Stützpunkt in Venetien
Das Rifugio Cinque Torri thront auf 2.137 m Höhe direkt am Fuße der markanten Felsformation der Cinque Torri. Die Berghütte liegt im Herzen der Ampezzaner Dolomiten zwischen Passo Falzarego und Passo Giau. Umgeben von den charakteristischen Felstürmen und mit Blick auf die Tofane-Gruppe bietet die traditionsreiche Schutzhütte einen idealen Ausgangspunkt für Wanderungen und Klettertouren in diesem geschichtsträchtigen Teil der Dolomiten.
Die exponierte Lage des Rifugio Cinque Torri macht die Hütte zu einem wichtigen Stützpunkt für Bergwanderer auf dem Dolomiten Höhenweg 1. Der mehrtägige Fernwanderweg führt direkt an der Hütte vorbei und verbindet das Pragser Tal mit Belluno, wobei die unmittelbare Nähe zu den Cinque Torri – einem der bekanntesten Klettergebiete der Dolomiten – Kletterer aus aller Welt anzieht. Der Torre Grande, höchster der fünf Türme, ragt nur 245 Meter von der Hütte entfernt in den Himmel.
Übernachten auf dem Rifugio Cinque Torri
Die kleine Berghütte bietet 16 Schlafplätze in gemütlichen Mehrbettzimmern, wobei bei Bedarf zwei zusätzliche Betten aufgestellt werden können. Die Famiglia Alberti führt das Rifugio Cinque Torri seit 1937 und sorgt für eine familiäre Atmosphäre. Von der Terrasse aus genießen Gäste den direkten Blick auf die imposanten Felstürme und die umliegenden Gipfel wie Averau (2.647 m) und Nuvolau (2.574 m).
Zustieg zum Rifugio Cinque Torri
Der Hauptzustieg erfolgt vom Passo Falzarego über den Sentiero 440 zur Alpe di Potor und weiter auf dem Weg 439 in etwa 1,5 Stunden. Alternative Routen führen vom Passo Giau über den Sentiero 443 oder von Bai de Dones durch das Potor-Tal, wobei die Wege gut markiert sind und durch die charakteristische Dolomitenlandschaft mit Lärchenwäldern und Almwiesen führen. Während der Sommersaison verkehrt eine Sesselbahn vom Passo Falzarego.
Gut zu wissen:
Das Rifugio Cinque Torri öffnet traditionell von Mitte Juni bis Ende September seine Türen. Die geschichtsträchtige Hütte wurde 1904 als Albergo 5 Torri eröffnet und diente im Ersten Weltkrieg als Quartier für König Vittorio Emanuele III. Die strategisch günstige Lage ermöglicht Übergänge zu den Nachbarhütten Rifugio Scoiattoli, Rifugio Averau und Rifugio Fedare – eine gute Ausgangslage für mehrtägige Hüttenwanderungen durch die Ampezzaner Dolomiten.