Berghütte DAV Bundesverband

Neue Prager Hütte

2.796m
47.123, 12.392
Betten: 84
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Matrei in Osttirol

Hochalpiner Stützpunkt am Großvenediger in den Hohen Tauern

Die Neue Prager Hütte steht auf 2.796 m im Herzen der Hohen Tauern – exponiert zwischen Felsgipfeln und Gletschern, am Fuß des Großvenedigers. Die traditionsreiche Berghütte des Deutschen Alpenvereins dient als hochalpiner Stützpunkt für die Venediger-Besteigung und die Durchquerung der vergletscherten Venedigergruppe.

Von hier führen die Routen auf den Großvenediger (3.657 m) und seinen kleinen Bruder, den Kleinvenediger (3.467 m). Die Neue Prager Hütte steht zentral im Nationalpark Hohe Tauern – Ausgangspunkt für Übergänge zu den Nachbarhütten: zur Badener Hütte in 3,5 bis 5 Stunden, zum Defreggerhaus in 4,5 Stunden oder zur Kürsingerhütte in 4 Stunden. Ein dichtes Netz an Höhenwegen verbindet die Schutzhütten der Region.

Die hochalpine Lage prägt das Leben auf der Hütte: Photovoltaikanlage und ein mit Rapsöl betriebenes Blockheizkraftwerk sorgen für Strom. Das Wasser ist kostbar hier oben – die zunehmende Trockenheit führte 2022 erstmals zur vorzeitigen Schließung wegen Wassermangels.

Übernachten auf der Neuen Prager Hütte

Die Berghütte bietet 84 Schlafplätze in zwei Bereichen. Ein beheizter Winterraum mit Feuerholz steht in der Nebensaison zur Verfügung, allerdings ohne Strom. Zahlung ist bar oder mit Karte ab 30 Euro möglich.

Zustieg zur Neuen Prager Hütte

Der Aufstieg beginnt am Matreier Tauernhaus auf 1.512 m. Über 1.100 Höhenmeter führt der Weg in 4 bis 5 Stunden zur Hütte – erst durch das Gschlößtal, dann steil hinauf in die hochalpine Zone. Ein Taxi fährt von Matreier Tauernhaus nach Innergschlöß und verkürzt den Zustieg.

Gut zu wissen:

Die Neue Prager Hütte wurde 1901 bis 1903 erbaut und am 9. August 1904 eingeweiht. Legendär war Elise Mühlburger, die die Hütte von 1908 bis 1945 führte. Nach einer Generalsanierung 2013/14 steht das Gebäude seit 2014 unter Denkmalschutz.

Reisekategorie

Hochtouren

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Sattel 2.934 m

Granatscharte

Die Granatscharte liegt auf 2.934 m in den Hohen Tauern und verbindet das Amertal mit dem Dorfertal. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Tauernhöhenweg zwischen St. Pöltner Hütte und Rudolfshütte. Über die Scharte führt die Route auf den Stubacher Sonnblick und zur Granatspitze.

Sattel 3.228 m

Obere Ödenwinkelscharte

Die Obere Ödenwinkelscharte liegt auf 3.228 m in der Glocknergruppe zwischen Hoher Riffl und Johannisberg. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Bereich des Pasterzengletschers. Von hier führt der Normalweg über die Hohe Riffl zum Johannisberg.

Dorf

Kals am Großglockner

Kals am Großglockner (1.325 m) liegt im Kalser Tal in den Hohen Tauern und gilt als traditionelles Basecamp für Großglockner-Besteigungen. Das Bergdorf in Osttirol ist umgeben von vergletscherten Dreitausendern der Glockner-, Granatspitz- und Schobergruppe. Seit 1855 starten hier Bergsteiger zum Normalweg auf Österreichs höchsten Gipfel.

Gipfel 3.310 m

Kristallwand

Die Kristallwand erhebt sich auf 3.310 m als östlicher Eckpfeiler des Venedigermassivs in den Hohen Tauern. Der markante Gipfel zeigt eine 550 m hohe Nordostwand und sanfte Gletscheranstiege von Süden. Vier Gletscher umgeben den Berg: Schlatenkees, Äußeres Mullwitzkees, Frosnitzkees und Kristallwandkees.

Gletscher

Krimmler Kees

Das Krimmler Kees liegt im Krimmler Tauerntal in den Hohen Tauern. Der Gletscher dient als zentrales Ausbildungsgelände für Hochtourenkurse mit Steigeisen- und Spaltenbergungstraining. Die Warnsdorfer Hütte auf 2.324 m fungiert als nahegelegener Stützpunkt.

Gipfel 2.573 m

Roßkopf

Der Roßkopf erhebt sich auf 2.573 m in den Hohen Tauern nahe der Roßkarscharte. Der Gipfel bietet ein weitreichendes Panorama über die Zillertaler und Venedigergruppe. Als Abstecher von der Roßkarscharte ist er in etwa einer Stunde erreichbar.

Reisen mit Neue Prager Hütte