Stützpunkt in der Granatspitzgruppe
Die Sudetendeutsche Hütte thront auf 2.656 m Höhe in der Granatspitzgruppe der Hohen Tauern. Malerisch am kleinen See der Oberen Steiner Alm gelegen, bildet die Hütte einen wichtigen Stützpunkt am Adlerweg Osttirol. Die exponierte Lage zwischen Wellachköpfen und Gradötzkogel macht sie zum idealen Ausgangspunkt für aussichtsreiche Bergwanderungen im Herzen des Nationalparks.
Die Sudetendeutsche Hütte entstand 1927–1929 als Gemeinschaftswerk sudetendeutscher DAV-Sektionen und wurde am 21. Juli 1929 feierlich eröffnet. Heute präsentiert sich die vom DAV Schwaben betreute Hütte als moderner Bergstützpunkt mit Photovoltaikanlage, biologischer Kläranlage und dem begehrten Umweltgütesiegel. Die Lage am Kreuzungspunkt bedeutender Weitwanderwege – insbesondere des Adlerwegs Osttirol und der Glocknerrunde – macht sie zu einem frequentierten Etappenziel für Mehrtagestouren durch die Hohen Tauern.
Übernachten auf der Sudetendeutschen Hütte
Die Sudetendeutsche Hütte bietet insgesamt 43 Schlafplätze in Form von 23 Betten und 20 Lagerplätzen, während moderne Sanitäranlagen mit Warmwasser und Dusche für Komfort nach anstrengenden Bergtagen sorgen. Der beheizte Winterraum mit 12 Matratzenlagern steht ganzjährig zur Verfügung. Familienfreundlich gestaltet lädt die gemütliche Stube zum Verweilen ein, während draußen die Granatspitzgruppe im Abendlicht erstrahlt.
Zustieg zur Sudetendeutschen Hütte
Der Hauptzustieg erfolgt von der Bergstation der Blauspitz-Bergbahn in ca. 3½ Stunden über gut markierte Bergwege. Alternativ führt der Anstieg vom Wanderparkplatz Matrei-Glanz über die Äußere Steiner Alm ebenfalls in 3½ Stunden zur Hütte. Beide Zustiege verlangen Trittsicherheit und Kondition für die etwa 900 Höhenmeter, wobei der Weg über die Steiner Almen eindrucksvolle Ausblicke auf die umliegende Bergwelt der Granatspitzgruppe bietet.
Gut zu wissen:
Die Umgebung der Sudetendeutsche Hütte lockt mit attraktiven Gipfelzielen wie dem nahen Wellachköpfe Südgipfel in 968 m Entfernung oder dem Gradötzkogel. Als Teil der mehrtägigen Touren "Der Adlerweg Osttirol Teil 2" und "Vom Kitzsteinhorn zum Großglockner" spielt die Hütte eine wichtige Rolle im Weitwandernetz der Region. Ein Helikopterlandeplatz gewährleistet die Versorgung und Sicherheit in diesem hochalpinen Gelände.