Expedition Alpamayo (5.947 m) und Tocllaraju (6.034 m)
Alpamayo & Tocllaraju Bergsteigerträume in der Cordillera Blanca
In Bergsteigerkreisen wird der 5.947 m hohe Alpamayo als "schönster Berg der Welt" gehandelt und der 6.034 Meter hohe Tocllaraju ist ein echter Berg für Alpinisten. Diese beiden Traumberge sind Ziel unserer Expedition in der Cordillera Blanca in Peru. Während die Besteigung am Alpamayo über die Ferrari-Route erfolgt, besteigen wir den Tocllaraju über den Nordwestgrat. Optional besteht die Möglichkeit einen weiteren 6.000-er Gipfel mitzunehmen: den 6.040 m hohen Quitaraju.
Expedition für erfahrene Alpinisten und Eisliebhaber.
Für wen ist die Reise geeignet
Schwierigkeit
Anforderung
Schwierige Hochtour (S nach der Hochtourenbewertung). Die Alpamayo & Tocllaraju Expedition eignet sich für konditionsstarke und erfahrene Alpinisten mit Westalpenerfahrung und Erfahrung im Eisklettern. Du verfügst über eine sehr gute Kondition für mehrtägige Aufstiege bis 1.600 Höhenmeter und Gehzeiten bis 9 Stunden. Im Aufstieg müssen Firnflanken bis 40° selbständig begangen werden. Steilere und klettertechnisch schwierigere Passagen werden mit Fixseilen versichert. Der gesamte 400 m lange Aufstieg am Alpamayo erfolgt auf Frontalzacken, was sehr anstrengend sein kann. Beide Zustiege zu den Gipfeln sind sehr spaltenreich, daher ist das Beherrschen der gängigen Spaltenbergungstechniken unerlässlich. Du bist neugierig auf fremde Kulturen, anpassungsfähig und bereit auf Komfort zu verzichten. Am Berg ist Teamfähigkeit und Kameradschaft gefordert. Während der gesamten Expedition steht unser Bergführer für die Gesamtleitung des Unternehmens, nicht aber für die Betreuung Einzelner, wie in den Westalpen üblich, zur Verfügung. Große Ernsthaftigkeit / Gefährdung Beherrschen der Steigeisen- und Pickeltechnik Beherrschen der Spaltenbergungstechnik Trittsicherheit für Firnflanken bis 40° Erfahrung Westalpen Erfahrung Eisklettern
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
16.00 Uhr Treffpunkt mit dem Bergführer ist am Flughafen Lima / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich
Tourende:
14.40 Uhr Treffpunkt mit dem Bergführer ist am Flughafen Lima / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich
1. Tag – Anreise
Gemeinsamer Linienflug über Nacht nach Lima.
2. Tag – Lima - Huaraz (3.100 m)
In Lima, der Hauptstadt Perus, werden wir von unserem Partner bereits erwartet. Mit unserem Privatbus geht es die nächsten 8 Stunden zunächst auf der Pan Americana entlang der Küste und anschließend über den 4.050 m hohen Concocha-Pass weiter in die Bergsteigermetropole Huaraz. Die gesamte Fahrstrecke beträgt rund 400 km. In Huaraz angekommen, beziehen wir unser Hotel und können uns von der Anreise erholen. Zum Abendessen geht es in die Stadt. Übernachtung im Hotel.
3. Tag – Akklimatisation rund um Huaraz (3.680 m)
Nach unserer ersten Nacht in Peru, immerhin schon auf 3.100 Meter, starten wir heute mit der aktiven Akklimatisierung. Diese ist essenziell, um in der Höhe erfolgreich zu sein. Dazu bringt uns der Bus in einen Vorort von Huaraz, von wo aus wir zur malerisch gelegenen Laguna de Wilcacocha (3.680 m) aufsteigen. Von der Lagune aus haben wir einen wunderschönen Blick ins Rio Santa Tal und auf die dahinter liegenden 6.000er der Cordillera Blanca. Bei guter Sicht schweift unser Blick vom höchsten Berg Perus, dem Huascaran (6.768 m), über die "weiße Mauer" bis zum Shacsha (5.703 m). Am Nachmittag erkunden wir die Umgebung unseres Hotels und gehen abends wieder gemeinsam Essen.
Auf- und Abstieg:
1000 hm
Gehzeit
6 h
4. Tag – Akklimatisation rund um Huaraz (4.450 m)
Auch der heutige Tag steht ganz im Zeichen einer guten Akklimatisierung. Nach dem Frühstück fahren wir mit unserem Bus in das Dörfchen Llupa, von wo wir vorbei an Bergweiden, Gebirgsbächen und ursprünglichen Bergdörfern zur rund 1.000 Höhenmeter weiter oben gelegenen Laguna Churup (4.450 m) wandern. Am Ufer bewundern wir die beeindruckende Westwand des Nevado Churup (5.495 Meter) und schnuppern das erste Mal peruanische Höhenluft auf Gipfelhöhe des Matterhorns. Zurück geht es über den Aufstiegsweg und anschließend mit dem Bus zurück nach Huaraz. Am späten Nachmittag besteht noch die Möglichkeit letzte Einkäufe zu tätigen. Abendessen und Übernachtung im Hotel.
Auf- und Abstieg:
900 hm
Gehzeit
4 h
5. Tag – Aufbruch ins Ishinca-Tal
Am Morgen fahren wir von Huaraz zum 25 km entfernten Ausgangsort Cochapampa (3.650 m). Hier wird das Gepäck auf Mulis verladen. Nachdem letzte Formalitäten bei der Nationalparkverwaltung erledigt sind, steigen wir hinauf zur Ishinca Hütte. Hier errichten wir unser Basislager für die nächsten Tage. In der Hütte können wir uns zusätzlich mit Snacks und Getränken versorgen. Wir übernachten im Zelt auf 4.350 Meter Höhe.
Auf- und Abstieg:
700 hm
Gehzeit
4 h
6. Tag – Besteigung Nevado Ishinca (5.530 m) oder Nevado Urus (5.420 m)
Zur weiteren Akklimatisierung werden wir den Ishinca oder den Urus besteigen. Beide Touren sind in der Regel ohne größere technische Schwierigkeiten möglich, aufgrund der Höhenmeter und der zurückzulegenden Distanz ist es aber trotzdem eine lange und fordernde Tour. Die Gipfel bieten uns eine gute Möglichkeit, die geplante Aufstiegsroute am Nevado Tocllaraju zu begutachten. Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute. Am späten Nachmittag packen wir unsere Ausrüstung für den Aufstieg ins Hochlager am nächsten Tag.
Auf- und Abstieg:
800 hm
Gehzeit
6 h
7. Tag – Aufstieg ins Tocllaraju Hochlager (5.020 m)
Da der Aufstieg für unsere Tragtiere nicht mehr möglich ist, tragen wir ab hier unsere persönliche Ausrüstung selbständig. Über Moränengelände und Serpentinen steigen wir heute 700 Höhenmeter zu unserm Hochlager am Beginn des Gletschers auf. Dann heißt es regenerieren und Kräfte für den nächsten Tag zu sammeln. Nach dem frühen Abendessen legen wir uns schlafen.
Auf- und Abstieg:
700 hm
Gehzeit
5 h
8. Tag – Besteigung Nevado Tocllaraju (6.034 m)
Sehr früh in der Nacht, im Licht unserer Stirnlampen, geht es nach einem kleinen Frühstück los. Zuerst kurz noch ohne Steigeisen, dann beginnt der Weg über den stark von Spalten durchzogenen Gletscher. Unsere Tour führt uns zum Nordwestgrat. Steilstücke überwinden wir dabei gut gesichert am Fixseil. Nach einem langen Aufstieg stehen wir schließlich am Gipfel des Tocllaraju (6.034 m) und genießen bei guter Sicht die beeindruckende Rundumsicht. Nach einer kurzen Pause geht es an den Abstieg. Dabei seilen wir über teilweise überhängende Eisbalkone ab. Im Hochlager angekommen, begrüßen uns unsere Träger und Köche mit einer kleinen Mahlzeit, anschließend packen wir unsere Ausrüstung zusammen und steigen gemeinsam wieder ins Basislager ab. Müde aber glücklich stoßen wir auf unseren ersten 6.000er an.
Auf- und Abstieg:
1000 hm
Gehzeit
8-9 h
9. Tag – Reservetag Nevado Tocllaraju
Der heutige Tag ist als Reservetag für die Besteigung des Tocllaraju geplant. Sollten wir diesen nicht benötigen, so fahren wir heute nach Huaraz zurück.
10. Tag – Abstieg und Rückfahrt nach Huaraz
Nach dem Frühstück bauen wir unsere Zelte ab und wandern mit unseren Tragtieren zurück zum Ausgangsort Cochapampa wo uns wieder unser Bus nach Huaraz bringt. Im Hotel angekommen, darf die erste Dusche nicht fehlen, anschließen entspannen wir und gehen gemeinsam Abendessen.
Gehzeit
4 h
11. Tag – Erholung in Huaraz
Erholung in Huaraz. Der Tag steht zur freien Verfügung, um die Bergsteigermetropole oder auch das "Chamonix Perus" zu besichtigen.
12. Tag – Auf gehts - zum Alpamayo!
Das Alpamayo-Unternehmen beginnt. Mit dem Bus fahren wir durch das Santa Cruz Tal nach Cashapampa auf 3.050 m gelegen. Hier treffen wir auf unsere Kochmannschaft und beladen mit den Trägern unsere Esel. Auf dem Santa Cruz Trek wandern wir weiter hinauf zu unserem ersten Lagerplatz in Ichicoccha auf 3.900 m Höhe. Hier verbringen wir die erste Nacht im Zelt.
Auf- und Abstieg:
900 hm
Gehzeit
4 h
13. Tag – Durch das Santa Cruz Tal zum Alpamayo Basislager
Nach dem Frühstück brechen wir mit den Tragtieren auf und wandern weiter taleinwärts. Unterwegs passieren wir die Laguna Jatuncocha (Große Lagune) und verlassen dann den Santa Cruz Trek. Über ein Seitental geht es hinauf zum Basislager des Alpamayo. Hier richten wir uns für die Besteigung ein. Übernachtung im Camp auf ca. 4.200 m.
Auf- und Abstieg:
300 hm
Gehzeit
4 h
14. bis 15. Tag – Basislager - Moränenlager auf 4.900 m
Für die Tragtiere ist dieser Aufstieg zu steil und beschwerlich. Daher muss das gesamte Equipment ab jetzt selbst getragen werden. In zwei Etappen verbringen wir das gesamte Material und passen uns an die Höhe an.
Auf- und Abstieg:
700 hm
Gehzeit
6 h
16. bis 17. Tag – Moränenlager - Hochlager Alpamayo 5.300 m
Der Aufstieg zum Hochlager des Alpamayos erfolgt über den nahegelegenen Gletscher hinauf zu einem Joch. Hier muss die Randkluft überwunden werden, die jedes Jahr mit neuen Überraschungen aufwartet. Im darauffolgenden Gletscherbecken richten wir mit bester Aussicht zur Eisflanke des Alpamayo unser Hochlager ein. Nach einer weiteren Nacht im Moränenlager sollte die Akklimatisation für den Gipfelanstieg passen und wir gehen früh ins Bett.
Auf- und Abstieg:
500 hm
Gehzeit
7 h
18. Tag – Gipfeltag Alpamayo
Bereits in der Nacht beginnen wir mit der Besteigung des 5.947 m hohen Gipfels. Im Aufstieg klettern wir dabei über die Ferrari-Route. Die Firn- und Eisrinne ist im unteren Bereich ca. 45 Grad und steilt weiter oben auf 55 - 60 Grad auf. Eine kurze Passage mit ca. 70 Grad im obersten Bereich stellt die Hauptschwierigkeit dar. Über einen schmalen Grat geht es zum Hauptgipfel. Je nach Bedingungen kann es jedoch auch sein, dass wir auf die benachbarte Franzosenroute oder Baskenroute wechseln müssen. In diesem Fall erhöhen sich die Schwierigkeiten geringfügig. Abstieg und Abseilen über die Aufstiegsroute.
Auf- und Abstieg:
500 hm
Gehzeit
6-8 h
19. Tag – Reservetag für den Alpamayo oder Besteigung Quitaraju (6.040 m)
Dieser Tag steht als Reservetag für den Alpamayo zur Verfügung. Alternativ kann der benachbarte Quitaraju über seine 55 Grad steile Nordwand ohne Fixseil-Unterstützung bestiegen werden. Sofern möglich steigen wir gleich ins Basislager auf 4.200 m ab.
Auf- und Abstieg:
650 hm
Gehzeit
8-9 h
20. Tag – Abstieg und Rückfahrt nach Huaraz
Durch das Santa Cruz-Tal wandern wir zurück nach Cashapamba (3.050 m). Unser Bus bringt uns in weiteren 2 Stunden zurück nach Huaraz ins Hotel, wo wir die Annehmlichkeiten der Zivilisation genießen dürfen.
Gehzeit
6 h
21. Tag – Rückfahrt nach Lima
Wir fahren mit dem Bus nach Lima. Übernachtung in der Hauptstadt.
22. Tag – Stadtbesichtigung Lima und Rückreise nach Europa
Je nach Abflugzeit besteht am Vormittag eventuell noch die Möglichkeit die Stadt zu besichtigen. Ansonsten geht es rechtzeitig per Transfer zum Flughafen für den Rückflug nach Hause.
23. Tag – Ankunft in Deutschland
Im Laufe des Tages landen wir in Frankfurt, Verabschiedung und Heimreise.