Idyllische Hütte unterhalb des Großen Daumens
Die Schwarzenberghütte thront auf 1.380 m am Fuße des Großen Daumen in den Allgäuer Alpen. Eingebettet zwischen steilen Grasbergen und schroffen Felswänden bildet die DAV-Hütte einen wichtigen Stützpunkt für Bergtouren im Hintersteiner Tal. Die exponierte Lage bietet spektakuläre Ausblicke auf die umliegenden Gipfel der Daumengruppe.
Die Schwarzenberghütte liegt strategisch günstig am Übergang zwischen dem Hintersteiner Tal und dem Nebelhorn-Gebiet. Als ehemalige Bergstation einer Materialseilbahn wurde das Gebäude nach dem Zweiten Weltkrieg zur Schutzhütte umgebaut – eine Geschichte, die sich noch heute in der robusten Bauweise widerspiegelt. Die Hütte dient als Ausgangspunkt für anspruchsvolle Bergtouren in der Daumengruppe, einem Gebiet, das für seine steilen Grasflanken mit Neigungswinkeln bis zu 70 Grad bekannt ist.
Übernachten auf der Schwarzenberghütte
Die Schwarzenberghütte bietet 58 Schlafplätze in gemütlichen Mehrbettlagern, wobei sich die Räumlichkeiten auf mehrere kleine Lager verteilen und für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Der Gastraum mit seiner urigen Holzvertäfelung lädt nach anstrengenden Bergtouren zum Verweilen ein, während die Küche der DAV-Sektion Illertissen deftige Allgäuer Hausmannskost serviert.
Zustieg zur Schwarzenberghütte
Der Hauptzustieg erfolgt von Hinterstein über das Giebelhaus in etwa 3 Stunden, alternativ erreicht man die Hütte vom Giebelhaus direkt in nur 45 Minuten – eine praktische Option für einen späten Aufstieg. Übergänge bestehen zum Prinz-Luitpold-Haus (3–3,5 Stunden) und zum Edmund-Probst-Haus (3,5 Stunden). Der Weg führt durch typische Allgäuer Berglandschaft mit steilen Grashängen und felsigen Passagen.
Gut zu wissen:
Von der Schwarzenberghütte starten Touren auf den Großen Daumen (2.280 m, ca. 2,5 Stunden) und das Nebelhorn (2.224 m, ca. 3 Stunden). Der nahe gelegene Engeratsgundsee liegt nur 1.764 m entfernt und bietet sich für kurze Ausflüge an, während die Hütte gleichzeitig als Station auf der mehrtägigen Bergwanderung von Oberstdorf zur Zugspitze dient. Im Winter fungiert sie als Stützpunkt für Skitouren und Schneeschuhwanderungen in der Region.