Klettermekka in den Berchtesgadener Alpen
Die Blaueishütte thront auf 1.680 m Höhe unterhalb des beeindruckenden Blaueisgletschers in den Berchtesgadener Alpen. Als Alpenvereinshütte der Sektion Berchtesgaden liegt sie in spektakulärer Lage zwischen schroffen Felswänden und dem nördlichsten Gletscher der Alpen – ein perfekter Ausgangspunkt für anspruchsvolle Klettertouren im Hochkalter-Massiv.
Die Blaueishütte gilt als bedeutender Kletterstützpunkt in den Berchtesgadener Alpen und empfängt Bergsteiger nach ca. 2,5 Stunden Aufstieg vom Hintersee durch das wildromantische Tal. Alternative Zustiege starten in Ramsau bei Berchtesgaden oder Schönau am Königssee – beide Varianten führen durch landschaftlich reizvolle Gebiete. Die exponierte Lage unterhalb des Blaueisgletschers macht den Aufstieg besonders eindrucksvoll, wobei sich die alpine Dramatik der Region in ihrer ganzen Pracht zeigt.
Übernachten auf der Blaueishütte
Die Alpenvereinshütte bietet 80 Schlafplätze und wird seit ihrer Erbauung 1928 von Familie Hang bewirtschaftet. Nach dem kompletten Um- und Ausbau 2011-2012 präsentiert sich das Haus modern ausgestattet, während zwei Nebenräume mit Beamer theoretischen Unterricht direkt auf der Hütte ermöglichen. Das Umweltgütesiegel der Alpenvereine seit 2013 unterstreicht den nachhaltigen Betrieb. Die großen Kuchenstücke haben längst Kultstatus erreicht.
Zustieg zur Blaueishütte
Der Normalweg vom Hintersee führt durch das enge Tal stetig ansteigend zur Hütte, wobei die Route teilweise über gesicherte Passagen verläuft und Trittsicherheit erfordert. Besonders im Frühjahr besteht Gefahr durch Staublawinen vom Hochkalter. Die Zustiege aus Ramsau oder von der Schönauer Seite sind länger, aber landschaftlich ebenso reizvoll – WLAN gegen Gebühr und Handyempfang auf der Terrasse halten Bergsteiger mit dem Tal verbunden.
Gut zu wissen:
Die Blaueishütte dient als Ausgangspunkt für Kletterkurse in den Berchtesgadener Alpen, während beliebte Gipfelziele wie die Schärtenspitze, der Rotpalfen und die markante Blaueisspitze erreichbar sind. Der mächtige Hochkalter (2.607 m) bildet die dominierende Kulisse über dem Hüttenbereich. Ab 22 Uhr herrscht Hüttenruhe – die exponierte Lage erfordert für alle Touren einen frühen Start, wobei die Kletterrouten im Umfeld günstige Bedingungen für Kurse zur Seilhandhabung und zum Vorstieg bieten.