Berghütte DAV Sektion Mönchengladbach

Kalser Tauernhaus

1.755m
47.071, 12.624
Betten: 50
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Kals am Großglockner

Berghütte im Nationalpark Hohe Tauern – Stützpunkt für Glocknertouren

Das Kalser Tauernhaus steht auf 1.755 m im Nationalpark Hohe Tauern – dort, wo das Dorfertal in die hochalpine Welt übergeht. Die Berghütte der DAV Sektion Mönchengladbach dient uns seit 1930 als Stützpunkt für Touren in der östlichen Glocknergruppe.

Von hier führen die Wege zum Medelzkopf (2.760 m) und über den Kalser Tauern (2.518 m). Die Übergänge zu den Nachbarhütten sind lang und hochalpin – zur Sudetendeutschen Hütte auf 2.650 m sind es 4,5 Stunden, zur Stüdlhütte auf 2.801 m sogar 5,5 Stunden. Das Kalser Tauernhaus nutzen wir als Ausgangspunkt für Glocknertouristen, wie es die Kalser Bergführer bereits bei der Erbauung 1928–1930 vorsahen.

Übernachten im Kalser Tauernhaus:

Die Berghütte bietet 50 Schlafplätze. Warmes Wasser und Waschräume sind vorhanden, ebenso ein Trockenraum für nasse Ausrüstung. Die Stromversorgung erfolgt über ein eigenes Wasserkraftwerk, das Abwasser wird in einer vollbiologischen Kläranlage gereinigt – die Hütte trägt seit 2006 das Umwelt-Gütesiegel.

Zustieg zum Kalser Tauernhaus:

Der Hauptzustieg startet in Taurer auf 1.521 m und führt in 1,5 Stunden über 234 Höhenmeter zur Hütte. Alternativ erreicht man das Kalser Tauernhaus von der Moar-Alm (1.793 m) ebenfalls in 1,5 Stunden – dieser Weg über eine Stiege erfordert jedoch Trittsicherheit. Nach Rücksprache ist ein Gepäcktransport möglich.

Gut zu wissen:

Die Geschichte des Kalser Tauernhauses ist eng mit dem Bergsteigen am Großglockner verbunden. Kalser Bergführer initiierten den Bau, um einen Stützpunkt für Glocknertouristen zu schaffen. Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Hütte am 28. Juni 1931 eingeweiht. Heute steht sie im Nationalpark Hohe Tauern und zeigt mit ihrem Umwelt-Gütesiegel, wie moderne Berghütten mit der sensiblen Hochgebirgsnatur im Einklang stehen können.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.657 m

Großvenediger

Der Großvenediger erhebt sich mit 3.657 m als höchster Berg der Venedigergruppe in den Hohen Tauern. Der vollständig vergletscherte Gipfel thront direkt am Alpenhauptkamm an der Grenze zwischen Osttirol und Salzburg. Seine markanten Grate trennen vier große Gletscher, darunter das Schlatenkees und Obersulzbachkees.

Dorf 1.329 m

Hinterbichl

Hinterbichl liegt auf 1.329 m im Talschluss des Virgentals in Osttirol. Der Bergsteiger-Ort dient als Ausgangspunkt für Touren zum Großvenediger und in die Venedigergruppe. Das Dorf am Zusammenfluss von Isel und Dorferbach zieht Skitourengeher und Hochtourenalpinisten an.

Gletscher

Obersulzbachkees

Das Obersulzbachkees liegt im Obersulzbachtal nördlich des Hauptkamms der Hohen Tauern. Mit 11 km² Fläche und 4 km Länge ist es der größte Gletscher der Venedigergruppe. Der Gletscher besteht aus vier nordexponierten Firnmulden vom Großvenediger bis zu den Maurerkeesköpfen.

Gipfel 3.798 m

Großglockner

Der Großglockner erhebt sich auf 3.798 m als höchster Berg Österreichs in der Glocknergruppe der Hohen Tauern. Mit einer Schartenhöhe von 2.428 m zählt er zu den eigenständigsten Erhebungen der Alpen. Die Erstbesteigung erfolgte 1800 und gilt als Beginn des modernen Alpinismus.

Sattel 3.407 m

Venedigerscharte

Die Venedigerscharte liegt auf 3.407 m zwischen Klein- und Großvenediger in den Hohen Tauern. Der markante Sattel bildet den zentralen Übergangspass auf dem Normalweg zum Großvenediger. Von hier öffnet sich das Panorama über die Glocknergruppe bis zu den Dolomiten.

Gipfel 3.360 m

Großer Geiger

Der Große Geiger (3.360 m) erhebt sich als markante Pyramide am Alpenhauptkamm zwischen Tirol und Salzburg. Der Berg ist rundum von Gletschern umgeben und gilt als beliebtes Hochtourenziel. Die charakteristische Nordwestwand überragt das Obersulzbachkees um 350 m.

Sattel 2.934 m

Granatscharte

Die Granatscharte liegt auf 2.934 m in den Hohen Tauern und verbindet das Amertal mit dem Dorfertal. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Tauernhöhenweg zwischen St. Pöltner Hütte und Rudolfshütte. Über die Scharte führt die Route auf den Stubacher Sonnblick und zur Granatspitze.

Sattel 3.228 m

Obere Ödenwinkelscharte

Die Obere Ödenwinkelscharte liegt auf 3.228 m in der Glocknergruppe zwischen Hoher Riffl und Johannisberg. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang im Bereich des Pasterzengletschers. Von hier führt der Normalweg über die Hohe Riffl zum Johannisberg.

Dorf

Kals am Großglockner

Kals am Großglockner (1.325 m) liegt im Kalser Tal in den Hohen Tauern und gilt als traditionelles Basecamp für Großglockner-Besteigungen. Das Bergdorf in Osttirol ist umgeben von vergletscherten Dreitausendern der Glockner-, Granatspitz- und Schobergruppe. Seit 1855 starten hier Bergsteiger zum Normalweg auf Österreichs höchsten Gipfel.

Gipfel 3.310 m

Kristallwand

Die Kristallwand erhebt sich auf 3.310 m als östlicher Eckpfeiler des Venedigermassivs in den Hohen Tauern. Der markante Gipfel zeigt eine 550 m hohe Nordostwand und sanfte Gletscheranstiege von Süden. Vier Gletscher umgeben den Berg: Schlatenkees, Äußeres Mullwitzkees, Frosnitzkees und Kristallwandkees.

Gletscher

Krimmler Kees

Das Krimmler Kees liegt im Krimmler Tauerntal in den Hohen Tauern. Der Gletscher dient als zentrales Ausbildungsgelände für Hochtourenkurse mit Steigeisen- und Spaltenbergungstraining. Die Warnsdorfer Hütte auf 2.324 m fungiert als nahegelegener Stützpunkt.

Gipfel 2.573 m

Roßkopf

Der Roßkopf erhebt sich auf 2.573 m in den Hohen Tauern nahe der Roßkarscharte. Der Gipfel bietet ein weitreichendes Panorama über die Zillertaler und Venedigergruppe. Als Abstecher von der Roßkarscharte ist er in etwa einer Stunde erreichbar.