Bergwanderungen

Auf den Säntis wandern | Alpstein/Schweiz

Einzigartige Ausblicke vom Säntis im Herzen des Alpstein

Zwischen Bodensee und dem Säntis in der Ostschweiz liegt die liebliche Berglandschaft des Appenzellerlandes, dessen schönste Seiten wir auf dieser viertägigen Rundwanderung erkunden. Schon mit dem Start der Tour am Aussichtsberg "Hoher Kasten" (1.793 m) und der Wanderung zur "Saxer Lücke" (1.649 m) können wir die volle Pracht dieser einzigartigen Bergregion erleben. Während unserer Wanderung entdecken wir malerische Bergseen und blumenreiche Almwiesen, aber auch schroffe Gebirgszüge und die aufgefächerten Wände der Altenalptürm (2.033 m). Eine einzigartige Aussicht erwartet uns bei der Besteigung des Säntis (2.502 m), dem höchsten Berg des Alpstein Massivs. Übernachtet wird in gemütlichen Gasthöfen hoch oben am Berg in fantastischer Aussichtslage und im Sennendörflein Meglisalp.

Reiseablauf

Tourbeginn:

10.30 Uhr An Eingang der Bahnstation

Tourende:

14.00 Uhr An Eingang der Bahnstation

1. Tag – Vom "Hohen Kasten" zum Fälensee

Der Beginn unserer mehrtägigen Wanderung startet gemütlich, denn den Anstieg zum Aussichtsberg "Hoher Kasten" bewältigen wir mit der Bergbahn. Dort oben, auf knapp 1.800 m Höhe, genießen wir erst einmal die traumhafte Aussicht auf das vor uns liegende Appenzeller Land. Im Norden eine lieblich, grüne und beweidete Hügellandschaft und im Süden die mächtigen bizarren Felsen, die sich über dieser heiteren Vorgebirgslandschaft auftürmen. Auf herrlichem Grat wandern wir von hier über die Stauberenkanzel bis schließlich das Gasthaus Staubern zu einer Einkehr einlädt. Auf dem Weiterweg wird die Landschaft immer spektakulärer und bei gutem Wetter blinkt rechterhand bald der Fälensee in herrlich frischen Farben zu uns herauf, linkerhand fließt weit unter uns der Rhein im Kanton St. Gallen. Mit Erreichen der Saxer Lücke (1.649 m) verlassen wir den Höhenweg. Knapp 200 Hm steigen wir noch ab, zum wunderschön über dem Fälensee gelegenen Gasthaus Bollenwees ab, wo uns gemütliche Gastlichkeit und leckeres Essen erwartet.

Auf- und Abstieg:

550 hm

Gehzeit

5 h

2. Tag – Über den Zwinglipass und Rotsteinpass zur Meglisalp

Nach einem guten Frühstück wandern wir am Nordufer des Bergsees entlang bis das Wiesengelände zur Alp Häderen etwas aufsteilt. Auf einer Hochebene taucht recht plötzlich die Zwinglipasshütte (1.999 m) auf. Entlang der Südhänge des Altmanns, mit 2.435 m Höhe der zweithöchste Gipfel des Alpsteins, steigen wir weiter hinauf bis auf 2.330 m.

Hier beginnt ein kühner, sehr schöner Steig, welcher manchmal ein ruhiges und herzhaftes Zugreifen erfordert. Schwindelfreiheit und absolute Trittsicherheit sind hier unerlässlich, um die nächsten ca. 45 min sicher abwärts zum Rotsteinpass zu kommen. Spektakulär, aber durchweg mit Drahtseilen gesichert, führt der Steig durch felsiges Terrain und enge Couloirs zur toll gelegenen Rotsteinhütte.Wir haben Zeit und Grund zum Genießen, denn die technisch anspruchsvollste Etappe der gesamten Mehrtagestour liegt hinter uns.In einer guten Stunde Abstieg erreichen wir auf einfachen Wanderwegen unsere geschichtsträchtige Unterkunft, das gemütliche Sennerdörflein Meglisalp. Hier, auf 1.520 m, ist bereits für das Jahr 1071 eine landwirtschaftliche Nutzung nachgewiesen und das erste kleine Gasthaus wurde 1861 erbaut.

Auf- und Abstieg:

900 hm

Gehzeit

6 h

3. Tag – Aussicht genießen am Säntis - auf den höchsten Berg des Alpstein

Wir starten früh in den Tag, die längste Etappe unserer Tour liegt vor uns. Unser Rucksack ist leicht, verglichen mit den Lasten der früheren Säntisträger, die hierher Baumaterial mit bis zu 128 kg pro Last schleppen mussten. Bis zur Wagenlücke nimmt die Steigung gemächlich zu, der gesamte Aufstieg zum Säntis ist relativ einfach, Seilsicherungen sind dennoch über sehr kurze Strecken vorhanden. So erreichen wir den höchsten Punkt des Alpsteins und genießen bei guter Fernsicht dessen geniale Aussicht in vollen Zügen, bevor wir den Einstieg zur Himmelsleiter erreichen.

Auf der Himmelsleiter müssen wir auf "Gegenverkehr" achten, sie kann recht frequentiert sein, ist jedoch mit Stahlseilen gut abgesichert und einfacher zu begehen als unser Steig am Tag zuvor. Nach einem längeren Abstieg, teils auf geschlagenen Stufen und einer kurzen Wegquerung zwischendurch erreichen wir den Hangfuß und unter Umständen ein größeres Schneefeld. Meist ist sogar ein Fixseil zum Festhalten angebracht. Teilweise recht schottrig und gelegentlich ein wenig ausgesetzt geht es weiter am Hangfuß des Hüenserberges entlang. Bald sind die grünen Wiesen erreicht und auch der Bodensee erscheint aus einer ungewohnten Perspektive. Schroffe Felstürme, die Altenalptürme, zeigen nochmals eine typische Landschaftsform des Alpsteins und wir erreichen unser Tagesziel, das Berggasthaus Schäfler, in einzigartiger Adlerhorstlage auf 1912m!

Nach einem langen Tag genießen wir hoch über dem Seealpsee diese herrliche Aussicht und ein leckeres Abendessen.

Auf- und Abstieg:

1350 hm

Gehzeit

7-8 h

4. Tag – Über die Ebenalp zurück nach Brülisau

Gemütlich können wir in diesen Morgen starten, denn heute steht nur noch der Abstieg ins Tal auf dem Programm. Dieser ist führt über Almwiesen und vorbei an spektakulären Felsformationen bis zur Ebenalp. Von hier ist es nur noch ein kurzes Stück bis zur 150 m langen Eremitenhöhle und dem Aescher Wildkirchli. In den steilen Fels gebaut thront es wie ein Adlernest über dem Tal und präsentiert die Schweizer Landschaft noch einmal von ihrer schönsten Seite. Auf gemütlichen Pfaden führt unser Abstieg bis nach Schwende, wo wir die mit dem Zug angereisten Gäste am Bahnhof verabschieden. Auf einem Naturerlebnispfad erreichen wir Brülisau und hier heißt es endgültig Abschied nehmen: Eine grandiose Bergtour ist zu Ende!

Auf- und Abstieg:

150 hm

Gehzeit

3 h

Highlights auf dieser Reise

Dorf 838 m

Schwende

Schwende liegt auf 838 m im Kanton Appenzell Innerrhoden. Das Bergdorf ist Ausgangspunkt für Wanderungen auf Säntis, Ebenalp und zum berühmten Aescher. Die Appenzellerbahn verbindet den Ort mit dem Rheintal.

Seilbahn 1.596 m

Ebenalp

Die Ebenalp liegt auf 1.596 m am nördlichen Ende des Alpsteins. Die Luftseilbahn von Wasserauen erschließt das Wandergebiet zwischen Schäfler und Säntis. Unterhalb der Station führt ein Weg durch die Bärenhöhle zum Wildkirchli.

Dorf 922 m

Brülisau

Brülisau liegt auf 922 m am Fuß des Hohen Kastens in den Appenzeller Alpen. Das Pfarrdorf dient als Ausgangspunkt für Säntis-Wanderungen und verfügt über eine Luftseilbahn zum Hohen Kasten. Die neuromanische Sebastianskirche von 1879 prägt den Dorfkern.

Gipfel 2.502 m

Säntis

Der Säntis erhebt sich mit 2.502 m als höchster Gipfel der Appenzeller Alpen. Seine exponierte Lage macht ihn zu einer weithin sichtbaren Landmarke. Bei guter Sicht reicht der Blick vom Gipfel in sechs Länder.

Gipfel 1.795 m

Hoher Kasten

Der Hohe Kasten erhebt sich auf 1.795 m als markanter Aussichtsberg über dem St. Galler Rheintal. Als «Rigi der Ostschweiz» bildet er das Eingangstor zu den Schweizer Alpen. Eine Luftseilbahn erschließt den Gipfel seit 1964 von Brülisau aus.

Sattel 2.074 m

Wagenlücke

Die Wagenlücke liegt auf 2.074 m zwischen Seealp und Säntis im Alpstein. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang auf dem Normalweg zum höchsten Berg der Appenzeller Alpen. Historisch stand hier eine Schutzhütte für Proviantträger des Säntiswirts.

Sattel 2.122 m

Rotsteinpass

Der Rotsteinpass liegt auf 2.119 m zwischen Säntis und Altmann in den Appenzeller Alpen. Der Pass bildet die natürliche Kantonsgrenze zwischen Appenzell Innerrhoden und St. Gallen. Ein Bergwanderweg verbindet Unterwasser mit der Meglisalp über den technisch anspruchsvollen Übergang.

Sattel 1.649 m

Saxerlücke

Die Saxerlücke liegt auf 1.649 m zwischen den Kantonen Appenzell Innerrhoden und St. Gallen. Der Pass bildet Teil des markanten Sax-Schwende-Bruchs, einer geologischen Verwerfung im Alpstein. Von hier führen Wanderwege zum Fälensee und über den Kamm zum Hohen Kasten.

Gipfel 2.435 m

Altmann

Der Altmann erhebt sich mit 2.435 m als zweithöchster Gipfel des Alpsteins an der Grenze zwischen Appenzell Innerrhoden und St. Gallen. Der aus Kalkstein bestehende Berg gilt als klassischer Kletterberg mit exponierter Gipfelkletterei im zweiten Grad.

See 1.141 m

Seealpsee

Der Seealpsee liegt auf 1.142 m zwischen den Felswänden des Alpsteins in Appenzell Innerrhoden. Der klare Bergsee ist ein beliebtes Wanderziel mit zwei Berggasthäusern. Im Juli 2009 und 2010 verfärbte sich das Wasser durch die Alge Tovellia sanguinea spektakulär rot.

Dorf

Weissbad

Weissbad liegt auf 800 m zwischen Appenzell und Wasserauen im Kanton Appenzell Innerrhoden. Der historische Kurort entwickelte sich ab 1790 zum bedeutendsten Tourismusort der Region. Heute dient Weissbad als Ausgangspunkt für Wanderungen zum Säntis und in die umliegenden Appenzeller Berge.

Kirche

St. Niklaus

Die Pfarrkirche St. Nikolaus steht im historischen Stadtkern von Altstätten im Kanton St. Gallen. Das eintürmige Kirchengebäude wurde 1794–1798 von den Altstätter Architekten Johann Jakob und Hans Ulrich Haltiner in klassizistischem Stil erbaut. Ein Gotteshaus an diesem Ort wurde bereits 1278 erwähnt.