Das gemütliche und nördlichste Schutzhaus Südtirols
Die Birnlückenhütte thront auf 2.441 m Höhe im Naturpark Rieserferner-Ahrn und markiert das nördlichste Schutzhaus Südtirols. Unmittelbar an der Grenze zum Nationalpark Hohe Tauern gelegen, öffnet sich von hier ein beeindruckender Blick auf die vergletscherte Venedigergruppe. Die exponierte Lage macht die Hütte zu einem wichtigen Stützpunkt für Bergwanderer auf der Dreiländertour zwischen Österreich, Südtirol und Osttirol.
Die Birnlückenhütte wurde 1900 von Alois Voppichler erbaut und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück – von der Enteignung 1938 über die Verpachtung an den CAI Bruneck 1975 bis zur umfassenden Restaurierung 1997. Das Schutzhaus präsentiert sich heute als gemütlicher Bergstützpunkt mit familiärer Atmosphäre, der Wanderern auf mehrtägigen Touren durch die Hohen Tauern Unterschlupf bietet.
Übernachten auf der Birnlückenhütte
Das Schutzhaus bietet einfache, aber gemütliche Schlafplätze für Bergwanderer, wobei die familiäre Führung für eine warme Atmosphäre sorgt. Die Südtiroler Küche lässt müde Wanderer wieder zu Kräften kommen. Besonders geschätzt wird die Hütte als Etappenziel auf der fünftägigen Dreiländertour, die durch drei Bundesländer und über zahlreiche Pässe der Hohen Tauern führt.
Zustieg zur Birnlückenhütte
Der Hauptzustieg erfolgt von Casere in etwa 3 Stunden über gut markierte Bergwege. Weitere Zugänge führen über hochalpine Übergänge – die Via Vetta d'Italia verbindet die Birnlückenhütte mit der Rifugio Vetta d'Italia. Der Weg über die Forcella di Campo zur Plauener Hütte erfordert 5:45 bis 6:45 Stunden Gehzeit, wobei diese Übergänge Trittsicherheit und alpine Erfahrung verlangen.
Gut zu wissen:
Von der Hütte aus lassen sich der Picco dei Tre Signori (3.499 m) und die Vetta d'Italia (2.912 m) besteigen. Die nahe gelegene Birnlücke (968 m entfernt) markiert einen wichtigen Übergang im Verlauf der Dreiländertour. Als nördlichstes Schutzhaus Südtirols liegt die Birnlückenhütte im Spannungsfeld zwischen dem Naturpark Rieserferner-Ahrn und dem angrenzenden Nationalpark Hohe Tauern.