Wanderreisen

Picos de Europa | Wanderreise Kantabrisches Gebirge

Wandern im Nationalpark Picos de Europa | Nordspanien

Diese außergewöhnliche Wanderreise durch die Picos de Europa führt Dich zu den landschaftlichen und kulturellen Highlights in Asturien und Kantabrien mit An- und Abreiseziel Bilbao im Baskenland.

Saftig grüne Wiesen und spektakuläre Felsmassive verschmelzen zu einer einzigartigen Szenerie, die wie gemalt zu sein scheint. Die Atlantikküste ist oft als blaues Band am Horizont zu erkennen. Die Picos de Europa sorgen mit ihren idyllischen Almen, klaren Gletscherseen und tiefen Hangwäldern bei Naturliebhabern wie Bergsteigern für leuchtende Augen.

Die Bergwelt der "Picos de Europa" ist ein wunderbares, wenn auch anspruchsvolles Wandergebiet mit großen Höhenunterschieden. Bisweilen wandern wir auf schmalen Pfaden und sind auch Temperaturschwankungen ausgesetzt. Auf unseren Wanderungen bieten sich einfühlsame Momentaufnahmen und wir erleben eine Vielfalt an Flora und Fauna.

Reiseablauf

Tourbeginn:

15.00 Uhr ist am Flughafen Bilbao (Loiu) / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich

Tourende:

09.00 Uhr ist am Flughafen Bilbao (Loiu) / Ausgang aus dem Sicherheitsbereich

1. Tag – Ankunft in Bilbao

Per Flug geht es von Deutschland nach Bilbao. In der nordspanischen Hafenstadt am Atlantik wirst Du von unserem deutschsprachigen Partner am Flughafen herzlich empfangen. Nach der Begrüßung aller Teilnehmer fahren wir direkt weiter nach Cangues de Onís. Während der etwa dreistündigen Fahrt nach Asturien entstehen bereits erste Gespräche und wir lernen uns etwas kennen. Am Abend genießen wir ein gemeinsames Abendessen in unserem Landhotel und besprechen, was uns in der vor uns liegenden Wanderwoche in den Picos de Europa erwarten wird.

2. Tag – Ein kleiner Gipfel mit Meerblick zum Einstieg

Die Sierra del Sueve ist eines der wenigen Rückzugsgebiete der Asturcones, der freilebenden asturischen Pferde und Ponies, die bereits von den Römern geritten und landwirtschaftlich eingesetzt wurden. Zum sanften Einstieg unserer Reise führt diese Wanderung entlang einiger Majadas, der typischen Schäferhütten, zum Pico del Pienzu auf 1.161 m Höhe. Der Aussichtsgipfel der Sierra del Sueve liegt nur 5 km von der Atlantikküste entfernt: Wir können das Meer förmlich riechen und genießen eine wunderbare Aussicht von oben. Am Mittag legen wir in Ribadesella, berühmt für seinen köstlichen Fisch und fangfrische Stabmuscheln, eine Pause ein und fahren am Nachmittag nach Cangues de Onís zurück, wo wir den Rest des Tages zur freien Verfügung für eigene Unternehmungen haben. Zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Cafeterías und Sidrerías laden hier zum Bummeln, Verweilen und Genießen ein oder mache einen Spaziergang zur mittelalterlichen Brücke Puente Romano oder dem Dolmen und der Kapelle Santa Cruz. Wir verbringen eine weitere Nacht in unserem Landhotel, bevor wir am nächsten Tag unseren Standort wechseln.

Auf- und Abstieg:

600 hm

Gehzeit

4 h

3. Tag – Die Seen von Covadonga und Spaniens Nationalheiligtum

Nach dem Frühstück fahren wir durch den Wallfahrtsort und Spaniens Nationalheiligtum Covadonga mit seiner prächtigen Basilika bis hinauf zu den berühmten Lagos de Covadonga Enol und Ercina. Hier auf über 1.000 m Höhe erwartet uns Idylle pur: Dunkelblau glitzernde Bergseen umgeben von saftig grünen Almen und einer anmutenden Bergkulisse. Hier beginnen wir unsere heutige Wanderung. Vom Lago de Ercina (1.108 m) geht es hinauf zu den versteckt gelegenen Schäferhütten von Las Bobias auf 1.234 m. Im Verlauf der Wanderung haben wir bei guter Sicht atemberaubende Panoramablicke bis zur Atlantikküste. Im Abstieg treffen wir auf das Refugio Vega Ario wo wir uns eine stärkende Mittagspause verdient haben. Wir befinden uns hier bereits mitten im Herzen der Picos mit einer fantastischen Aussicht auf das Zentralmassiv der Picos, wohin wir nach der heutigen Wanderung fahren werden. In Cabrales beziehen wir heute unser Landhotel und lassen den Abend gemütlich ausklingen.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

5 h

4. Tag – Wanderung zum legendären Kletterberg Picu de Urriellu

Eines der Highlights dieser Reise ist die Hochgebirgstour zum Fuß des legendären Picu de Urriellu (2.519 m): Wahrzeichen des spanischen Alpinismus und aufgrund seiner orangen Färbung bei Sonnenuntergang auch "Naranjo de Bulnes" genannt. Im Herzen der Picos de Europa liegt das Refugio Vega de Urriellu (1.960 m), eine grandiose Aussichtskanzel im Kletterparadies unterhalb des Picu de Urriellu. Wir beginnen unsere Wanderung kurz unterhalb des Pandébano-Sattels (1.212 m). Über Wiesen zieht sich der Weg nach oben an den Sennhütten von La Terenosa vorbei, dann immer steiler am kahlen Hang der Cuesta Sierra hinauf zur Passhöhe Collado Vallejo. Wegweiser ist die herausfordernde Westwand des Picu de Urriellu. Im Anschluss an unsere heutige Wanderung fahren wir zurück in unser Hotel und lassenbei einem Glas Wein oder Bier die Erlebnisse des Tages noch einmal ganz entspannt Revue passieren.

Auf- und Abstieg:

1000 hm

Gehzeit

6 h

5. Tag – Durch das Ándara Massiv zum Pica Mancondíu

Im Ostmassiv der Picos de Europa liegt das abwechslungsreiche Ándara-Gebirge, das es heute zu erobern gilt. Seit den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts trifft man auf den Pfaden zu den ehemaligen Zinkminen nur noch Wanderer und Bergsteiger. Esel transportierten damals mühevoll das wertvolle Material ins Tal des Río Deva. Wir beginnen unsere heutige Tour auf dem Jito de Escarandi, von wo aus wir nach einer guten Stunde das Refugio Casetón de Ándara erreichen. Nach einer kurzen Rast geht es weiter hoch zum Collado Tresmancondiú. Nur wenige Höhenmeter fehlen bis zum Pica del Mancondíu auf 2.000 Metern mit herrlichen Rundumblicken. Den Abend verbringen wir bei einem köstlichen Abendessen in unserem Landhotel im Liébana Tal.

Auf- und Abstieg:

700 hm

Gehzeit

5 h

6. Tag – Wanderung zur Cabaña Verónica

Kurzer Transfer nach Fuente Dé. Hier befördert uns die berühmte Seilbahn der Picos in 3,5 min. Fahrtzeit aus 1.094 m in luftige 1.850 m Höhe zur Bergstation "El Cable". Von dort aus hat man einen weiten Blick über den oberen Teil des Deva-Tales mit Potes und die wildzerklüfteten Gipfel der Zentralkette. Die Cabaña Verónica, ein silbern-glänzendes Iglu auf 2.325 m Höhe, das aus den Überresten der Flugabwehrbatterie eines US Flugzeugträgers gebaut wurde, ist das Ziel unserer heutigen Tageswanderung durch eine faszinierende, mitunter karstige Bergwelt. Den Auftakt bildet die Aussicht auf die Peña Olvidada (2.430 m) und Peña Vieja (2.613 m), an deren Steilwänden vielfach Ornithologen nach seltenen Vögeln Ausschau halten. Steinmännchen weisen uns den Weg durch das felsige Terrain bis zur beliebten Cabaña Verónica, wo wir vor unserem Abstieg in Ruhe picknicken können. Hier können wir auch entscheiden, ob wir über den Horcados Rojos noch auf den Gipfel des Pico Tesorero (2.563 m) aufsteigen möchten, der traumhafte Ausblicke auf die umliegende Bergwelt bietet. Ansonsten kehren wir auf derselben Route zur Seilbahnstation zurück und fahren zurück zu unserem Hotel. Vor dem Abendessen können wir noch etwas entspannen und bereits unsere Taschen für die Weiterreise am nächsten Tag packen. Wir genießen noch einmal ein köstliches Abendessen hier in den Picos de Europa.

Auf- und Abstieg:

750-1000 hm

Gehzeit

5-6 h

7. Tag – Rundwanderung unter den Gipfeln des Andara Massivs

Für unsere letzte Wanderung im Nationalpark Picos de Europa nehmen wir uns die versteckten Pfade an den südlichen Hängen des Ostmassivs bzw. des Andara-Massivs vor. Vom Bergdörfchen Brez aus geht es durch den Eichenwald bis zum Arredondas Kanal und anschließend überqueren wir den Fluss. Ein alter Bergbaupfad führt uns zu einem Weidegebiet mit verfallenen Viehhütten. Wir durchqueren einen Buchenwald weiter bergan, bis wir Los Pandillos erreichen. Dies ist eine wilde und schöne Ecke, die unterhalb der Gipfel von La Junciana, San Carlos und Jonfria liegt. Hier ruhen wir uns etwas aus und machen eine Pause, bevor wir den Abstieg nach Brez angehen, wo unsere abwechslungsreiche Rundwanderung endet. In Brez verabschieden wir uns schließlich auch von den Picos de Europa und fahren zurück nach Bilbao, wo wir den Abend in der Altstadt mit zahlreichen Bars und Restaurants, in denen Txakolí und Pintxos serviert werden, ausklingen lassen.

Auf- und Abstieg:

750 hm

Gehzeit

4 h

8. Tag – Rückflug nach Deutschland

Am frühen Morgen endet unsere Wanderreise im sonnigen Spanien. Wer hier noch etwas länger bleiben und Bilbao mit dem Guggenheim Museum oder entspannte Tage am Atlantik verbringen möchte, dem sind wir gern bei seiner Reiseplanung behilflich. Ansonsten geht es mit vielen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck vom Flughafen zurück nach Deutschland.

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 2.564 m

Pico Tesorero

Der Pico Tesorero erhebt sich auf 2.564 m im Zentralmassiv der Picos de Europa als Grenzpunkt zwischen León, Asturias und Cantabria. Der Gipfel zählt zu den meistbestiegenen der Picos de Europa. Von der nahegelegenen Cabaña Verónica führt ein alpiner Aufstieg zum Gipfel mit Gipfelbuch.

Sonstige

Cuadonga

Covadonga ist ein Wallfahrtsort in den Picos de Europa und gilt als Spaniens Nationalheiligtum. Der Ort liegt in einer Höhenlage von über 1.000 m und ist durch seine prächtige Basilika bekannt. Nach der Legende fand hier im 8. Jahrhundert die erste christliche Niederlage der Mauren statt.

Gipfel 1.367 m

Piedras Negras

Piedras Negras liegt auf 1.367 m Höhe in den chilenischen Anden und beherbergt natürliche Thermalquellen. Die warmen Quellen dienen als regenerative Station bei Höhenakklimatisation. Der Ort bietet Ausblicke auf die umliegenden Vulkanlandschaften der Atacama-Region.

Sonstige

Potes

Potes ist der Hauptort der Comarca Liébana in den Picos de Europa. Das historische Bergdorf liegt strategisch am Zusammenfluss der Flüsse Deva und Quiviesa. Die mittelalterliche Torre del Infantado aus dem 15. Jahrhundert prägt das Ortsbild.

Gipfel 2.406 m

Peña Olvidada

Die Peña Olvidada erhebt sich auf 2.406 m im Zentralmassiv der Picos de Europa in Kantabrien. Der Gipfel bildet den südlichen Pfeiler der Peña Vieja und steht im Schatten des höchsten Bergs Kantabriens. Von der Seilbahnstation El Cable bietet sich ein direkter Blick auf die markanten Steilwände.

Gipfel 2.614 m

Peña Vieja

Die Peña Vieja erhebt sich mit 2.617 m als zweithöchster Gipfel im kantabrischen Teil der Picos de Europa. Der Kalkgipfel thront im Macizo Central über dem wilden Karst der Zentralkette. Von seinem Grat reicht der Blick über die zerklüfteten Türme und Wände des Nationalparks.

Nationalpark

Picos de Europa National Park

Der Nationalpark Picos de Europa erstreckt sich über 67.127 Hektar in der Kantabrischen Kordillere. Spaniens erster Schutzraum von 1918 umfasst die größte Kalkformation des atlantischen Europas. Die höchste Erhebung Torre Cerredo erreicht 2.649 m.

Sattel 1.296 m

Puerto del Pontón

Der Puerto del Pontón liegt auf 1.296 m in der spanischen Provinz León. Der Pass verbindet die Kantabrische Kordillere von Südosten nach Nordwesten über die N-625. Er führt zur Ortschaft Oseja de Sajambre.

Gipfel 2.518 m

Picu Urriellu

Der Picu Urriellu erhebt sich auf 2.519 m im Macizo de los Urrieles der Picos de Europa. Der Kalkgipfel gilt als Wahrzeichen des spanischen Alpinismus und ist für seine 550 m hohe Westwand berühmt. Bei Sonnenuntergang zeigt der Fels eine charakteristische orange Färbung.

Quelle

Fuente de Santa Ana

Die Fuente de Santa Ana entspringt im Zentralmassiv der Picos de Europa an der Grenze zwischen Asturien und Kantabrien. Die Quelle liegt nahe dem Collado de Santa Ana zwischen den beiden Gipfeln Pico de Santa Ana I und II.

Gipfel 2.596 m

Peña Santa

Die Torre Santa erhebt sich mit 2.596 m als höchster Gipfel des Westmassivs der Picos de Europa. Der Berg thront über den Tälern von Sajambre und Valdeón in der Kantabrischen Kordillere. Die Erstbesteigung gelang 1892 dem Franzosen Paul Labrouche mit François Bernat Salles und Vicente Marcos.

Dorf 754 m

Oseja de Sajambre

Oseja de Sajambre liegt auf 754 m im Herzen der Picos de Europa in der Provinz León. Der Bergort bildet den Ausgangspunkt für Wanderungen zu den umgebenden Gipfeln wie Torre Cerredo und Picu Urriellu. Vom Desfiladero de Los Beyos führen markierte Wanderwege in das Zentralmassiv.