Bergwanderungen

Vom Rätikon ins Verwall | Wandern im Montafon

Wir durchstreifen während dieser Wanderwoche das Montafon mit seinen 3 Gebirgsgruppen. Das Rätikongebirge mit seinen dolomitenähnlichen Gipfeln, die hochalpine Silvretta und das einsame Verwall. Abwechslungsreiche Landschaften begleiten uns auf unserer Tour durchs hinterste Vorarlberg. Von bunten Blumenwiesen und glasklaren Bergseen bis hin zu vergletscherten Gebieten geht's schließlich zu urigen Hütten wo wir die Montafoner Spezialitätenküche genießen.

Reiseablauf

Tourbeginn:

09.00 Uhr am Parklatz der Zamang Bergbahn

Tourende:

12.00 Uhr am Parklatz der Zamang Bergbahn

1. Tag – Von Schruns zur Tilisuna Hütte im Rätikon

Zu unserer Montafon Runde treffen wir uns am frühen Vormittag in Schruns. Nach der Begrüßung und einem Ausrüstungscheck fahren wir ein kurzes Stück mit einem Taxi nach Latschau. Über Wiesen und durch Wälder führt uns der Weg hinauf zur Tschaggunser Mittagsspitze (2.168m). Belohnt werden wir mit einem einzigartigen Panorama über das Montafon. Die Felsigen Türme der Drusenfluh (2.827m) und Sulzfluh (2.818m), Wahrzeichen des Rätikon, stehen uns beeindruckend gegenüber. Über den Rücken der Mittagspitze steigen wir ab in den Schwarzhornsattel und erreichen die sehr schön gelegene Tilisuna Hütte (2.211m).

Auf- und Abstieg:

1350 hm

Gehzeit

4-5 h

2. Tag – Über den Sarotlapass nach Gargellen

Heute starten wir nach einem gemütlichen Frühstück in Richtung Tal nach Gargellen. Der Weg führt uns zunächst im leichten auf und ab zum nahegelegenen Plasseggenpass. Ein herrliches Panorama erwartet uns hier oben. Den Sarotlapass erreichen wir mit einer Querung und drahtseilgesicherten Passagen, bei der wir immer wieder pausieren, um die herrliche Aussicht zu genießen. Über Wiesen wandern wir zur Oberen Röbialpe und weiter zuletzt durch Wälder nach Gargellen. In unserer Unterkunft angekommen, stärken wir uns für den kommenden Tag.

Auf- und Abstieg:

300 hm

Gehzeit

4 h

3. Tag – Über das Vergaldner Joch zur Tübinger Hütte - Silvretta

Gut erholt starten wir in den neuen Tag und tauchen heute ein in die Silvretta. Wir wandern den Wirtschaftsweg zur Alpe Vergalden. Immer alpiner wird die Landschaft und wir steigen auf zum Vergaldner Joch mit 2.515 m, dem höchsten Punkt des heutigen Tages. Eine kurze Passage überwinden wir mit Hilfe einer Drahtseilversicherung. Der Weg führt uns über Geröll und ein weiteres Joch, bis wir bald unsere Unterkunft für die kommende Nacht sehen können. In einem weiten Bogen umrunden wir das Garneratal, bis wir an der Tübinger Hütte angekommen sind.

Auf- und Abstieg:

1100 hm

Gehzeit

5 h

4. Tag – Durch Gletscherlandschaften zur Bielerhöhe

Der heutige Tag führt uns zu einem kleinen Abstecher in die Schweiz. Wir folgen dem Weg zum Plattenjoch, über Geröll und letztendlich an den Schnee- und Eisresten des Plattgletschers vorbei. Hier stehen wir auf der Grenze zur Schweiz. Steil geht es jetzt wieder auf der anderen Seite herunter und wir folgen dem kleinen Pfad zur Moräne des Seegletschers. Eindrucksvoll steht das mächtige Gross Seehorn mit 3.121 m vor uns. Von der Seelücke, unserem höchsten Punk der Hüttenwanderung mit 2.770 m, wandern wir über Moränengelände zur Saarbrücker Hütte, wo uns eine verdiente Mittagspause erwartet. Bald verlassen wir das hochalpine Gelände unserer Montafoner Hüttenrunde und queren in das Grossvermunt ein. Die Bielerhöhe ist unser Ziel für heute und zugleich die Passhöhe der Silvretta Hochalpenstraße.

Auf- und Abstieg:

860 hm

Gehzeit

5 h

5. Tag – Übergang ins Verwall - zur Neuen Heilbronner Hütte

Ein langer und abwechslungsreicher Tag sowie der Übergang in die Verwall Gruppe steht auf dem Programm. Über den Maissboden gelangen wir zum schön gelegenen Vallülasee. Wir queren unterhalb des Saggrat und gelangen über Sträucher zum Stausee Kops wo wir unsere Mittagspause einlegen. Den letzten Aufstieg für den heutigen Tag überwinden wir über die Verbellaalpe und über Almböden zur Neuen Heilbronner Hütte am Verdellner Winterjöchle.

Auf- und Abstieg:

1250 hm

Gehzeit

7-8 h

6. Tag – Der Wormser Höhenweg

Früh starten wir zu unserer bevorstehenden Wanderung über den Wormser Höhenweg. Wir verlassen die Hütte und wandern am Valschavielsee vorbei zum gleichnamigen Jöchle. Fast auf gleicher Höhe gelangen wir zum sogenannten "Grat". Im weiteren Verlauf geht es immer wieder bergauf und bergab. Dabei ist der Blick über das Montafon immer wieder aufs neue sehr beeindruckend. Nach dem Furkla Grasjoch gehen wir durch das Sportal und letztendlich zur Wormser Hütte. Eine grandiose Aussicht über das Montafon belohnt uns. Mit einem letzten gemeinsamen Abendessen lassen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Auf- und Abstieg:

1200 hm

Gehzeit

7-8 h

7. Tag – Zurück nach Schruns

Heute können wir das Frühstück reichlich genießen. Wir packen ein letztes mal unseren Rucksack und steigen zur Bergstation der Seilbahn ab und schweben mit dieser hinab nach Schruns. Eine beeinduckende Wanderwoche mit vielen Erinnerungen geht nun zu Ende. Verabschiedung und Heimreise.

Gehzeit

1 h

Highlights auf dieser Reise

Gipfel 2.168 m

Tschaggunser Mittagsspitze

Die Tschaggunser Mittagsspitze erhebt sich mit 2.168 m als markanter Aussichtsgipfel im Rätikon oberhalb von Tschagguns. Der Berg gehört zur Sulzfluh-Gruppe und bietet einen eindrucksvollen Blick auf die felsigen Türme der Drusenfluh und Sulzfluh. Der Aufstieg führt über das Walser Alpjoch und den leichten Grat zum Gipfel.

Sattel 2.354 m

Plasseggenpass

Der Plasseggenpass liegt auf 2.354 m am Hauptkamm des Rätikons zwischen Österreich und der Schweiz. Der Pass trennt die Sulzfluh-Gruppe von der Gweil-Sarotla-Gruppe und markiert eine geologisch bedeutsame tektonische Grenzzone.

Sattel 2.389 m

Sarotla-Pass

Der Sarotla-Pass liegt auf 2.389 m im Grenzkamm zwischen Montafon und Prättigau. Der Pass verbindet das Rätikon mit etablierten Wanderrouten und erfordert drahtseilgesicherte Querungen.

Sattel 2.166 m

Schwarzhornsattel

Der Schwarzhornsattel liegt auf 2.166 m im Rätikon zwischen Österreich und der Schweiz. Der Pass verbindet das Montafon mit der Tilisunahütte und bildet einen zentralen Punkt des Rätikon Höhenwegs. Gratpassage mit Felsabstürzen erfordert Trittsicherheit.

Sattel 2.730 m

Kuchenjöchli

Das Kuchenjöchli liegt auf 2.730 m und verbindet das Schönverwalltal mit dem Moostal in der Verwallgruppe. Der drahtseilgesicherte Anstieg führt vorbei an der Nordwand der Kuchenspitze und dem Großen Kuchenferner. Vom Pass eröffnet sich der Blick zum markanten Patteriol.

Gipfel 2.412 m

Hasenflüeli

Das Hasenflüeli erhebt sich mit 2.412 m als markanter Felsgipfel im Rätikon. Der Berg gilt als Klassiker zur Eröffnung der Skitourensaison und zeichnet sich durch charakteristische Felszähne im Gipfelkamm aus.

Sattel 2.841 m

Schneidjöchli

Das Schneidjöchli liegt auf 2.841 m zwischen Saumspitze und Seeköpfen in der Verwallgruppe. Der Pass bildet einen zentralen Übergang auf dem anspruchsvollen Hoppe-Seyler-Weg zwischen Niederelbehütte und Darmstädter Hütte.

Sattel 2.697 m

Schmalzgrubenscharte

Die Schmalzgrubenscharte liegt auf 2.697 m zwischen Edmund-Graf-Hütte und Niederelbehütte in der Verwallgruppe. Der Pass bildet einen zentralen Punkt am Kieler Weg mit Ausblicken über das Patznauntal. Trittsicherheit ist für die steilen An- und Abstiege erforderlich.

Dorf

Schruns

Schruns liegt auf 690 m im Montafon und gilt als Hauptort des Tales. Der Marktort dient als zentraler Ausgangspunkt für Touren in Verwall, Silvretta und Rätikon. Die Montafonerbahn verbindet seit 1905 den Ort mit Bludenz.

See 2.020 m

Kartellspeicher

Der Kartellspeicher liegt auf 2.020 m in der Verwallgruppe nahe St. Anton am Arlberg. Der Stausee erstreckt sich über 32 Hektar mit einem Nutzinhalt von 7,8 Millionen Kubikmetern. Das türkisblaue Wasser spiegelt die umgebenden Gipfel wider.

Dorf

Gargellen

Das Bergdorf Gargellen liegt auf 1.423 m im Gargellental und ist der höchstgelegene Ort des Montafon. Der Luftkurort mit etwa 120 Einwohnern dient als Basecamp für Touren in das Rätikon-Massiv. Über die Schafbergbahn sind alpine Ziele wie Heimspitze und Madrisa erreichbar.

Dorf

Steg

Steg ist eine Walsersiedlung in der Gemeinde Triesenberg im Fürstentum Liechtenstein. Das Bergdorf liegt im Valüntal unterhalb der Alpe Sücka auf rund 1.000 m Höhe. Die Siedlung dient als Endpunkt für Wanderungen durch die liechtensteinische Bergwelt des Rätikongebiets.