Gran Paradiso und Mont Blanc
Besteige den Gran Paradiso und den Mont Blanc
Der Gipfel des Mont Blanc erreicht mit 4.810 m eine Höhe, an die man den Körper gezielt gewöhnen muss: Akklimatisation. Wer den höchsten Gipfel der Alpen besteigen will, sollte daher zuvor einige Hochtouren im Reich der Viertausender absolvieren. Das muss aber natürlich keine Pflicht sein, im Gegenteil: Das mediterrane Aostatal im Süden der Westalpen bietet neben italienischem Flair die idealen Voraussetzungen dazu. Auf dem Ciarforon und Gran Paradiso, dem König der Grajischen Alpen und dem höchsten Gipfel, der sich ganz in Italien befindet, frischen wir unsere Fähigkeiten auf, uns auf Gletschern und Graten zu bewegen. Wir genießen dabei schon die Aussicht auf den Monarch der Alpen, der zum Gran Paradiso hin seine spektakuläre Südseite zeigt.
Schritt für Schritt nähern wir uns dem Traum vieler Bergsteiger: Von der Punta Helbronner aus, die wir kräftesparend mit der Seilbahn erreichen, legen wir erstmals Hand an den Granit des Mont-Blanc-Massivs, bevor wir zur Königsetappe starten: Von der hoch gelegenen Cosmiques-Hütte starten wir zur Besteigung des Mont Blanc, sicher ein Höhepunkt in jedem Bergsteigerleben.
Für wen ist die Reise geeignet
- • Klettern mit Steigeisen
Schwierigkeit
Anforderung
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
13.00 Uhr Parkplatz am Hotel "Albergo Gran Paradiso"
Tourende:
16.00 Uhr Parkplatz am Hotel "Albergo Gran Paradiso"
1. Tag – Treffen in Le Pont und Aufstieg zum Rifugio Vittorio Emanuele (2.719 m)
Treffpunkt zur Hochtouren-Woche am Mont Blanc ist am späten Vormittag am Ende des Valsavarenche in Pont zu Füßen des Gran Paradiso, knapp 40 km südlich und eine Fahrstunde von Aosta. Hier begrüßt Dich Dein Bergführer und nach der Begrüßung und Ausrüstungskontrolle beginnen wir den gemeinsamen Aufstieg zum Rifugio Vittorio Emanuele. Auf der Hütte besprechen wir bei einem Glas italienischem Rotwein die nächsten Tage.
Auf- und Abstieg:
750 hm
Gehzeit
2-3 h
2. Tag – Gran Paradiso Besteigung (4.061 m)
Den König der Grajischen Alpen und höchsten Berg, der ganz in Italien liegt, erreichen wir heute über seinen leichtesten Anstieg: Über die vergletscherte Westflanke des Berges nähern wir uns dem Gipfelplateau, wo uns schon bald die für den Gran Paradiso charakteristischen Türmchen des Gipfelgrates auffallen. Der höchste dieser Türmchen erfordert Kletterei im dritten Grad, weshalb sich die meisten Bergsteiger mit dem mit einer Madonna geschmückten Vorgipfel zufrieden geben. Wir erreichen natürlich bei guten Verhältnissen mit Hilfe des Bergführers problemlos den wirklich höchsten Punkt und genießen bei gutem Wetter die Aussicht auf den Mont Blanc und die Walliser Alpen. Der Abstieg führt uns auf dem Aufstiegsweg wieder hinunter zur Hütte.
Auf- und Abstieg:
1400 hm
Gehzeit
5-6 h
3. Tag – Il Ciarforon (3.642 m)
Der Ciarforon stellt heute technisch höhere Ansprüche - nachdem wir am Vortag aber schon einmal über die 4.000-Meter-Marke geschnuppert haben, sollte dies kein Problem sein. Über den Montcorvégletscher steigen wir hinauf zum Sattel, von wo aus der Nordostgrat des Ciarforon zum Gipfel führt. Steile Felsaufschwünge fordern stellenweise das Klettern im III. Grad - ideal, um am Seil des Bergführers das Handling einzuüben und Routine und Selbstvertrauen zu gewinnen. Der Blick vom Gipfel macht Lust auf die nächsten Tage: Denn am Horizont ist im Nordwesten der Monarch der Alpen, der weiß blendende Mont Blanc schon zu sehen. Wir steigen auf dem Aufstiegsweg wieder hinunter zum Rifugio Vittorio Emanuele, nehmen dort das für den Gipfel nicht benötigte Gepäck mit und steigen ins Tal ab. In Fahrgemeinschaften fahren wir bis ans Ende des Aostatals nach Courmayeur, dem italienischen Hotspot zu Füßen des Monte Bianco, wie sie ihn hier stolz nennen. Atemraubend stehen wir unter den himmelhohen Türmen der gewaltigen felsigen Südseite des Mont Blanc.Wir übernachten dem Akklimatisationsprinzip "climb high, sleep low" folgend in einem Hotel im Tal und genießen die Annehmlichkeiten der dortigen Halbpension.
Auf- und Abstieg:
1000 hm
Gehzeit
8 h
4. Tag – Aiguille d`Entrèves (3.600 m) oder Aiguilles Marbrées (3.535 m)
Mit einer der ersten Bahnen fahren wir hinauf auf die Punta Helbronner und starten gleich auf 3.400 Metern unsere heutige Tour: Ohne groß Kräfte zu verschleißen, gewöhnen wir unseren Körper weiter an die dünne Luft. Zwei Ziele bieten sich an: Die Überschreitung der Aiguille d`Entrèves ist kurz, aber unglaublich lohnend - eine ausgesetzte, aber dennoch mit einer Ausnahme leichte Kletterei führt über den Südgrat auf den Gipfel. Die kurze schwere Stelle (IV) ist kein Problem, im Bedarfsfall leistet der Bergführer von oben Unterstützung. Eine Alternative bieten die Nadeln der Marbrées unterhalb des Dent du Géant, ebenfalls eine kurze Kletterei. Beiden Gipfeln gemeinsam ist die Aussicht auf die spektakulären Wände des Mont Blanc und seiner Trabanten. Der Bergführer wählt je nach Verhältnissen und Ambitionen der Teilnehmer das Tagesziel. Nach unserem heutigen Gipfelerfolg queren wir das große Gletscherbecken des Glacier du Géant, zu Fuß oder auch mit der Seilbahn und steigen hinauf zur Cosmiques-Hütte, unserem Ausgangspunkt für die Besteigung des Mont Banc.
Auf- und Abstieg:
800 hm
Gehzeit
6 h
5. Tag – Reservetag Mont Blanc oder Aiguille du Midi (3.842 m), Cosmiques-Grat
Passen die Wetterbedingungen für heute schon und es fühlen sich alle fit, steht bereits an diesem Tag eine der eindrucksvollsten Touren im Bergsteigerleben an, die Besteigung des Mont Blanc. Sollten die Bedingungen oder das Wetter heute jedoch nicht ideal sein, nutzen wir den Tag als Ruhetag auf der hoch gelegenen Hütte zu einer weiteren kurzen, aber wunderschönen Tour: Direkt von der Hütte weg führt der Cosmiquesgrat mit leichten Kletterstellen hinauf zum Gipfel der Aiguille du Midi. Mit beeindruckenden Tiefblicken hinab ins Tal der Arve, das sagenhafte 3000 Meter unter uns liegt. Über einen kurzen Abstieg, Querung und einen kleinen Gegenhang erreichen wir wieder das Refuge des Cosmiques.
Auf- und Abstieg:
500 hm
Gehzeit
4 h
6. Tag – Besteigung des Mont Blanc
Meist startet man am Montblanc bereits mitten in der Nacht: Unter hoffentlich klarem Himmel mit einem unglaublichen Sternenzelt steigen wir über die Nordflanke des Mont Blanc du Tacul (4.248 m) zwischen Spalten und Séracs (Eistürme) hinauf auf die Schulter. Hier kann es sein, dass wir bei einigen Spalten im Eis senkrechte Abschnitte überwinden müssen - jedoch stets am Seil des Bergführers gesichert. Nach einem kurzen Abstieg von der Schulter des Tacul geht es jenseits der Mulde wiederum steil hinauf zu einer Scharte im Nordgrat des Mont Maudit (4.465 m), wo wir meist unter Zuhilfenahme der Fixseile durch eine steile Eiswand aufsteigen. Ab hier ist der Gipfel des Mont Blanc zu sehen und er kommt in der ebenen Querung hinüber zum Col de la Brenva sogar schnell näher. Wir befinden uns aber schon weit über Viertausend Meter und es sind in dieser Höhe weitere 500 Höhenmeter zum Gipfel - trotz unserer Akklimatisation rechnen wir für diesen letzten Anstieg ab der Mur de la Côte mit nochmals knapp zwei Stunden. Dann aber ist es geschafft, ein unglaubliches Panorama öffnet sich nach allen Seiten und wir stehen am geräumigen Gipfel auf 4.810 m Höhe - das Dach der Alpen! Dies ist ganz sicher ein großer Augenblick in jeder Bergsteiger-Laufbahn. Der Abstieg erfolgt entsprechend der Bedingungen entsprechend entweder über den Bossesgrat zum Vallotbiwak und zum Mittagessen auf die Gouter Hütte. Ein letzter steiler Abstieg führt dann ins Grand Couloir und per Bahn ins Tal und dann mit dem Bus weiter durch den Mont-Blanc-Tunnel nach Courmayeur. Oder wir kehren über die Aufstiegsroute zur Cosmiques-Hütte zurück und nehmen von hier die Seilbahn von der Aiguille du Midi zurück nach Courmayeur.
Auf- und Abstieg:
1500 hm
Gehzeit
12 h