Grande Traversata delle Alpi | 3. Etappe
In diesem Abschnitt der GTA wandern wir vom Aostatal immer weiter den Alpenbogen entlang in Richtung Südwesten. Nach den Walliser Alpen durchstreifen wir jetzt die grajischen Alpen und entdecken die wilde und einsame Seite des Gran Paradiso Nationalpark, das ehemalige exklusive Jagdrevier von König Vittorio Emanuele II. Auf alten Saumwegen sind wir unterwegs von Alp zu Alp, durch stille ausgedehnte Wälder, über steinerne Bogenbrücken erreichen wir, mal verlassene, mal liebevoll restaurierte und wiederbelebte Weiler. Immer aber steht am Ende des Tages eine gastliche Unterkunft mit feiner regionaler Küche.
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
17.00 Uhr im Minihotel Praiale
Tourende:
13.00 Uhr im Minihotel Praiale
1. Tag – Anreise nach Quincinetto
Treffpunkt am späten Nachmittag im kleinen Dörfchen Quincinetto. Beim Abendessen im Restaurant besprechen wir unsere kommende Wanderwoche.
2. Tag – Aufstieg von Quincinetto zum Agriturismo Le Capanne
Der abwechslungsreiche Aufstieg führt uns zunächst durch Weinterrassen und Wald und schließlich über das Alpgebiet zu unserer Unterkunft. Hier werden wir gleich verwöhnt mit piemontesischer Küche vom eigenen Hof.
Auf- und Abstieg:
1100 hm
Gehzeit
4 h
3. Tag – Agriturismo Le Capanne - Fondo
Über weites Alpgelände steigen wir auf zum Colle di Pian Pergiurati. Aussichtsreich geht es, hoch über der Po-Ebene, weiter in einen Talkessel zur Alpe Chiaromonte. Der Weiterweg gibt uns schon einen Vorgeschmack auf die steilen Täler der kommenden Tage. Durch steile Grasflanken führt uns der Weg hinab ins Val Chiusella. Trittsicherheit und Konzentration sind gefordert. Endlich ist der Höhenweg erreicht, über den wir zu unserer Unterkunft gelangen.
Auf- und Abstieg:
850 hm
Gehzeit
6 h
4. Tag – Fondo - Piamprato
Ein langer Aufstieg steht uns bevor. Entlang des Torrent Chiusella locken aber auch etliche Badepools um Pausen einzulegen. Von Alp zu Alp, vorbei und über alte Bogenbrücken und durch Riesenfelsblöcke eines Bergsturzgeländes erreichen wir die Bocchetta delle Oche (2.415 m). Ein wilder und teils ausgesetzter Abstieg folgt. Erst weit unten wird es gemütlicher und vorbei an einem Wasserfall erreichen wir heute den Ostrand des Gran-Paradiso-Nationalpark.
Auf- und Abstieg:
1350 hm
Gehzeit
7 h
5. Tag – Piamprato nach Campiglia Soana/Ronco Canavese
Taleinwärts erreichen wir bald unseren heutigen Aufstieg. Durch Wiesen und Alpgelände, begleitet von kleinen Bächen geht's abwechslungsreich hinauf. Der Colle della Borra mit über 2.500 m bietet eine prächtige Aussicht in einen noch recht wilden Teil des Gran Paradiso Nationalparks. In Serpentinen geht's hinab bis wir wieder Alpen erreichen und schließlich im Tal das Dörfchen Campiglia Soana.
Auf- und Abstieg:
1100 hm
Gehzeit
7 h
6. Tag – Ronco Canavese - Talosio
Heute führt unser Weg über die Alpe Ciavanassa und Sionei stetig bergauf. Aus der Mulde der Alpe Crest steigen wir auf zum Colle Crest (2.040 m) und genießen die weite Sicht in die Poebene, wir blicken zurück nach Ronco und auf der anderen Seite nach Talosio, unserem heutigen Ziel. In Serpentinen steigen wir hinab zum idyllisch gelegenen Santuario di Prascondu.
Auf- und Abstieg:
1200 hm
Gehzeit
7 h
7. Tag – Talosio – San Lorenzo
Ein langer Tag mit viel Auf und Ab durch die wilde und unbekannte Seite des Gran Paradiso Nationalparks liegt heute vor uns! Belohnt werden wir wieder mit einmaligen Landschaften und Ausblicken. Haben wir den ersten Aufstieg zum Monte Arzola geschafft, grüßt uns der Cristo Redentore. Weit breitet der "Erlöser" seine Arme über die Poebene, auch er scheint den Ausblick zu genießen. Der Weiterweg – wunderschön, aber er zieht sich. Noch ein letzter Pass an der Alpe di Colla und dann geht's hinab in steilen Serpentinen nach San Lorenzo. Hier empfängt uns Simona in Ihrer Trattoria mit regionaler Kochkunst.
Auf- und Abstieg:
1370 hm
Gehzeit
8 h
8. Tag – San Lorenzo - Noasca
Eine leichte Etappe steht uns heute bevor. Bald ist der Höhenzug erreicht und wir folgen der Höhenlinie nach Meinardi mit der Wallfahrtskapelle Sant' Anna. Wir steigen ab ins Tal zu den ersten Weilern und erreichen auf dem Sentiero Natura das Dörfchen Noasca. Für den Nachmittag bietet sich ein Spaziergang zum Noaschetta-Wasserfall an. Man kann ihn aber auch von der Ferne, nämlich der Terrasse unserer Unterkunft bei einem guten Getränk genießen.
Auf- und Abstieg:
800 hm
Gehzeit
5 h
9. Tag – Noasca – Heimreise
Mit Bus und eigenem Transfer geht es heute Vormittag zurück nach Quincinetto.