeausbrüche.

Gebiete in der Nähe der Manaslu-Region

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