Berghütte SAC Sektion Bergell

Capanna Sasc Furä

1.904m
46.315, 9.582
Betten: 36
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Bondo

Berghütte am Fuß der Badile-Nordwand im Val Bondasca

Die Capanna Sasc Furä steht auf 1.904 m direkt am Fuß der Badile-Nordwand. Die SAC-Hütte der Sektion Bergell im Val Bondasca dient als Stützpunkt für die großen Granittouren der Bernina-Alpen – Piz Badile (3.308 m) und Piz Cengalo (3.369 m).

Von der Terrasse blickt man direkt auf die senkrechten Granitwände des Badile – eine der berühmtesten Nordwände der Alpen. Das Val Bondasca zeigt hier seinen wilden Charakter: schroffe Granitgipfel, steile Flanken, alpines Gelände. Nach dem Bergsturz von 2017 wurden alle Zustiege gesperrt – seit Juli 2019 führt ein neuer Weg zur Hütte. Für Übergänge kommen die Gianettihütte auf 2.534 m (6-7 Stunden, T5) oder das Rifugio Brasca auf 1.304 m (6-7 Stunden) in Frage.

Übernachten auf der Capanna Sasc Furä

Die Berghütte hat 36 Schlafplätze. Ein Telefon steht für Notfälle zur Verfügung. Die exponierte Lage direkt unter den Granitwänden macht die Capanna Sasc Furä zu einem besonderen Ort – hier spürt man die Nähe zum vertikalen Fels.

Zustieg zur Capanna Sasc Furä

Der alpine Wanderweg startet in Crot Alt bei Bondo und führt über 1.291 Höhenmeter zur Hütte – etwa 5,5 bis 6 Stunden. Die Route ist weiss-blau-weiss markiert (T4), an exponierten Stellen sichern Trittleitern und Ketten den Weg. Der Zustieg zeigt bereits den alpinen Charakter des Val Bondasca – steil, wild und fordernd.

Gut zu wissen:

Die Capanna Sasc Furä wurde 1960 erbaut. Der verheerende Bergsturz von Bondo 2017 veränderte das gesamte Tal – die Zugangswege mussten neu angelegt werden. Heute führt der neue, gesicherte Weg wieder hinauf zu diesem exponierten Stützpunkt unter den Granitwänden.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Sattel 2.958 m

Diavolezza

Die Diavolezza ist ein hochalpines Joch auf 2.958 m in den Bernina-Alpen. Das Skigebiet liegt strategisch zwischen Piz Bernina und Piz Palü. Eine Seilbahn erschließt das Gelände ganzjährig vom Berninapass.

Gletscher

Morteratschgletscher

Der Morteratschgletscher in der Berninagruppe ist mit 6,2 km Länge der drittlängste Gletscher der Ostalpen. Zusammen mit dem Persgletscher bildet er mit 1,2 Kubikkilometern das volumenstärkste Gletschersystem der Ostalpen. Ein Gletscherlehrpfad mit 20 Stationen dokumentiert den Gletscherrückgang von 2,5 km seit 1878.

Gipfel 4.048 m

Piz Bernina

Der Piz Bernina (4.049 m) erhebt sich als höchste Erhebung der Ostalpen und einziger Viertausender östlich des Gotthardpasses im Grenzbereich zwischen der Schweiz und Italien. Der Gipfel trennt die Gletscher Tschierva und Morteratsch und gilt als einer der bedeutendsten Hochgipfel der Alpen. Erstbesteigung erfolgte 1850 durch Johann Wilhelm Coaz über den heute unüblichen Ostgrat.

Gipfel 3.751 m

Piz Morteratsch

Der Piz Morteratsch (3.751 m) liegt zentral in der Berninagruppe und gilt als einfachster der Bündner Eisriesen. Der vergletscherte Normalweg führt über die Tschiervahütte und den Nordrücken zum Gipfel. Vom Gipfel eröffnet sich der klassische Blick auf den Biancograt des Piz Bernina.

Dorf 212 m

Novate Mezzola

Novate Mezzola (212 m) liegt am Ufer des Mezzolasees in der lombardischen Provinz Sondrio. Der Ort dient als Ausgangspunkt für den berühmten Sentiero Roma und weitere alpine Wanderwege der Bernina-Alpen. Die autofreie Val Codera mit ihren Schutzhütten ist nur zu Fuß oder per Helikopter erreichbar.

Sattel 2.754 m

Fuorcla Surlej

Die Fuorcla Surlej liegt auf 2.754 m zwischen Oberengadin und Val Roseg in den Bernina-Alpen. Der markierte Wanderweg verbindet Silvaplana mit Pontresina und bietet direkten Blick auf die Berninagruppe. Von der Corvatsch-Mittelstation Murtèl erreicht man den Pass in 45 Minuten.

Sattel 3.430 m

Fuorcla Prievlusa

Die Fuorcla Prievlusa auf 3.430 m bildet den strategischen Einstieg zum berühmten Biancograt am Piz Bernina. Der Pass verbindet das Tschierva-Gletschergebiet mit der legendären Himmelsleiter. Als tiefste Scharte zwischen Piz Bernina und Piz Morteratsch markiert er den Beginn einer der schönsten Felsfirngrate der Alpen.

Dorf

Surlej

Surlej ist ein Ortsteil von Silvaplana am Silvaplanersee zwischen Lej da Champfèr und Lej da Silvaplauna. Der Ort liegt am Fuße des Piz Surlej und des Corvatsch. Seit dem Bau der Corvatschbahn 1963 entwickelte sich Surlej zu einem lebendigen Bergdorf.

Gipfel 3.594 m

Piz Glüschaint

Der Piz Glüschaint erhebt sich auf 3.594 m an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien in den Bernina-Alpen. Der Gipfel liegt zwischen dem Val Roseg und dem Val Malenco. An seiner Nordseite erstreckt sich der Roseggletscher.

Gletscher

Tschiervagletscher

Der Tschiervagletscher erstreckt sich über 5,63 km² zwischen Piz Bernina und Piz Roseg. Der zweigeteilte Gletscher fließt nordwestwärts ins Val Roseg. Ausgangspunkt für Hochtouren am Biancograt und Piz Palü.

Gletscher

Vadret Pers

Der Persgletscher erstreckt sich über 4 km in der Berninagruppe und nimmt seinen Ausgang an der Nordflanke des Piz Palü. Bis 2015 war er mit dem Morteratschgletscher verbunden, bevor die Gletscherzungen durch den Rückgang getrennt wurden.

Gipfel 3.511 m

Piz Sella

Der Piz Sella erhebt sich auf 3.511 m an der schweizerisch-italienischen Grenze in den Bernina-Alpen. Der Gipfel liegt zwischen Piz Glüschaint und Piz Roseg südlich des Roseggletschers. Als Skitourenziel ermöglicht er die Überquerung des Scersen Gletschers nach Süden.