Stützpunkt am Fuße der Watzmann Südspitze
Die Wimbachgrieshütte thront auf 1.327 m im gleichnamigen Kar zwischen den Felsgiganten Watzmann und Hochkalter. Als wichtige Station der klassischen Watzmannüberschreitung bietet die Berghütte des NaturFreundes-Bezirks München einen komfortablen Stützpunkt im Herzen des Nationalparks Berchtesgaden. Die moderne Umwelttechnik mit Solaranlagen und Blockheizkraftwerk macht sie zu einer der fortschrittlichsten Hütten der Berchtesgadener Alpen.
Das weitläufige Wimbachgries prägt die eindrucksvolle Hochgebirgsszenerie rund um die Wimbachgrieshütte. Die karge Schuttlandschaft zwischen den schroffen Kalkwänden des Watzmann-Massivs und der vergletscherten Hochkalter-Nordseite bildet eine der beeindruckendsten Arenen der nördlichen Kalkalpen. Von hier erschließen sich anspruchsvolle Bergtouren wie die Besteigung der Watzmann-Südspitze (2.713 m) oder des Großen Hundstods (2.594 m) – beide erfordern alpine Erfahrung und Trittsicherheit im weglosen Gelände.
Übernachten auf der Wimbachgrieshütte
Die Wimbachgrieshütte bietet 60 Schlafplätze in gemütlichen Mehrbettlagern und dient als Endpunkt der berühmten Watzmannüberschreitung. Besonders an Sommerwochenenden herrscht reger Betrieb, während die Hüttenwirte erschöpfte Bergsteiger mit deftiger Hausmannskost und selbstgebackenem Kuchen verwöhnen. Moderne Sanitäranlagen und umweltfreundliche Energieversorgung sorgen für zeitgemäßen Komfort in der alpinen Abgeschiedenheit.
Zustieg zur Wimbachgrieshütte
Der Hauptzustieg beginnt an der Wimbachbrücke in Ramsau und führt in ca. 2½ Stunden durch das wildromantische Wimbachtal zur Hütte auf 1.327 m. Der gut ausgebaute Weg überwindet dabei moderate 700 Hm, während eine anspruchsvolle Alternative von Sankt Bartholomä am Königssee über das Schrainbachtal führt. Diese Route verläuft über die Sigeretplatte und den Trischübelpass – sie erfordert etwa 4 Stunden Gehzeit und alpine Erfahrung.
Gut zu wissen:
Die Geschichte der Wimbachgrieshütte reicht bis ins Jahr 1546 zurück, als hier die ursprüngliche Windachhütte stand. Der heutige Bau entstand 1922-1924 und wurde 2001 umfassend modernisiert, wobei die Hütte als wichtiger Knotenpunkt für verschiedene Übergänge dient. Zur Blaueishütte führt ein 6-stündiger Weg, zum Ingolstädter Haus benötigt man 4-5 Stunden und zum Kärlingerhaus etwa 4 Stunden. Das Kleine Palfelhorn liegt nur 1.521 m entfernt und bietet sich als kurzer Abstecher an.