Berghütte ÖAV Sektion Baden

Badener Hütte

2.608m
47.081, 12.426
Betten: 52
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Gruben, Matreier Tauernhaus

Hochalpiner Stützpunkt am Frosnitzkees für Großvenediger-Touren

Die Badener Hütte steht auf 2.608 m am Rand des Frosnitzkees in der östlichen Venedigergruppe. Die Schutzhütte der Sektion Baden des ÖAV dient als hochalpiner Stützpunkt für die Besteigung des Großvenedigers (3.657 m) – dem vergletscherten Hauptgipfel der Hohen Tauern. Von der Terrasse blickt man direkt auf die Gletscherzunge und die steilen Felsflanken der Kristallwand (3.310 m).

Der Großvenediger zieht Bergsteiger aus allen Alpenländern an – die Tour von der Badener Hütte führt über das spaltenreiche Frosnitzkees zum Gipfel. Die Kristallwand bietet anspruchsvolle Felsrouten in festem Gneis. Übergänge führen zur Bonn-Matreier Hütte über die Galtenscharte (2.884 m) – bei Vereisung eine heikle Passage – oder zum Defreggerhaus (2.962 m) über das Frossnitztörl, eine Gletschertour auf 3.114 m.

Übernachten auf der Badener Hütte

Die Badener Hütte bietet 52 Schlafplätze. Der unverschlossene Winterraum fasst 8 Personen und ist beheizbar – wichtig für Skitourengeher im Frühjahr. Duschen sind vorhanden, ebenso Handyempfang für die Tourenplanung.

Zustieg zur Badener Hütte

Der Hauptzustieg startet in Gruben auf 1.164 m und führt in 5 Stunden zur Hütte – ein langer Anstieg durch das Frossnitztal. Alternativ steigt man vom Matreier Tauernhaus (1.512 m) über das Löbbentörl (2.770 m) in 6 Stunden auf. Der Wanderweg 924B zur Kristallwand bleibt wegen Felssturz gesperrt.

Gut zu wissen:

Die Badener Hütte wurde 1911 erbaut und am 1. Juli 1912 eröffnet – sie gehört zu den traditionsreichen Stützpunkten in den Hohen Tauern. Die exponierte Lage am Gletscherrand macht sie zum Ausgangspunkt für Hochtouren im Venedigergebiet.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Sattel 2.934 m

Granatscharte

Die Granatscharte liegt auf 2.934 m in den Hohen Tauern und verbindet das Amertal mit dem Dorfertal. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Tauernhöhenweg zwischen St. Pöltner Hütte und Rudolfshütte. Über die Scharte führt die Route auf den Stubacher Sonnblick und zur Granatspitze.

Sattel 3.228 m

Obere Ödenwinkelscharte

Die Obere Ödenwinkelscharte liegt auf 3.228 m in der Glocknergruppe zwischen Hoher Riffl und Johannisberg. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Bereich des Pasterzengletschers. Von hier führt der Normalweg über die Hohe Riffl zum Johannisberg.

Dorf

Kals am Großglockner

Kals am Großglockner (1.325 m) liegt im Kalser Tal in den Hohen Tauern und gilt als traditionelles Basecamp für Großglockner-Besteigungen. Das Bergdorf in Osttirol ist umgeben von vergletscherten Dreitausendern der Glockner-, Granatspitz- und Schobergruppe. Seit 1855 starten hier Bergsteiger zum Normalweg auf Österreichs höchsten Gipfel.

Gipfel 3.310 m

Kristallwand

Die Kristallwand erhebt sich auf 3.310 m als östlicher Eckpfeiler des Venedigermassivs in den Hohen Tauern. Der markante Gipfel zeigt eine 550 m hohe Nordostwand und sanfte Gletscheranstiege von Süden. Vier Gletscher umgeben den Berg: Schlatenkees, Äußeres Mullwitzkees, Frosnitzkees und Kristallwandkees.

Gletscher

Krimmler Kees

Das Krimmler Kees liegt im Krimmler Tauerntal in den Hohen Tauern. Der Gletscher dient als zentrales Ausbildungsgelände für Hochtourenkurse mit Steigeisen- und Spaltenbergungstraining. Die Warnsdorfer Hütte auf 2.324 m fungiert als nahegelegener Stützpunkt.

Gipfel 2.573 m

Roßkopf

Der Roßkopf erhebt sich auf 2.573 m in den Hohen Tauern nahe der Roßkarscharte. Der Gipfel bietet ein weitreichendes Panorama über die Zillertaler und Venedigergruppe. Als Abstecher von der Roßkarscharte ist er in etwa einer Stunde erreichbar.