Trekking

Der wilde Südwesten Kirgistans | Turkestan Gebirge

Trekking mit Zelt und Pferd im Südosten Kirgistans

Südost-Kirgistan begeistert jeden Naturliebhaber und Bergwanderer mit seiner atemberaubenden Natur und Abgeschiedenheit. Auf dem Turkestan Trail sind wir abseits der Touristenrouten und weitestgehend sicherlich allein unterwegs. Auch bekannt als das "Patagonien Zentralasiens" ist die Landschaft hier geprägt von schroffen, steilen und vergletscherten Granitbergen mit über 5.000 m Höhe, dichten Wäldern, Wacholderhainen, lieblichen Tälern mit saftigen, blumenreichen Wiesen, klaren Bergseen und wilden Bergflüssen. Von den Pässen genießen wir spektakuläre Ausblicke bis weit in den Pamir mit seinen mächtigen, eisbedeckten Bergriesen, die bis über 7.000 m hoch aufragen, darunter der Pik Lenin mit 7.134 m.

Während der Reise bekommen wir außerdem einen umfangreichen Einblick in die kirgisische Kultur und Geschichte. Bischkek, die Hauptstadt des Landes, erkunden wir ebenso wie die über 3.000 Jahre alte Stadt Osch direkt an der Seidenstraße. Unser Trekking beginnen wir schließlich in einem kleinen kirgisischen Dorf, in dem wir die Gastfreundschaft einer Hirten-Familie kennenlernen. Ihre Pferde und Esel werden uns während des Trekkings begleiten und unser Gepäck sowie die Camping-Ausrüstung transportieren. Wir errichten unsere Camps an den schönsten Plätzen des Turkestan Trails und werden von unserer Begleitmannschaft hervorragend versorgt.

Diese geführte Wanderreise bietet die beste Möglichkeit, um die einzigartige Natur und uralte Kultur Kirgisistans in all seiner Vielfalt zu erleben!

Für wen ist die Reise geeignet

  • • Akklimatisation durch Routenführung

Schwierigkeit

3.0

Anforderung

Kondition
Ernsthaftigkeit

Reiseablauf

1. Tag – Anreise nach Kirgistan

Von München oder Frankfurt fliegen wir nach Bischkek, die Hauptstadt Kirgistans. In der Regel müssen wir in Istanbul umsteigen, wo dann spätestens alle Teilnehmer zusammen kommen und im selben Flieger sitzen.

2. Tag – Auf den Spuren der Seidenstraße

Am frühen Morgen landen wir in Bishkek, wo bereits unsere kirgisischen Führer zu uns stoßen. Mit einem kurzen Inlandsflug geht es direkt weiter nach Osh, der zweitgrößten Stadt Kirgistans. Auch wenn ihre Geschichte auf den ersten Blick nicht sichtbar ist, war Osh schon vor über 3.000 Jahren ein wichtiges Handelszentrum direkt an der Seidenstraße. Hier stoßen wir zum Rest unserer Begleitmannschaft, mit der wir gemeinsam direkt weiter ins 360 km entfernte Dorf Ozgurush an den Ausläufern der Turkestankette in der Batken Region fahren. Unterwegs genießen wir bereits wunderbare Ausblicke auf das "Patagonien Zentralasiens", die mächtigen Gipfel des Turkestangebirges, und bekommen eine Idee davon, was uns in den kommenden zwei Wochen erwarten wird. An einer Militärstation auf der Straße Richtung Tadschikistan und Usbekistan werden die Fahrzeuge registriert und die Permits überprüft. Am Abend kommen wir schließlich in Ozgurush, unserem Ausgangspunkt für unser Trekking, an. Wir übernachten in einem sogenannten "Homestay" - eine Art Gästehaus - bei einer kirgisischen Hirtenfamilie, deren Gastfreundschaft wir am Abend genießen.

3. Tag – Mit den Tragtieren ins wilde Ak-Tash Valley

Nach der langen Anreise startet heute unser Trekking in die wunderbare Berglandschaft des kirgisischen Pamirs, das wir bereits gestern aus der Entfernung sehen konnten. Wir verstauen das Gepäck auf den Pferden, die wir von unseren Gastgebern bekommen, verabschieden uns von der herzlichen kirgisischen Familie und wandern los. Es geht durch wilde Aprikosen- und Walnusswälder, über kleine Brücken auf die andere Seite des Flusses und schließlich bergan, bis wir den Buljuma Pass auf 2.795 m Höhe erreichen. Hier eröffnet sich uns eine traumhafte Aussicht auf den Pik Piramidalny (5.509 m), den zweithöchsten Gipfel der Turkestankette, sowie den Orto Chashma. Nach einer Pause gehen wir weiter in das vor uns liegende liebliche Ak-Tash Tal, wo wir unser erstes Zelt Camp errichten.

Auf- und Abstieg:

1350 hm

Gehzeit

6 h

4. Tag – Über den Jalgychy Pass (3.774 m) ins Jalgychy Tal

Voller Motivation starten wir heute in Richtung Jalgychy Pass. Wir benötigen etwa einen halben Tag, bis wir die Hochebene des Ak-Tash Flusses und den Jalgychy Pass (3.744 m) erreichen. Unterwegs begegnen wir vielleicht dem einen oder anderen Hirten, der hier seine Schaf- und Kuhherden zum Weiden bringt. Am höchsten Punkt liegt schließlich die gesamte Turkestankette vor uns und bildet ein unvergleichliches Panorama. Wir genießen den Ausblick und steigen ins Jalgychy Tal ab, wo wir unser Camp für die Nacht aufschlagen.

Auf- und Abstieg:

1200 hm

Gehzeit

7-8 h

5. Tag – Vom Jalgychy Tal nach Orto Chashma

Nachdem wir alles zusammen gepackt haben, wandern wir weiter. Heute steht eine etwas kürzere Etappe auf dem Programm, so dass wir uns von den ersten beiden Wandertagen etwas erholen können. Vom Jalgychy Tal geht es über einen namenlosen Pass auf 3.600 m zunächst ins Kashka Suu Tal und von hier nach Orto Chashma, wo wir auf etwa 2.800 m Höhe am gleichnamigen Fluss inmitten von Wacholderbüschen unser Zeltlager errichten.

Auf- und Abstieg:

600 hm

Gehzeit

5-6 h

6. Tag – Vom Orto Chashma in Richtung Ak Tubek

Heute dringen wir tiefer ins Pamir Gebirge vor und folgen dem Orto Chashma Fluss. Wir genießen die idyllische Landschaft und steigen kurz nachdem der Ak Tubek Fluss in den Orto Chashma mündet, auf in Richtung Ak Tubek Pass. Von hier haben wir wunderbare Ausblicke auf die mit Schnee und Eis bedeckten Pamier Gipfel, die das Tal umschließen. Auf etwa 3.800 m Höhe errichten wir unser Camp für die Nacht.

Auf- und Abstieg:

900 hm

Gehzeit

6-7 h

7. Tag – Atemberaubende Gipfelpanoramen vom Ak Tubek Pass (4.390 m)

Wir steigen weiter bis zum Ak Tubek Pass auf 4.390 m Höhe auf. Am Pass angelangt, kann uns schon einmal kurz die Luft weg bleiben. Sicherlich sind wir auch vom anstrengenden Aufstieg etwas außer Puste, aber vielmehr ist es das Panorama auf die umliegenden 5.000-er Gipfel des Pamir Gebirges, das sich uns hier präsentiert und den Atem stocken lässt. Eine ausgiebige Pause haben wir uns mehr als verdient! Es folgt schließlich der lange Abstieg ins Ak-Suu Valley, an einigen Stellen steil, aber technisch nicht schwer. Unter den Flanken der mächtigen 5.000-er Gipfel wie Aksu (5.355 m), Iskander (5.120 m), Petrogradets (5.165 m), Admiralteets (5.090 m) und A.Block (5.229 m) setzen wir unseren Weg ins Ak Mechet Valley fort, wo wir zwischen dem Wacholder unser Camp aufschlagen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Auf- und Abstieg:

680 hm

Gehzeit

6-7 h

8. Tag – Ruhetag im Ak Mechet Tal | optional Wanderung zur Aksu Nordwand

Das Ak Mechet Tal, in dem sich klare Bergbäche über große Weideflächen schlängeln, eingerahmt von uralten Wäldern und schließlich den weit in den Himmel ragenden, über 5.000 m hohen Berggipfeln, hat schon eine sehr besondere Atmosphäre. Ein idealer Ort, um nach den Anstrengungen der letzten Tage einen Ruhetag einzulegen und etwas länger zu verweilen. Wer nicht rasten möchte, unternimmt eine Wanderung zur Nordwand des Aksu (5.355 m). Dafür folgen wir dem Trail durch die Wacholderwälder bis zum Aksu-Gletscher am Fuße der beinahe 2.000 m hohen, fast senkrechten Nordwand des Bergriesen. Sie ist wahrlich beeindruckend und bietet extrem fordernde Kletterei für starke Alpinisten. Wir genießen den Anblick von unten bei einer gemütlichen Brotzeit und wandern zurück zu unserem Camp.

Auf- und Abstieg:

600 hm

Gehzeit

5 h

9. Tag – Über den Uryam Pass (3.750 m) zum gleichnamigen Fluss

Heute packen wir wieder alles zusammen und ziehen weiter. Wir wandern etwas in Richtung Kara Suu und halten uns schließlich flussaufwärts. Auf 3.750 m Höhe erreichen wir den Uryam Pass und steigen von hier bis zum Talboden ab. Auf den grünen Wiesen am Ufer des Uryam Flusses schlagen wir unser Camp auf und genießen den Blick auf den Ural Gletscher sowie die vereisten Gipfel der umliegenden Berge.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

6-7 h

10. Tag – Über unseren letzten 4.000-er Pass: den Ashat (4.150 m)

Am Morgen machen wir uns wieder auf. Wir überqueren den Fluss und wandern stetig bergan. Wir erreichen den Ashat Pass auf 4.150 m Höhe und lassen den Blick über die karge, rauhe Berglandschaft oberhalb der Baumgrenze schweifen. Unter den felsigen Flanken des Parus Peak, der sich ebenfalls in die 5.000er Liste einreihen kann, folgen wir dem Pfad in Richtung Ashat Valley. Auf der Parus Westseite schlagen wir schließlich unser Camp auf einer Klippe oberhalb des Tals mit Blick auf den mächtigen Sabakh Peak (5.282 m) auf.

Auf- und Abstieg:

1400 hm

Gehzeit

6-7 h

11. Tag – Flussabwärts über Layli Mazar nach Ozgurush

Unser Trekking neigt sich langsam dem Ende. Wir folgen heute dem Ashat Fluss eine ganze Weile in Richtung Tal. Wir verlieren dabei gut an Höhe und die breiter werdenden Pfade verraten bereits, dass wir uns der Zivilisation nähern. Nach unserer Mittagspause wird es oberhalb des Laily Mazar Flusses noch einmal anstrengend, bevor wir am Nachmittag unser Fahrzeug erreichen, welches uns die letzten 7 km zurück nach Ozgurush bringt. Hier endet unser Trekking über den Turkestan Trail. In unserem Gästehaus genießen wir die langersehnte Dusche und auch ein kaltes Bier haben wir uns unter den schattenspendenden Aprikosenbäumen mehr als verdient. Wir tauchen wieder in das kirgisische Leben ein, stoßen auf unser gelungendes Trekking an und übernachten noch einmal im "Homestay" der kirgisischen Hirtenfamilie.

Auf- und Abstieg:

150 hm

Gehzeit

6-7 h

12. Tag – Rückfahrt nach Osh

Nach dem Frühstück verstauen wir unser Gepäck im Fahrzeug und begeben uns auf die lange Rückfahrt nach Osh. Am Nachmittag checken wir in unser Hotel ein und haben noch genügend Zeit, um mit unserem Guide einige Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden. In einem der vielen Straßencafés kehren wir vor dem Abendessen noch einmal ein und lassen es uns einfach gut gehen.

13. Tag – Das bunte Stadtleben in Bishkek

Am Morgen geht es zum Flughafen und wir fliegen zurück nach Bishkek, wo uns der restliche Tag in der bunten Stadt zur freien Verfügung steht, um die letzten Souvenirs zu besorgen. Am Abend genießen wir zum Abschluss noch einmal ein köstliches Abendessen und feiern den Abschluss unseres Trekkings durch die eindrucksvolle Wildnis Kirgistans. Wir übernachten in einem Hotel in der Stadt.

14. Tag – Heimreise

Mit vielen wunderbaren Eindrücken im Gepäck nehmen wir Abschied von Kirgisistan und fliegen von Bischkek zurück in die Heimat, gewöhnlich wieder über Istanbul.

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 7.128 m

Pik Lenin

Der Pik Lenin erhebt sich auf 7.134 m im Pamir-Gebirge an der Grenze zwischen Kirgistan und Tadschikistan. Der Berg gilt als zugänglichster Siebentausender und wurde 1928 erstmals von deutschen Bergsteigern bestiegen. Vom Gipfel erstreckt sich ein Panorama über die zentralasiatischen Hochgebirge.

Sattel 3.752 m

Torugart-Pass

Der Torugart-Pass liegt auf 3.752 m im Tian-Shan-Gebirge an der Grenze zwischen Kirgistan und China. Als einer von zwei Grenzübergängen zwischen beiden Ländern verbindet er die kirgisische Naryn-Region mit der chinesischen Provinz Xinjiang.

Gipfel 4.448 m

Kara-Suu

Der Gipfel liegt auf 4.448 m im Pamir-Gebirge an der Grenze zwischen Kirgisistan und Tadschikistan. Der Berg befindet sich im Einzugsgebiet des Pik Lenin, dem höchsten Gipfel der Region.

Gletscher

Kindyk

Der Gletscher liegt im zentralasiatischen Pamir an der Grenze zwischen Kirgisistan und Tadschikistan. Das Gletschersystem gehört zu einem der gefährlichsten Hochgebirgsregionen der Welt mit extremen Wetterbedingungen und hoher Lawinengefahr.

Sattel 3.005 m

Irkeschtam Pass

Der Pass liegt auf 3.005 m Höhe im östlichen Pamir und bildet die zweitwichtigste Straßenverbindung zwischen Kirgisistan und China. Er befindet sich am östlichen Ende der Europastraße 60, etwa 55 km östlich von Sarytasch.

Gebirgspass 3.615 m

Taldyk Pass

Der Taldyk Pass auf 3.615 m verbindet die Fergana-Senke mit dem Alai-Tal im kirgisischen Alai-Gebirge. Die strategische Straßenverbindung wurde bereits 1876 von russischen Truppen angelegt und führt heute als Teil des Östlichen Pamirtrakts von Osch nach Sarytosch.

Sonstige

Gebiet Osch

Das Gebiet Osch ist eine der größten Verwaltungsregionen Kirgistans im Süden des Landes. Die Region erstreckt sich vom Fergana-Becken bis in die Hochgebirgszonen der Pamir-Alai und Westlichen Tian-Shan-Gebirge. Mit einer Fläche von 29.200 km² bietet sie vielfältige Landschaften von Halbwüste bis zu vergletscherten 7.000-Meter-Gipfeln.

Gipfel 4.827 m

Damtoo

Der Damtoo erhebt sich auf 4.827 m im westlichen Pamir an der Grenze zwischen Kirgisistan und Tadschikistan. Der Gipfel liegt im Gebiet des Pik Lenin und gehört zu den höheren Erhebungen der Region.

Sattel 3.627 m

Tengizbay Pass

Der Tengizbay Pass liegt auf 3.627 m an der Grenze zwischen den kirgisischen Regionen Batken und Osh. Der strategische Übergang verbindet das Alay-Tal mit dem Fergana-Tal und stellt eine wichtige Route zwischen den Gebirgsketten dar.

Gipfel 4.616 m

Salievoi

Der Salievoj erhebt sich auf 4.616 m im Pamir-Gebirge an der Grenze zwischen Kirgisistan und Tadschikistan. Der Gipfel liegt in der Region des Pik Lenin und zählt zu den höheren Erhebungen des westlichen Pamir.

Gipfel 4.806 m

Synovei

Der Synovej erhebt sich auf 4.806 m im Pamir-Gebirge an der Grenze zwischen Kirgisistan und Tadschikistan. Der Gipfel liegt in einem vergletscherten Hochgebirgsbereich mit kontinentalem Klima und extremen Wetterbedingungen.

Gipfel 4.700 m

Moskvich

Der Moskvich erhebt sich auf 4.700 m im Pamir-Gebirge an der Grenze zwischen Kirgisistan und Tadschikistan. Der Gipfel liegt im Bereich des Pik Lenin und zählt zu den hohen Bergen Zentralasiens.