Stützpunkt am Sentiero Roma
Das Rifugio Brasca liegt auf 1.304 m Höhe im Val Codera, einem der letzten ganzjährig bewohnten Alpentäler ohne Straßenzugang. Die Berghütte markiert den Einstieg in den berühmten Sentiero Roma und bietet Wanderern einen authentischen Stützpunkt in den südlichen Bernina-Alpen. Umgeben von steilen Granitwänden und dichten Kastanienwäldern, bewahrt das Tal seine ursprüngliche alpine Atmosphäre.
Das Rifugio Brasca dient als erste Etappe der mehrtägigen Wanderung auf dem Sentiero Roma, einer der spektakulärsten Höhenrouten der Alpen. Der Weg führt von hier über mehrere Pässe und Hütten durch das wilde Bergell – eine Durchquerung, die zu den anspruchsvollsten Bergwanderungen der Region zählt. Die exponierte Lage im Val Codera macht die Hütte zu einem geeigneten Ausgangspunkt für Touren auf die umliegenden Granitgipfel wie den Pizzo Ligoncio (3.033 m) oder die Punta Trubinasca (2.998 m).
Übernachten auf dem Rifugio Brasca
Die Berghütte bietet 50 Schlafplätze in gemütlicher Atmosphäre, wobei Bergwanderer nach dem Aufstieg durch das autofreie Tal besonders die traditionelle Küche mit regionalen Spezialitäten schätzen. Die Geschichte der Hütte reicht bis 1933 zurück – nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfolgte der Wiederaufbau zwischen 1946 und 1948.
Zustieg zum Rifugio Brasca
Von Novate Mezzola führt der Hauptzustieg in ca. 3,5 bis 4 Stunden zur Hütte, wobei der Weg zunächst steil durch Kastanienwälder aufsteigt, bevor er sich in Serpentinen durch das enge Tal windet. Alternativ erreichen geübte Bergwanderer das Rifugio Brasca vom Rifugio Gianetti in etwa 6 Stunden über anspruchsvolles Gelände.
Gut zu wissen:
Die Hütte trägt den Namen von Luigi Brasca, dem Gründer der Vereinigung "Alpinisti senza guida", während das Val Codera selbst eine Besonderheit darstellt – die wenigen Bewohner transportieren alle Güter zu Fuß oder per Seilbahn ins Tal. Für Wanderer auf dem Sentiero Roma bildet das Rifugio Brasca den Einstieg in diese alpine Mehrtagestour durch die Granittürme des Bergells.