Winterwandern rund um Juf | Averstal
Winterwandern & Schneeschuhtouren rund um Juf – dem Dach Europas
Juf liegt auf etwa 2 126 m Höhe und trägt nicht zu Unrecht den Titel der höchstgelegenen ganzjährig bewohnten Siedlung Europas.
Das Averstal zeigt sich im Winter als ruhiges, abgeschiedenes Hochtal, das mit weiten Schneeflächen, lichten Lärchenhängen und klarer Bergluft eine besondere Stimmung erzeugt. Zwischen den kleinen Walserdörfern Cresta, Juppa und Juf führen die Touren durch sanft kupiertes Gelände, das sich ideal für entspanntes Winterwandern und Schneeschuhlaufen eignet. Offene Mulden, aussichtsreiche Rücken und breite Hänge bieten immer wieder stille Plätze, an denen sich die Weite des Tals besonders gut erleben lässt.
Die Routen verlaufen überwiegend im freien Gelände entlang der Juferalp und hinein ins Bergalgatal, wo der Blick auf die umliegenden Gipfel die Szenerie prägt und die winterliche Ruhe den Ton vorgibt. Die Anstiege sind moderat, erlauben aber ein gleichmäßiges, ruhiges Gehtempo – perfekt für ein genussvolles Wintererlebnis fernab des Trubels. Zwischen den Touren sorgen die kleinen Unterkünfte in den Walserweilen für eine warme, einfache und authentische Atmosphäre, die gut zum Charakter des Tals passt.
Das Programm bietet viel Raum, um das Averstal in seinem eigenen Rhythmus zu entdecken: klare Winterluft, weite Landschaft und ein stilles, ursprüngliches Ambiente, das diese Winterwanderung besonders macht.
Reiseablauf
Reiseablauf
Tourbeginn:
09.00 Uhr ist an der Pension Edelweiss
Tourende:
16.00 Uhr ist an der Pension Edelweiss
1. Tag – Willkommen in Juf | Erste Schneeschuhtour über die Juferalp
Der Tag startet in Juf, Europas höchstgelegenem, ganzjährig bewohnten Ort. Die weiten Mulden und sanft geformten Hänge rund um Juf bieten perfekte Bedingungen für einen sicheren Einstieg. Nach dem Frühstück erhältst Du eine präzise Einführung in LVS-Gerät, Sonde und Schaufel – praxisnah, verständlich und direkt im Gelände.
Anschließend führt unsere erste Schneeschuhtour über die breite, sonnige Juferalp. Der gleichmäßige Anstieg und das offene Gelände ermöglichen einen ruhigen Tourrhythmus, begleitet vom Panorama des Piz Piot und Hochberghorns. Mit zunehmender Höhe öffnen sich eindrucksvolle Blicke in die Seitentäler. Nach einer kurzen Rast in der Stille des Hochtals geht es über die Aufstiegsroute zurück nach Juf – ein stimmiger, entschleunigter Auftakt in die kommenden Wintertage.
Auf- und Abstieg:
650 hm
Gehzeit
6 h
2. Tag – Wanderung durch das Bergalgatal
Der Tag beginnt in Juppa (2.126 m), wo der Winterwanderweg sanft ansteigend in das weit verzweigte Bergalgatal führt. Die Spur zieht nach Süden, begleitet vom gleichmäßigen Rauschen des Bergalga-Bachs, der hier oberhalb der Waldgrenze durch eine breite Mulde verläuft. Der Anstieg bleibt im ersten Abschnitt moderat, bevor das Gelände sich in Richtung Bergalgapass (2.869 m) spürbar öffnet. Die Hänge sind weit und übersichtlich, ideal für eine sichere Linienwahl im winterlichen Gelände. Mit zunehmender Höhe zeigt sich die stille Hochgebirgslandschaft: Die Hänge unterhalb des Piz d'Err (3.378 m) dominieren das Tal, während die Spuren im glitzernden Schnee langsam an Höhe gewinnen. Nach einer ausgedehnten Rast im oberen Talbereich beginnt der Rückweg entlang der Aufstiegsroute. Die Nordhänge oberhalb von Juf (2.126 m), der höchstgelegenen ganzjährig bewohnten Siedlung Europas, fangen am Nachmittag das warme Licht ein – ein stiller Abschluss dieses ausgedehnten Wintertages.
Auf- und Abstieg:
700 hm
Gehzeit
6 h
3. Tag – Schneeschuhtour über Pürd ins Täli Richtung Bandsee
Von Juppa führt der Weg zunächst über die offenen Winterhänge nach Pürd, wo sich das Tal in eine ruhige, abgeschiedene Mulde öffnet. Die Route folgt dem sanft ansteigenden Gelände, bevor der Anstieg ins Täli beginnt – eine stille Seitenmulde unterhalb des Bandsees auf rund 2.400 m. Die Schneeschuhspur zieht über kupiertes Gelände, das zunehmend steiler wird, jedoch stets übersichtlich bleibt. Die umliegenden Gipfel des Averstals – Piz Turba (3.018 m) im Westen und die gestreckten Grate des Piz Lunghin nach Süden – verleihen der Tour ihren hochalpinen Charakter. Nach Erreichen des oberen Talbodens bietet das winterliche Plateau eine ruhige Raststelle, umgeben von der klaren Gebirgsszenerie. Der Abstieg folgt der Aufstiegsroute, die im weichen Nachmittagslicht zurück nach Juf führt, wo der Abend in der stillen Atmosphäre der abgelegenen Siedlung endet.
Auf- und Abstieg:
700 hm
Gehzeit
6 h
4. Tag – Abschließende Schneeschuhtour im Averstal und Heimreise
Der letzte Tag beginnt ruhig, geprägt von der winterlichen Stille des Averstals. Nach mehreren Tagen im Gelände ist die Umgebung vertraut, und so bietet sich eine flexible Auswahl an Tourenmöglichkeiten an: sanfte Anstiege über die Terrassen oberhalb von Juf, kurze Runden im lichten Gelände Richtung Juferhorn oder eine weitere Spur ins Bergalgatal. Je nach Schnee- und Wetterlage wird eine geeignete Route gewählt, die nochmals weite Blicke über das hochgelegene Tal und seine umliegenden Gipfel eröffnet. Die Schneeschuhtour bleibt moderat und führt über offenes, gut einschätzbares Gelände, ideal für einen entspannten Abschluss. Gegen Mittag endet der aktive Teil der Tour, bevor am frühen Nachmittag die Rückreise angetreten wird und die Tage im winterlichen Averstal in ruhiger Erinnerung ausklingen.
Auf- und Abstieg:
500 hm
Gehzeit
4-5 h