Berghütte CAI Milano

Julius Payer Hütte

3.029m 🇮🇹
46.528, 10.543 Italien
Betten: 62
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Sulden, Trafoi

Stützpunkt auf dem Weg zum Ortlergipfel

Die Julius Payer Hütte thront auf 3.029 m Höhe am Tabarettakamm im Herzen der Ortlergruppe. Als wichtigster Stützpunkt am Normalweg zum Ortler – dem höchsten Berg Südtirols – bietet die CAI-Schutzhütte spektakuläre Ausblicke auf die vergletscherte Hochgebirgswelt. Von der großen Sonnenterrasse reicht der Blick über die Ortlergruppe bis zum fernen Reschensee.

Die exponierte Lage der Julius Payer Hütte macht sie zum Ausgangspunkt für anspruchsvolle Hochtouren im Ortlergebiet. Der Aufstieg zum 3.902 m hohen Ortlergipfel führt in etwa vier Stunden über den vergletscherten Normalweg – eine Tour, die Erfahrung in Gletscherbegehung und sicheren Umgang mit Steigeisen voraussetzt. Als kürzeres Gipfelziel bietet sich die nahegelegene Tabarettaspitze an, während mehrtägige Hochtourenprogramme Übergänge zu den Nachbarhütten ermöglichen: In 1,5 Stunden erreicht man die Tabarettahütte, zur Berglhütte sind es 2,5 Stunden.

Übernachten auf der Julius Payer Hütte

Die Berghütte verfügt über 62 Schlafplätze und wird vom CAI Milano bewirtschaftet. In der urigen Stube sorgt ein traditioneller Kachelofen für wohlige Wärme nach anstrengenden Gletschertouren, während die große Sonnenterrasse bei schönem Wetter zum Verweilen einlädt – mit Panoramablick auf die umliegende Bergwelt. Handyempfang ist vorhanden, WLAN gibt es nicht. Die Bezahlung erfolgt ausschließlich bar.

Zustieg zur Julius Payer Hütte

Von Sulden aus verkürzt die K2-Langenstein-Sesselbahn den Hauptzustieg erheblich. Von der Bergstation führt der markierte Weg in etwa drei Stunden zur Hütte, wobei der Steig zunächst durch alpines Gelände verläuft, bevor er in den letzten Abschnitten deutlich an Höhe gewinnt. Ein alternativer Zustieg von Trafoi aus erfordert jedoch mehr Zeit und Kondition.

Gut zu wissen:

1875 erbaute die Prager Sektion des DuÖAV die Julius Payer Hütte, die den Namen des berühmten Alpenforschers Julius von Payer trägt – er trieb zwischen 1865 und 1868 die kartographische Erschließung des Ortlergebietes voran. Nach dem Ersten Weltkrieg ging die Hütte an den CAI Milano über, während der Winterraum aufgrund von Einsturzgefahr derzeit geschlossen bleibt. Die Hütte dient als wichtiger Stützpunkt für geführte Hochtouren und mehrtägige Durchquerungen der Ortlergruppe.

Reisekategorie

Hochtouren

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.769 m

Monte Cevedale

Der Monte Cevedale erhebt sich auf 3.769 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Alto Adige. Als dritthöchster Gipfel der Ortler-Alpen bildet er einen wichtigen orographischen Knotenpunkt zwischen vier Tälern. Der Normalweg führt vom Rifugio Casati über den Gletscher zum Gipfel.

Dorf 1.906 m

Sulden

Sulden liegt auf 1.906 m im inneren Suldental und gilt als wichtigstes Basecamp für den Ortler. Das Bergdorf mit 400 Einwohnern bietet direkten Zugang zu den höchsten Gipfeln der Ortlergruppe. Vier Seilbahnen erschließen das Skigebiet zwischen 1.900 und 3.250 m.

Gipfel 3.905 m

Ortler

Der Ortler erhebt sich mit 3.905 m als höchste Erhebung Südtirols und der Ortler-Alpen. Der größtenteils aus Hauptdolomit aufgebaute, stark vergletscherte Berg gilt als bedeutendstes Gipfelziel der Ostalpen. Seine Erstbesteigung 1804 zählt zu den wichtigsten alpinistischen Ereignissen jener Zeit.

Gipfel 3.376 m

Suldenspitze

Die Suldenspitze erhebt sich mit 3.376 m im Hauptkamm der Ortler-Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei. Der vergletscherte Gipfel liegt strategisch zwischen Suldental, Val Cedec und Martelltal. Als beliebtes Skitourenziel und Übergangsstation zwischen den Schutzhütten gilt er als technisch wenig anspruchsvoll.

Gletscher

Suldenferner

Der Suldenferner erstreckt sich mit 5,7 km² an den Ostflanken von Ortler, Monte Zebrù und Königspitze. Der stark schuttbedeckte Gletscher reicht bis unter 2.500 m hinab und liegt im Nationalpark Stilfserjoch.

Gletscher

Rosimferner

Der Rosimferner liegt zwischen Italien und der Schweiz im Ortlergebiet. Der Gletscher bildet den Zugang zum Rosimjoch und zur Vertainspitze. Über seine Firnfelder führt eine klassische Skitourenroute mit 1.700 Höhenmetern Abstieg.

Gipfel 3.678 m

Punta San Matteo

Die Punta San Matteo erhebt sich auf 3.678 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Südtirol. Der vergletscherte Gipfel gehört zur Cevedale-Pizzo Tresero Kette und gilt als einer der schönsten Skiberge der Region. Vom Gipfel entspringt ein Teil des Fornigletschers.

Gipfel 3.594 m

Pizzo Tresero

Der Pizzo Tresero erhebt sich auf 3.594 m im Ortlergebiet der Lombardei. Der Gipfel bildet den südöstlichen Abschluss der Kette der 13 Gipfel, die den Fornigletscher umrahmt. Die Nordwand gilt als eine der anspruchsvollsten der Region.

Gipfel 2.968 m

Piz Daint

Der Piz Daint (2.968 m) erhebt sich in der Umbrailgruppe westlich des Münstertals in Graubünden. Der Berg bildet die Wasserscheide zwischen dem nach Norden zum Inn entwässernden Val Mora und dem südwärts zur Etsch fließenden Val Müstair. Seine markante Gipfelpyramide macht ihn zu einem beliebten Skitourenziel.

Gipfel 3.276 m

Cima San Giacomo

Die Cima San Giacomo erhebt sich auf 3.276 m im Ortlergebiet an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel liegt in der Fornigruppe zwischen Punta San Matteo und Brancahütte. Die Nordrinnen bieten pulvrige Abfahrten für erfahrene Skitourengeher.

Gipfel 2.951 m

Piz Dora

Der Piz Dora erhebt sich auf 2.951 m zwischen Val Müstair und Val Mora im Kanton Graubünden. Der Berg gehört zur Umbrailgruppe und wird den Ortler-Alpen zugerechnet. Der Name wandelte sich von Piz d'Ora (Äußerer Gipfel) zum heutigen Piz Dora.

Gletscher

Schranferner

Der Schranferner liegt an den Veneziaspitzen in der Ortlergruppe im Martelltal. Der Gletscher dient als Aufstiegsroute zur Östlichen Veneziaspitze und führt durch teilweise spaltiges Gletschergelände. Unterhalb der Gletscherzunge befinden sich malerische Bergseen.

Reisen mit Julius Payer Hütte