Berghütte ÖTK

Defreggerhaus

2.962m 🇦🇹
47.084, 12.362 Österreich
Betten: 72
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Hinterbichl

Hochalpiner Stützpunkt für den Großvenediger auf 2.963 m

Das Defreggerhaus steht auf 2.963 m westlich des Äußeren Mullwitzkees – eine der höchstgelegenen Schutzhütten der Ostalpen. Die Berghütte des Österreichischen Touristenklubs nutzen wir als Stützpunkt für die Hochtour auf den Großvenediger, einen der formschönsten Gletscherberge der Hohen Tauern.

Von hier führt die klassische Route über die Johannishütte auf den Großvenediger (3.657 m). Der vergletscherte Normalweg zieht über das Mullwitzkees zum Gipfel – eine der beliebtesten Hochtouren der Ostalpen. Auch das Rainerhorn (3.559 m) lockt als lohnendes Gipfelziel. Das Defreggerhaus steht auf Permafrost, die Gletscher prägen die karge Hochgebirgslandschaft ringsum.

Die exponierte Lage macht das Defreggerhaus zum Knotenpunkt für Hüttenübergänge: zur Eisseehütte in 2:30 Stunden, zur Neuen Prager Hütte in 3:45 Stunden oder zur Sajathütte in 3:15 Stunden. Die hochalpinen Übergänge führen durch vergletschertes Gelände und erfordern entsprechende Erfahrung und Ausrüstung.

Übernachten auf dem Defreggerhaus

Die Berghütte bietet 72 Schlafplätze. Etagen-WC und Waschräume sind vorhanden. Eine Materialseilbahn versorgt die hochgelegene Hütte.

Zustieg zum Defreggerhaus

Der kürzeste Aufstieg führt von der Johannishütte durch die vergletscherte Hochgebirgswelt – in rund 2:30 Stunden erreicht man das Defreggerhaus. Wer direkt aus dem Tal aufsteigt, startet in Hinterbichl und bewältigt 1.620 Höhenmeter in etwa 4:30 Stunden. Bis zur Johannishütte kann das Gepäck mit dem Venedigertaxi transportiert werden.

Gut zu wissen:

Das Defreggerhaus wurde 1885 erbaut und 1925 neu errichtet – benannt nach dem Tiroler Maler Franz von Defregger. Die Hütte gehört zu den ältesten Schutzhütten der Ostalpen und trotzt auf ihrem exponierten Standort seit Jahrzehnten den extremen Wetterbedingungen der Hochgebirgslage.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Sattel 2.934 m

Granatscharte

Die Granatscharte liegt auf 2.934 m in den Hohen Tauern und verbindet das Amertal mit dem Dorfertal. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Tauernhöhenweg zwischen St. Pöltner Hütte und Rudolfshütte. Über die Scharte führt die Route auf den Stubacher Sonnblick und zur Granatspitze.

Sattel 3.228 m

Obere Ödenwinkelscharte

Die Obere Ödenwinkelscharte liegt auf 3.228 m in der Glocknergruppe zwischen Hoher Riffl und Johannisberg. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Bereich des Pasterzengletschers. Von hier führt der Normalweg über die Hohe Riffl zum Johannisberg.

Dorf

Kals am Großglockner

Kals am Großglockner (1.325 m) liegt im Kalser Tal in den Hohen Tauern und gilt als traditionelles Basecamp für Großglockner-Besteigungen. Das Bergdorf in Osttirol ist umgeben von vergletscherten Dreitausendern der Glockner-, Granatspitz- und Schobergruppe. Seit 1855 starten hier Bergsteiger zum Normalweg auf Österreichs höchsten Gipfel.

Gipfel 3.310 m

Kristallwand

Die Kristallwand erhebt sich auf 3.310 m als östlicher Eckpfeiler des Venedigermassivs in den Hohen Tauern. Der markante Gipfel zeigt eine 550 m hohe Nordostwand und sanfte Gletscheranstiege von Süden. Vier Gletscher umgeben den Berg: Schlatenkees, Äußeres Mullwitzkees, Frosnitzkees und Kristallwandkees.

Gletscher

Krimmler Kees

Das Krimmler Kees liegt im Krimmler Tauerntal in den Hohen Tauern. Der Gletscher dient als zentrales Ausbildungsgelände für Hochtourenkurse mit Steigeisen- und Spaltenbergungstraining. Die Warnsdorfer Hütte auf 2.324 m fungiert als nahegelegener Stützpunkt.

Gipfel 2.573 m

Roßkopf

Der Roßkopf erhebt sich auf 2.573 m in den Hohen Tauern nahe der Roßkarscharte. Der Gipfel bietet ein weitreichendes Panorama über die Zillertaler und Venedigergruppe. Als Abstecher von der Roßkarscharte ist er in etwa einer Stunde erreichbar.